Familie, Gedanken, Haushalt

Einen Scheiss muss ich…

Oh, was hatte ich letzten Samstag noch für Pläne! Ich hatte das Esszimmer gestrichen….gemäß meinem Jahresmotto „Getting Shit Done!“. Danach fühlte ich mich erschlagen, aber ich war sicher, nächste Woche würde ich auch noch die fleckigen Küchenwände in Angriff nehmen können. Und an meinem Buch weiterarbeiten. Und Stuhlbezüge nähen. Die Erschlagenheit wuchs an und endete mit einem Schüttelfrost-Crescendo im Bett.

„Haha“, dachte sich ein Magen-Darm-Virus, „jetzt zeige ich dir meine Version von Getting Shit Done!“.

Seitdem liege ich im Bett und trinke ekliges Kohlewasser, esse Gemüsebrühe und träume von Pulled-Pork-Tacos mit fett Salsa obendrauf. Und dazu ein eiskaltes Bier. Aaaaaah!

Nichts, rein gar nichts habe ich diese Woche gemacht. Hab mein Hirn im Internet zu Matsch gesurft. Und dieses Buch gelesen. Eine Ratgeber-Satire.

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Jawoll, dachte ich. Einen Scheiss muss ich. Und ließ die Kinder tagelang in ihren Zimmern spielen, ohne einmal abends zu kontrollieren, ob aufgeräumt ist. Heute morgen sah ich das:

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Was soll ich sagen? Ich hab die Tür wieder zugemacht. Fühle mich viel zu schwach, um mich darüber aufzuregen. Vielleicht räumen die Kinder ja heute Abend auch auf. Wenn ich ihnen einen Gang zum Mexikaner verspreche. Mit Pulled-Pork-Tacos! Und Süßkartoffel-Pommes! Und Fajitas!

 

8 Gedanken zu „Einen Scheiss muss ich…“

  1. Ach ja – das sollte ich mir auch regelmässig sagen! Im übrigen finde ich, dass das Zimmer noch einigermassen o.k. aussieht… die Möbel stehen vermutlich noch dort, wo sie vorher waren.

    DANKE! Und gute Besserung!

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  2. Oh Mann, Veronika… du bringst mich einfach zum Lachen… (Ich krieg immer wahnsinns Hunger auf Waffeln wenn ich nicht kann oder darf)
    Ich hoffe dir geht es bald besser und du kannst Fajitas mit Suesskartoffeln geniessen! Eine dicke fette Umarmung sende ich dir!

    Gefällt 1 Person

  3. Erwischt. Du sprichst mir aus der Seele, liebe Veronika. Danke für deinen tollen Blog. Das war mein Motto in den letzten 2 1/2 Wochen mit dem Ergebnis, dass wir unsere frische Wäsche nicht aus dem Schrank, sondern aus den Wäschekörben holen, von meinem Schreibtisch die Tischplatte nicht mehr sichtbar ist und unser Kühlschrank heute morgen nur noch ein Frühstück beherbergt hat und das obwohl ich Ordnung und Vorratshaltung sehr schätze :-). Tja, manchmal muss man eben Prioritäten setzen um wieder zu Kräften zu kommen.
    Liebe Grüße
    Alex

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  4. Ich kann mich Deinem Motto nur anschliessen!!! Bei uns ging am Donnerstag die Schule wieder los und wir dachten, der neue Holzboden waere bis dahin fertig. Alles kommt anders als man denkt – alle Moebel und Kisten sind in der Garage gelandet zusammen mit unseren Betten, dem Esszimemrtisch und dem ganzen Rest. Heute sind wir wieder zu den Schwiegereltern nach Sydney gefluechtet – um dem untertraeglichen Gestankes des Holzbodenoels und der Unannehmlichkeit das Badezimmer nicht benutzen zu koennen zu entfliehen.. Alle Plaene das Haus einzurichten, die Kueche und das Wohnzimmer noch schnell zu streichen, Schraenke aufzubauen und Ordnung zu schaffen sind dahin. Dafuer haben wir nun einen neuen Rasenmaeher! 🙂
    Liebe Gruesse aus dem sonnigen OZ!!

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    1. Ich glaube bei Renovierungen läuft nie alles planmäßig, oder? Ich kann mir vorstellen, dass das an euren Nerven zerrt…..Aber denkt dran, bald seid ihr in eurem eigenen Haus mit Hammer-Backyard, wo ihr euch mit dem Rasenmäher austoben könnt. Liebe Grüße zurück!

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