Familie, Reisen, USA

Chicken Soup for the Soul

Das Kabeljau-Kap – das bedeutet Cape Cod übersetzt. Aber die Touris kommen weniger wegen des Fisches hierher, sondern weil die Gegend einfach schön ist. Typische Küstengegend halt, viele Kiefern, Krüppeleichen und schöne Sandstrände. Dazu ist es selbst jetzt noch ziemlich warm (heute so um die 20 Grad). Und weil es hier so schön ist, haben auch einige Ex-Präsidenten ihre Sommersitze hier. Die Kennedys zum Beispiel: die haben ihr Haus im Nachbarort Hyannis.

Unser "Hausstrand"
Unser "Hausstrand"

Heute ist nicht viel los – einfach nur relaxen. Zumindest Amelie und ich. Armin muss nach Boston fahren, das Wohnmobil abgeben und gegen ein Mietauto eintauschen (Subaru. Diese Automarke klebt an uns wie geschmolzenes Armaturenbrett). Irgendwie tut es gut, mal wieder einen Tag alleine zu verbringen. Zuviel Nähe auf Dauer kann nämlich auch Distanz schaffen. Und so schafft heute die Distanz wieder mehr Nähe, denn am Abend haben wir uns viel zu erzählen (wie Armin zum Beispiel vom Autoverleiher Thrifty ziemlich über den Tisch gezogen wurde. Versteckte Zusatzkosten von 160 Dollar. Die Schweine. Merke: Thrifty meiden.)

Ich hingegen verbringe einen gechillten Tag. So gechillt als möglich halt mit Baby. Wir gehen an den Strand und Amelie ist völlig entzückt von den Wellen, den Möwen (denen sie hinterherkreischt) und von den bunten, knatternden Drachen, die ein paar Jungs steigen lassen.

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Und ich bin mal wieder positiv über das Miteinander hier Amerika überrascht (Ausnahme: die Thrifty-Ganoven und die Manson-Family). Am Strand sehe ich aus der Ferne, dass es Amelies Decke aus dem Buggy geweht hat. Und als wir hinkommen, hat jemand diese schon wieder ordentlich hineingelegt. Eine kleine Geste, die aber viel aussagt. Am Abend klopft Chris, die Nachbarin an die Tür: „Ist dein Mann noch nicht zurück? Du bist ja den ganzen Tag alleine und hast sicherlich Hunger, du Arme. Ich habe Hühnersuppe gemacht, wenn du magst, bring ich dir gerne was rüber.“ Jetzt ärgere ich mich, dass ich Vegetarierin bin und lehne schweren Herzens ihr Angebot ab mit der Entschuldigung, ich hätte gerade ein Stück Applepie verdrückt.

Apropos Pie: ich ärgere mich dumm und dämlich. Heute fand im Nachbarort ein Pie Eating Contest statt und ich hab ihn verpasst. ARGH! Dafür gibt es am kommenden Samstag hier ein Austern-Wettessen. Der Gewinner bekommt 5000 Euro. Aber das ist mir eine Fischgiftung nicht wert…..

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