Einfache Adventszeit, Familie, Freundschaften, Gedanken, Weihnachten, What would Grandma do

Was wir 2022 unbedingt tun sollten

 

IMG_6091Gefühlt schreibt jeder Anfang Januar über Vorsätze. Tja. Ihr wisst ja, was ich von guten Vorsätzen halte. Ich schaffe es fünf Minuten, den Bauch einzuziehen. Spätestens Mitte Januar lasse ich ihn wieder hängen. In der Form, wie Gott  Schokolade  Wechseljahre ihn formten. Ich halte gar nichts von New Year, New Me! Ich bin ein Fan von New Year, Old me. 

In allen Lebenslagen hilft mein Leitsatz: What would Grandma do? Grandma hält nichts von Detox, sondern kocht dir eine Hühnersuppe und nimmt dir das Handy aus der Hand, mit dem du symbiotisch verwachsen bist. „Kind, jetzt iss erstmal was und verbring Zeit mit mir.“ 

Hühnersuppe und Menschen. Nähren und Nähe. Früh ins Bett gehen. Gute Bücher lesen. Die Vernunft in allen Lebenslagen walten lassen. Mit dem auskommen, was man hat. Kuchen essen mit Menschen, die man liebt. Briefe schreiben. 

Apropos Briefe schreiben. Zum neuen Jahr kitzelt es mich in den Fingern, alten Besitz los zu werden. Kennt ihr das?

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Ich habe seit meiner Kindheit alle Briefe aufgehoben, die ich jemals erhalten habe. Drei große Boxen füll(t)en sie. Das war ein Vergnügen zwischen den Jahren, jeden Brief nochmal in die Hand zu nehmen, manche davon zu lesen, Vergessenes wieder aufleben zu lassen und dann auszusortieren. Zeitzeugnisse sind dabei. Der Briefwechsel in den 80er Jahren mit einer Brieffreundin aus der DDR, die ich dann mit 15 Jahren (!!) alleine mitten in den Umbruchswirren in ihrer „Platte“ besuchte. Der Austausch mit einer Freundin 1993 über Klimawandel, Solingen und Neonazis (hat sich wenig geändert seit damals). Die Briefe, die mir meine Eltern in alle Welt sandten. Und meine allerersten Emails, die ich mir Ende der 90er Jahre am klobigen Arbeitscomputer ausdruckte, weil ich sie wie wertvolle Briefe behandelte. 

Manche Absender sind mir heute noch liebe, teure Menschen. Da schließt sich der Kreis. Hier, dreißig Jahre später. Dankbar, dass sie geblieben sind. Menschen, mit denen ich mir keine Briefe mehr schreibe, aber für die ich anderweitig Platz mache in meinem Leben. 

Pflegen wir in der Schnelllebigkeit der modernen Kommunikation die altmodischen Wege: Laden wir an unseren Tisch ein, backen wir einen Kuchen, rufen wir an, interessieren wir uns für das Leben des anderen. Denken wir an Geburtstage, schreiben wir Postkarten aus dem Urlaub. Sind wir zur Stelle, wenn wir Trost und Hühnersuppe vorbeibringen können. Verabreden wir uns für einen Abend oder ein ganzes Wochenende. 

Räumen wir 2022 ein Eckchen in unserem Leben frei, das wir für die Menschen reservieren, die uns lieb und teuer sind. Verschieben wir es nicht auf später.

Grandma wäre stolz auf uns! 

 

(P.S.: Wenn du mehr von „Grandma“ lesen willst, dann empfehle ich dir meinen Insta-Account @whatwouldgrandmado)

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So fängt der Januar schön an. Wiedersehen mit einer Freundin, die 17 Jahre in der Versenkung verschwunden war. 

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Silvester mit meiner Freundin Sally…..

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….und mit meiner Familie.

Aufatmen im Advent, Einfach Advent, Einfache Adventszeit, Gedanken, Glaube, Weihnachten

Spazierengehen mit Bonhoeffer

Aus den Schornsteinen steigen dicke Wolken auf, die sich scharf gegen den eisigen Morgenhimmel abzeichnen. Die Sonne lockt nach draußen. Sie täuscht uns. Die Kälte ist ein Erschrecken. Aber auch eine Wohltat, wenn man zu lange Zeit im überheizten Raum zubrachte. Dann trinkt man die kalte Luft wie einen edlen Wein.

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Jeden Tag gehe ich mindestens eine halbe Stunde nach draußen, egal bei welchem Wetter. Den Schweinehund nehme ich an die Leine und zerre ihn hinter mir her. Auf meinen Spazierwegen ist Zeit, um meine Gedanken auf Wanderschaft zu schicken. Sie arbeiten immer zuerst ihre Listen ab: „Hast du an den Rehbraten gedacht? Welchen Kuchen backst du deiner Tochter zum Geburtstag? Und wie kommst du an die Karten, die du unfrankiert und in völliger geistiger Umnachtung in den Briefkasten geworfen hast?“ Wenn sich der Nebel der Alltäglichkeiten gelichtet hat, wird es transzendenter. Haaaach. Dann stellen sich die ganz großen, grundlegenden Lebensfragen.

„Was ziehe ich Heiligabend an?“

Wenn diese Frage zufriedenstellend geklärt ist (Spoiler: Das ist sie nie), dann denke ich an Bonhoeffer. Den lese ich gerade täglich. Nur kurze Abschnitte, denn seine Kost ist eine hochkalorische. So hochkalorisch wie meine Aachener Printen, von denen ich mir täglich ein Eckchen abbreche. Aber zurück zu Bonhoeffer. Er schreibt:

„Große Gewaltige gibt es immer nur wenige, aber um so mehr kleine Gewaltige, die, wo sie nur können, ihre kleine Gewalt spielen lassen und die nur einem Gedanken leben: immer höher hinaus! Gottes Gedanke heißt anders; er heißt: immer tiefer hinab, in die Niedrigkeit, in die Selbstvergessenheit, in die Unansehnlichkeit. Und auf diesem Weg begegnen wir Gott, nirgendwo sonst.“

Wir erleben es gerade selbst, wie wir von Gewalten hin und her geworfen werden. Wie wir oft selbst zu Gewaltigen mutieren. Denn es ist doch nur allzu menschlich, auf Ohnmacht mit Aggression, auf Unsicherheiten mit grober Lautstärke zu reagieren.

Gott stellt alles auf den Kopf.

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Unser ganzes Wertesystem. Nicht nur ein bisschen. Er krempelt es um wie einen Weihnachtspulli von rechts auf links. (Ein Schelm, wer hier ein politisches Wortspiel vermutet)

Das Niedrige liebt er. Das Verlorene sucht er. Das Zertretene repariert er. Den Außenseiter nimmt er in die Mitte. Religiöse Eiferer hinterfragt er. Den Verbrecher segnet er.

Wie wäre es, wenn wir dieser Tage einiges auf den Kopf stellten? Um genau in dieser Abwärtsbewegung Gott zu treffen?

Wie wäre es, wenn wir…

….auf Ohnmacht mit trotziger Zuversicht

….auf unsere Feinde mit Segen (bless you, GEZ und AfD)

….auf unseren Stolz mit ehrlicher Selbstreflexion

….auf den Verschwörungscousin mit radikaler Liebe

…auf Schimpfen mit der Suche nach Lobenswertem

…auf Gesetzlichkeiten mit Humor

…auf ungebetene Belehrungen mit Stille

reagierten?

Gott hat sein größtes Wunder genau an dem Ort getan, wo es niemand erwartet hatte. In einem dreckigen Futtertrog.

Auch wenn es dieser Tage schwerfällt, weil uns so manches niederdrücken mag: Lasst uns Augen und Herzen weit aufmachen. Für eisige Schönheiten am Morgen und die Wahrheit, dass Gottes Liebe und Segen an den unmöglichsten Orten zu finden ist.

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Danke, dass ihr mit mir durch dieses Jahr gegangen seid. Mitten in dieser Pandemie ist dieser Ort wie ein kleines Lagerfeuer, an dem ich meine Geschichten und meine Gedanken mit euch teilen darf. Danke für jedes gute Worte, für jeden Kommentar, für jede Mail, für jede Unterstützung. Seid gesegnet, wo auch immer ihr seid. Feiert einander, feiert euch selbst, feiert den, der sich in den dreckigen Futtertrog gelegt hat.

Frohe Weihnachten!

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DIY, Familie, Slow Living, Weihnachten

Du hast das gut gemacht UND Last Minute DIYs

Mach dir eine Tasse Tee, setz dich an deinen Lieblingsplatz, lass dich – wenn möglich nicht stören.

Ich hab dir nämlich etwas zu sagen:

Du hast das dieses Jahr gut gemacht.

Damit meine ich nicht unbedingt deine Leistung im Job und zu Hause oder dass du endlich den Bügelwäscheberg abgearbeitet oder fünf Kilo abgenommen hast. Nein, ich glaube, dass du in aller Unvollkommenheit versucht hast, das Beste aus der Situation zu machen. Du hast dich den Gegebenheiten immer wieder neu angepasst. Bist ins Homeoffice gegangen. Hast deine Kinder im Homeschooling betreut. Hast vieles jonglieren müssen. Und trotzdem versucht, die Stimmung aufrecht zu erhalten. Du hast dich um alleinstehende Freunde gekümmert. Um deine Eltern. Du hast dich zwischen Anforderungen zerrissen und trotzdem noch immer ermutigende Worte für andere gehabt. Es war (ist) schwer, mit anzusehen, wie Freunde in die Verschwörungsmaschinerie gerieten und dieser Riss durch Gesellschaft und Christenheit schmerzt dich. Gratulation, dass du einen kühlen Kopf bewahrt hast. Dass du für Politiker betest. Dass du der Wissenschaft mehr Vertrauen schenkst als selbsternannten Youtube-Experten.

Du hast das gut gemacht.

Manche von uns – so wie ich – kehren sich jetzt gerne nach innen. Halten ihre Ängste in Schach mit der ruhigen Arbeit ihrer Hände. Für diese Sorte Menschen habe ich ein paar Dinge, die mir in den letzten Wochen Freude gebracht haben. Aber wenn du nicht zum Team Selbermachen gehörst oder dich solche „Inspirationen“ enorm unter Druck setzen, dann lass es ohne schlechtes Gewissen sein. Weihnachten passiert auch ohne selbstgebackene Lebkuchen und handgeklöppelte Sterne und handgeschriebene Karten.

Gut. Nachdem wir das geklärt hätten, dürfen alle Bastel- und Backmuffel hier zum Ende runterscrollen (da kommt noch eine wichtige Ankündigung!).

Der Rest darf sich an DIY-Ideen und Linktipps ergötzen.

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Kinderleichte Weihnachtskarten mit Masking Tape

Ich liebe Weihnachtskartenschreiben (und möchte doch das Projekt meist mittendrin abbrechen, weil ich kein Ende finde und sich das Prozedere über Tage hinzieht!). Dieses Jahr habe ich eine Idee von Zuckersüße Äpfel umgesetzt. Kinderleicht. Falls du Blankokarten und Masking Tape daheim hast, kannst du direkt loslegen!

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Ofenanzünder
Uns waren die Anzünder ausgegangen. Ha! Wer hätte gedacht, dass man selber welche machen kann! Ich habe im Keller eine Box mit Wachsresten. Die kramte ich raus zum Kerzengießen und da kam uns die Idee zur Ofenanzünder-Herstellung.


Du brauchst:
– Eine Muffinform (am besten schon eine ältere, die du nicht mehr brauchst)
– Wachsreste
– Holzspäne, trockene Nadelbaumzweige und – zapfen, Zeitungspapier.

Aus dem Papier schneidest du Kreise aus, die so in die Muffinform passen, dass sie noch oben ein Stück rausschauen. Dann mit dem trockenen Material füllen und mit flüssigem Wachs tränken. Wir haben zuviel Wachs benutzt und werden das nächste Mal so verfahren, dass das Trockenmaterial nur damit überzogen wird, nicht darin ERSÄUFT.

Trocknen lassen und dann als Anzünder in deinem Ofen nutzen.

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Die weltbesten Lebkuchen (ca. 30 bis 40 Stück)


Dieses Rezept stammt aus dem tiefsten Franken und landete vor vielen Jahren in meinem Rezeptordner. Ich backe sie jedes Jahr, weil sie über alle anderen Lebkuchen dieses Landes und des gesamten Universums triumphieren.

Zutaten:

  • 500 g Zucker
  • 150 g Marzipan
  • 10 Eiweiß
  • 400 g Nüsse, gemahlen
  • 100 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 15 g Lebkuchengewürz
  • 150 g Mehl (ich verwende Dinkelvollkorn)
  • Abrieb von einer Zitrone
  • 10 g Hirschhornsalz
  • Oblaten

Zubereitung:

Eiweiß steif schlagen, Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen bis der Eischnee glänzt. Das Marzipan zerkleinern und hineinbröseln. Anschließend Nüsse, Zitronat, Orangeat, Zitronenabrieb, Lebkuchengewürz und Mehl unterrühren. Das Hirschornsalz in wenig Wasser auflösen, beifügen und vermengen.

Die Oblaten mit etwas Abstand auf einem Brett oder Backblechen verteilen. Die Teigmasse mit einem Löffel auf die Oblaten streichen. Über Nacht kalt stellen (Kellertemperatur reicht).

Am nächsten Tag den Ofen auf 210 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze), die Lebkuchen 10 Minuten backen. Anschließend nach Belieben mit Schokolade oder Zuckerguss überziehen.

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Du MUSST diesen Rosmarin-Heidesand probieren. Ich weiß. Rosmarin in Plätzchen? Klingt komisch. Aber vertrau mir. Süßgebäck und Rosmarin passen zusammen wie Rudi Carell und Herzblatt. Jeder bei uns ist komplett verrückt danach.

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Und während du deine Karten schreibst und die WELTBESTEN Lebkuchen backst, hör dieses Christmas Coffeeshop Ambience (welches mein Mann abfällig als Fahrstuhlmusik betitelt. Banause).

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Am Sonntag startet Focus Online seinen zweiten Zuhause-Sonntag.

Und ich bin dabei!

9 Stunden lang laufen spannende Beiträge – vor allem für Familien. Mein Thema lautet:

„Wie können wir als Familie in diesem Jahr Weihnachten gestalten“.

Du wirst mich im Wald, in der Küche und im Wohnzimmer sehen. Schalte dich mit rein: Ich bin um 12.50 Uhr am Start. Und ca. 40 Minuten später bietet Daniel Kallauch ein tolles Kinder-Familien-Weihnachtskonzert.

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Einfach Advent :: Teil 4

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Meditation

Egal, ich lass das jetzt so!

Diese Karte hat mir vor langer Zeit eine Freundin geschenkt, als ich tief in meinem zweiten Buchprojekt steckte. Die Arbeit des Schreibens ist mir eine schwerfällige. Wenn es dann aber an die Überarbeitung geht, ans Korrigieren und Noch-bessere-Wörter-finden und Absätze streichen und Überschriften-finden, dann finde ich kein Ende. Dann blühe ich auf und höre die Vöglein singen und liebe das Leben wieder.

Es geht immer noch ein bisschen besser. Oder anders ausgedrückt: Ich wollte das perfekte Buch schreiben. Unter anderem auch, damit mir auf Amazon und anderen Portalen niemand weniger als fünf Sterne ans Revers heften würde. Denn weniger als fünf Sterne wäre mittelmäßig! Beschämend für einen High-Achiever wie mich. Ich muss mir selbst immer schon einen Schritt voraus sein, damit mich das Versagen nicht einholen kann.

Die Karte stellte ich mir auf den Schreibtisch und zwei Wochen später klappte ich meinen Laptop zu, warf die Hände in die Luft und rief: „Egal, ich lass das jetzt so!“

Ich hätte sicherlich noch viel mehr feilen können. Aber meine Buchprojekte lehren mich dies: An einem Punkt muss ich Frieden schließen mit allem Unfertigen und mit mir selbst. 

Und Frieden mit mir selbst bedeutet ja nicht, dass ich ihm erst Eintritt gewähre, wenn alles fein und sauber und richtig und ordentlich ist. Nein, wir dürfen Friedensmacher sein, mit uns selbst und unseren Mitmenschen und unserem Gott, auch wenn noch so vieles im Argen liegt. Gerade, wenn so vieles im Argen liegt!

Vielleicht hast du wie jedes Jahr nicht alles erledigen können vor den Feiertagen.

Vielleicht weißt du nicht wohin mit den vielen losen Enden deines Lebens in dieser Zeit.

Vielleicht hast du dir vorgenommen, diesen Advent besinnlicher und entschleunigter zu verbringen und es ist dir nur punktuell gelungen.

Vielleicht treibst du dich gerade unbarmherzig an, weil du an den Feiertagen alles fein und sauber und richtig und ordentlich haben willst. Du hast keinen Atem mehr. 

Vielleicht hattest du deine perfekte Vorstellung von der Adventszeit und das Leben kam deinen Plänen in die Quere. 

Vor zwei Stunden saß ich an der Nähmaschine. Ich nähte an einer Ordnerhülle für meine Große, die am Sonntag Geburtstag hat. Sie soll ein Fotoalbum erhalten, es ist schon fertig – wie immer ein Leitzordner voller wunderbarer, kostbarer Erinnerungen. Nun fehlte nur noch ein hübsche Hülle. Ich nähte in Rekordzeit und war sehr stolz, wie flink und kreativ ich doch war. Nur hatte ich die Rechnung ohne meine schlampige Eile beim Messen gemacht. Wie ich sie auch drehte und wendete, die Hülle war zu klein.

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Egal, ich lass das jetzt so!

Und glaube mir, es fällt mir schwer! Aber nun bekommt das Kind den Ordner ohne Hülle. Diese reiche ich irgendwann nach. Oder auch nie. Ihr ist es sicher weit weniger wichtig als mir.

Diese ganze Sache erinnert mich an mich selbst. Ich bin doch selbst eine unfertige Person, weit davon entfernt fein und sauber und richtig und ordentlich zu sein. Und das sage ich ganz ohne Selbstanklage, sondern mit der Akzeptanz, dass dieses eine Leben, das wir leben eine schöne Bescherung ist, ein Knäuel aus Freuden und Traurigkeiten, aus Zerbruch und Heilung, aus Chaos und Lachen. Und egal, an welchem Ende dieses Knäuels ich ziehe, es wird sich nie auflösen.

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Vor 2000 Jahren trugen die Hirten und Weisen und selbst Maria und Joseph ihr eigenes Knäuel zur Krippe, weil darin die Hoffnung lag und liegt, die ihre und unsere Unfertigkeit aushält und liebt und zu Ende bringt. Dieses Kind in der Krippe raunt dir zu: „Egal, lass das jetzt so! Ich kümmere mich darum. “


 

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Danke, dass Du und ich die letzten vier Wochen ein Stück weit gemeinsam gehen konnten. Nun wünsche ich Dir ein frohes und gesegnetes Weihnachten, an dem du das Unfertige in Frieden hinnimmst und nachts, wenn die Sterne am Himmel stehen hinaufblicken und sagen kannst:

Egal, ich lass das jetzt so. Kümmere du dich um den Rest. 


Inspiration

Du brauchst noch ein Last-Minute-DIY-Geschenk?

Ich klaue diese Idee aus meinem Heiligen-Alltag-Planer
(übrigens auch ein schönes Last-Minute-Geschenk ;))

Karamell-Zimt-Sirup

Du brauchst:
200 g Zucker
2 Zimtstangen
1 sterilisierte Flasche.

Zucker karamellisieren, vorsichtig 250 ml Wasser zugießen. Karamell bei großer Hitze loskochen, Zimstangen rein. 8-10 Minuten weiterkochen, rühren bis die Flüssigkeit sirupartig wird. In die Flasche füllen, Zimtstange dazu, fertig!

 

Fasten

Ich habe keine neue Fasten-Challenge. Aber ich werde auch die nächsten Tage meinen Medien- und Zuckerkonsum zügeln. Denn die letzten Wochen haben mir so unfassbar gut getan mit meinem Verzicht. Ich will den Verzichtsgedanken als Selbstfürsorge mit ins Neue Jahr nehmen und gute Regeln für mich aufstellen.

 

Entertainment-Ecke

 

Love is a gift!

 

Das hat nix mit Weihnachten zu tun, ist aber ein Klassiker für JEDE Jahreszeit.

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Einfach Advent :: Teil 3

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Meditation

Vor einigen Tagen las ich irgendwo: Das alte Jahrzehnt geht zu Ende.

WHAT???

Diese einfache Wahrheit sinkt erst jetzt in mein Bewusstsein! In meinem Alltagstrott übersah ich die simple Tatsache, dass sich eine Dekade dem Ende zuneigt und eine neue vor der Tür steht. Wo war ich vor zehn Jahren? Wo warst du vor zehn Jahren?

Ich lebte an einem anderen Ort.  Mit einem fröhlichen Baby im Arm und ungewisser beruflicher Zukunft im Herzen. Meine Tage fanden zwischen Wickelkommode, Kinderwagenrunden, Müttercafe und der Toilette statt (in der ich mich regelmäßig einschloss um a) zu heulen b) heimlich Schokolade zu essen und c) meinen Verstand zurecht zu rücken). Meine Welt war sehr klein geworden und die Welt dort draußen drehte sich ungerührt von meiner Müdigkeit und Ignoranz weiter.

In Italien bebte die Erde. Die Folgen der Finanzkrise belasteten die Wirtschaft und trotz Regulationsversuchen lernte der Mensch nichts aus den Folgen zügelloser Gier. Patrick Swayze starb und Barack Obama wurde zum Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. In Winnenden und Umgebung tötete ein Teenie 15 Menschen.

Und ich fragte mich: In welcher Welt wächst mein zartes unbekümmertes Baby auf?

Die Welt ist in den letzten zehn Jahren nicht besser geworden. Aber auch nicht schlechter. Sie ist in diesen Tagen das, was sie ist und schon immer war: ein Planet voller Menschen, die zerbrochen und erlösungsbedürftig und streitsüchtig und sehnsuchtsvoll und verbittert und hoffnungsfroh sind. Ein Planet, auf dem Menschen leben, die die Ärmel hochkrempeln und Lieder singen und Babies füttern und für Gerechtigkeit kämpfen.

Das war vor 2000 Jahren nicht anders. Nur dass die Hirten auf dem Felde keine Nikes trugen und das Geschehen rund um Betlehem nicht livestreamen konnten. Diese Menschen damals – die frierenden Hirten ohne große Zukunftsperspektiven, die Teenies aus Nazareth, die im Viehstall gerade Eltern wurden, ausländische Elite-Astronomen auf der Suche nach Wahrheit – reichen hinein in unser eigenes Leben. Denn uns verbindet eines mit ihnen: die Hoffnung.

Die Hoffnung auf eine bessere Welt. Auf die Ankunft des Einen, der alles erlöst hin zu einer neuen Erde, auf der nichts anderes herrschen wird als Friede.

Hoffnung ist nichts, was uns einfach in den Schoß fällt – sie ist ein aktiver Zustand. Zur Hoffnung muss du dich entschließen, wieder und wieder. In der Dunkelheit der Nacht. Im Voranstasten durch dein wildes Leben.

Hoffnung entfaltete sich paradoxerweise in Momenten und Phasen meines Lebens, in denen ich keine Hoffnung mehr sah. In denen ich aufgeben wollte. In denen ich zerschmettert am Boden lag. Dieses Durchschreiten von Talsohlen in tiefster Finsternis ist Geburtstort für neue Hoffnung. Dort, wo wir überhaupt nichts spüren können außer Verzweiflung. Dort, wo wir glauben, es wird nie mehr anders werden. Dort, wo alles zerbricht. An diesen Orten sind wir Gottes Herz immer am nähesten. An diesen Orten suchen wir ihn, klagen ihn an, klammern uns an ihn. Hoffnung ist keine rosa Wolke aus optimistischen Gedanken. Manchmal reicht Hoffnung nur von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. Sie ist kein billiges Versprechen, dass am Ende alles gut wird, aber sie ist eine Kapitulation vor der Liebe Gottes, die mein Leben immer und immer wieder auf Seine Weise rettet.

Und der Retter ist nah. So nah, dass er deinen Herzschlag kennt und achtet. So nah, dass er mit dir auf der Toilette heult und die Tafel Schokolade teilt . So nah, dass er deine widersprüchlichen Gefühle aushält. So nah, dass er deine Sorgen von deinem Herz ablesen kann. So nah, dass er zusammen mit dir wütend ist über den Zustand der Welt. So nah, dass er das Flickzeug bereit hält, um diese Welt und dein Herz und deine Beziehungen zu reparieren. Wieder und wieder.

Heute. Und auch noch in zehn Jahren.

 

Inspiration

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Alternativen für Adventsstressoren
(Weihnachtsmärkte, Feiern, Bastel- und Backmarathons):

  • Macht einen Winterspaziergang durch den Wald
  • Stell ein Vogelfutterhaus auf und beobachte die Vögel
  • Holt Weihnachtsbücher raus und macht eine Vorlesestunde
  • Kocht gemeinsam
  • Lade Freunde ein und bestellt Pizza
  • Erzählt Geschichten aus eurer Kindheit: Wie war Weihnachten damals?
  • Geht abends raus und seht euch die Weihnachtsbeleuchtungen an
  • Mach einen Kinoabend daheim
  • Schaue alte Fotoalben an (von vor 10 Jahren!)
  • Geh durch deine Vorräte und pack Päckchen für bedürftige Familien (Infos für die Aktion im Heilbronner Raum hier)

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Ausmisten::

Jetzt magst du mich fragen: Bist du komplett wahnsinnig geworden? Vor den Feiertagen ausmisten?

Yes, my friend – auch wenn ich kein Marie-Kondo-Fan bin: Du hast richtig gelesen!

Schnapp dir einen Wäschekorb und gehe damit zügig durch die Zimmer: Alte Bücher und CDs, verstaubte Bastelarbeiten, kaputte Stifte, ausgemalte Malbücher, ungenutztes Spielzeug – sammle alles ein. Stell dir das Handy, gib dir eine halbe Stunde. Wenn deine Kinder bereits größer sind und damit vernünftiger, beteilige sie an der Aktion.
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Demnächst liegen neue Schätze unter dem Christbaum und sie können keinen Ehrenplatz einnehmen, wenn sie in der Masse unseres angehäuften Besitzes verschwinden.

Fasten-Challenge

Ich lade Dich zur Fasten-Challenge in der dritten Adventswoche ein und dieses Mal wird es richtig hart. Das ist eine Nummer für die Hardcore-Faster unter uns: Zucker.

Jedes Jahr kann ich an Heilig Abend Plätzchen und Lebkuchen nicht mehr sehen. Dieses Jahr will ich mir den Appetit aufheben und deshalb in  der folgenden Woche auf Süßes verzichten. Bist du dabei?

 

Entertainment-Ecke

Für alle Fans von Tatsächlich Liebe…..Where are they now?

 

 


Einfach Advent

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Einfach Advent :: Teil 2

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Meditation

Zu jener Zeit ordnete der römische Kaiser Augustus an, dass alle Bewohner des Römischen Reiches behördlich erfasst werden sollten. Diese Erhebung geschah zum ersten Mal, und zwar, als Quirinius Statthalter von Syrien war.  Alle Menschen reisten in ihre betreffende Stadt, um sich für die Zählung eintragen zu lassen.
Lukas 2, 1-3

Wie mag es Dir wohl seit dem letzten Freitag ergangen sein? Als wir uns schworen, wir würden unseren Advent entzerren, entschleunigen und ein wenig revolutionieren? Vielleicht hast du öfter innegehalten. Deinen eigenen Herzschlag gespürt, deine Gedanken gehört, die Menschen um dich herum gesehen. Vielleicht fällt es dir noch schwer, loszulassen.

Ich will dir von meiner Woche berichten.

Sie war voll, laut, hochemotional und stressig.

Alles war ganz anders, als ich es geplant hatte. Und mein Handy hat in der letzten halben Stunde zehnmal BING gemacht, weil ich die Vorbereitung unseres Hauskreisabends versemmelt habe. Gott sein Dank sind wir ein spontaner Haufen mit hoher Frustrationstoleranz.

Während sich draußen Väterchen Frost alle Mühe gibt, mich im Turbogang in Weihnachtsstimmung zu versetzen, tobt in diesen hübsch geschmückten vier Wänden der ganz normale Wahnsinn mit Sahnehäubchen:  Plätzchen backen, einen Kindergeburtstag wuppen, Englischvokabeln pauken, Wutanfälle abfangen, Tränen abwischen, Dreck wegwischen, Emails auf die lange Bank schieben, verloren gegangene Reithandschuhe suchen. Und sich zwischendrin literweise Erkältungstee hinter die Binde kippen. Die lieben Infekte haben sich die falsche Jahreszeit rausgesucht. Muttersein mit dem verrückten Mental Load in der Adventszeit ist eine Sache, die wir gerade noch so zusammen mit Vanillekipferln und Heidesand gebacken bekommen. Aber dann noch on top ein Infekt ist…. nun tja…..eine Zwangsentschleunigung.

Aber da gab es die Zwischenräume:

Als ich spontan auf dem Heimweg bei einer Freundin klingelte. Ich wollte ihr nur kurz ein Päckchen Plätzchen vorbeibringen und daraus wurden 20 Minuten, die wir mit einem sehr gehaltvollen Gespräch und Kaffee füllten.

Als wir den gestrigen Kindergeburtstag bei klirrendem Frost mit einem Lagerfeuer beschlossen und die abholenden Eltern zum Glühwein einluden. Alle blieben länger ……

Als ich früher ins Bett ging und in eines meiner Lieblingsbücher versank.

Als ich vorgestern durch den Garten ging und Zweige vom Kirsch-, Apfel- und Quittenbaum pflückte und sie in eine Vase an mein Küchenfenster stellte.

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Als meine Kinder beschlossen, ihre alten Flötenkenntnisse zu entstauben und Weihnachtslieder zu spielen, bis uns die Ohren abfielen.

Als wir nach einem vollen, anstrengenden Tag abends nicht den Fernseher einschalteten, sondern „Hilfe, die Herdmanns“vorlasen.

Als ich am Wochenende in meiner alten Heimat mit Armin einen ausgedehnten Waldspaziergang machte.

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Als ich an selbigem Nachmittag mit Geschwistern, Nichten und Neffen um den alten Esstisch meiner Eltern saß und meine Mutter Plätzchenteller füllte und saure Gurken und Leberwurstbrote auf den Tisch stellte.

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Als ich heute früh realisierte, dass mein Instagram-Fasten das großartigste Geschenk dieser Adventszeit für mich ist, weil mein Kopf Klarheit gewinnt, mein Leben trotz seiner Fülle ruhiger und mein Herz weniger gehetzt ist. (Diese kleine App hat mein Leben stärker kontrolliert als ich es wahrhaben wollte. Sie hat mich vom richtigen Leben zu oft ferngehalten, weil ich damit beschäftigt war, mein Leben bühnenreif für Insta zu präsentieren.)

Der Gedanke der Zwischenräume stammt nicht von mir, sondern von dem Kalender: Der Andere Advent. Dort kam am letzten Sonntag Quirinius, der syrische Statthalter zu Wort. Von ihm wissen wir kaum etwas, nur dass er wohl eine Menge um die Ohren hatte mit Zahlen und Verwaltung und Ordnungsfragen und Druck von oben.

Man legte ihm u.a. folgende Worte in den Mund:

Verliert euch nicht! Oder anders gesagt: Findet euch wieder. Die Aufgaben werden nicht verschwinden. Aber die Zwischenräume könnt ihr weiten. Dass genug Raum ist für dich. Wie Gott dich gewollt hat. Mensch mit menschlichem Antlitz. Mit einem Herz, das hüpft vor Liebe. Mit Seele, richtig Seele. Und wachsendem Mut, den Frieden auszurufen und dass ein guter Stern über allem steht. 

Trotz bester Vorsätze passiert es uns, dass wir uns verlieren in den verwirrenden und engen Gassen unseres Adventsalltags. Wir dürfen aufhören, uns deshalb zu stressen, uns zu verurteilen. Es passiert uns allen. Aber gehen wir nicht achtlos an den kleinen Lücken vorbei, die sich auftun. So wie in engen Gassen sich manchmal ein kleiner Platz auftut, der einlädt zum Verweilen. Richtig schöne kleine Plätze mit einem Café und Geranien in Blumentöpfen und einem Straßenmusikanten. Lass dich für ein paar Minuten nieder. Lausche der Musik. Bestelle einen starken Kaffee und bitteschön auch das Stück Torte das dich anlacht. Nein, und lass das Handy stecken. Das ist kein Moment, den du mit der Welt teilen musst, denn er ist nur für dich.

Sauge dich voll mit Gottesgüte. Weite deinen Zwischenraum.

Und dann stürz dich wieder ins Getümmel.

Inspiration

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Backen::

Backen kann ein wunderbarer Zwischenraum sein. Mach dir Musik an, schenke dir einen Kaffe ein. Aber zu kompliziert und ausgefallen sollte es nicht sein, sonst verliere ich sofort die Lust. Auf eine Generalsanierung der Küche nach einer Backaktion kann ich ebenfalls verzichten. Und du sicher auch.

Ich verrate dir mein Lieblingsrezept, für das ich eine neue Methode gefunden habe:

Heidesand
250 g Butter
200 g Zucker
1 ordentliche Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
375 g Mehl

Zerlass die Butter in einem Topf bis sie braun wird. Abkühlen lassen (darf ruhig noch warm sein, aber nicht heiß). Dann mit Zucker und Salz cremig rühren. Am Ende esslöffelweise das gesiebte Mehl unterrühren.

So. An dieser Stelle formt man normalerweise Rollen, legt sie in den Kühlschrank und nach 3-4 Stunden schneidest du Scheiben ab und backst sie. Hier verliere ich die Nerven. Denn Heidesand bröselt. Und ich bin keine Feinmotorikerin. Du verstehst das Problem?

Ich verarbeite den Teig sofort ohne Kühlung: Nimm eine walnussgroße Portion, rolle sie zu einer kleinen Kugel, leg sie aufs Backblech und drück sie platt. Voila. Sozusagen eine Kreuzung aus alter deutscher Backtradition und amerikanischer Cookieherstellung.

Bei 170 Grad ca. 20 Minuten backen.

Dieser Heidesand ist GÖTTLICH!!

 

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Hand aufs Herz. Unsere Kinder ertrinken in Spielzeug („Mama, ich hab mal gezählt: wir haben jetzt 39 Schleichpferde!“). Wir können entweder verstärkt spielzeugfrei schenken oder gut erhaltenes Spielzeug z.B. in der Verwandtschaft zu Weihnachten weiter verschenken.

Hier meine spielzeugfreien Geschenketipps für Kinder:

  • Gutschein für Restaurant, Kino, Ballett, Theater, Zirkus
  • Zeitschriften-Abo
  • Gutschein für eine Übernachtungsparty
  • Gärtnerset (Samen, Schaufel, Pflanztöpfchen)
  • Schlittschuhe
  • Blumenpresse
  • Stirnleuchte
  • Rucksack
  • Bastelsachen: Knete, Fimo, Washi-Tape, Farben, Kalligraphie-Stifte, Stickset, etc.
  • Schal, Hausschuhe, Mütze, Handschuhe
  • Fotobuch
  • Taschenmesser, Schnitzmesser
  • Hängematte
  • Vogelfutterhäuschen
  • TrinkflascheIMG_2280_edited-1

 

Fasten-Challenge::
Ich lade dich zur  Challenge in der zweiten Adventswoche ein: Social Media.

Ich!kann!es!nicht!genug!empfehlen!

Deine Zwischenräume werden sich nicht mehr mit gehirnaufweichendem Scrollen füllen, sondern mit Freiheit und Ruhe. Versprochen!

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Motto der Woche

Erfreue dich an den Zwischenräumen::

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Entertainment-Ecke

 

 


 

Einfach Advent

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Einfach Advent :: Teil 1

IMG_0003_edited-1Endlich, endlich, endlich ist es soweit!

Schon die ganze Woche bombardiert mich mein Kopf mit Ideen und Texten für mein neues Blogprojekt. Ich freu mich ja so, dass du dabei bist! 

Und weil wir Advent dieses Jahr ganz einfach feiern wollen, leg jetzt dein Nudelholz, die zu entwirrende Lichterkette, den Terminplaner zur Seite, mach dir eine Tasse Tee und setz dich zu mir. Sperr die Kinder ins Spielzimmer, schließe die Tür, um das Küchenchaos nicht im Blick zu haben, stell das Telefon aus. Jetzt ist deine Zeit.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, den Advent wirklich zu feiern, zu entschleunigen und zu entrümpeln. Ganz viel Zeit will ich mit Freunden, mit Gott, mit den schönen Vorbereitungen verbringen. Und dann werde ich doch wieder von einer Flut an eigenen Erwartungen, Perfektionismus, Terminen, Erledigungen, Konsum davon geschwemmt und gerate drei Tage vor Weihnachten ins Zuckerkoma mit begleitender Hysterie.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Wollen wir gemeinsam aussteigen? Uns den Advent zurückholen? Zumindest zeitweise? Es dieses Jahr wirklich ein bisschen anders machen?

Natürlich können wir nicht komplett aussteigen, aber wir können uns kleine Nischen schaffen. Termine streichen oder erst gar nicht zusagen. Konsum minimieren. Ein bisschen hier und da fasten. Daheim bleiben. Uns nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich vorbereiten. Erwartungen auf ein realistisches Maß zurückschrauben.

Lasst uns eine adventliche Gegenkultur schaffen. Eine kleine Adventsrevolution!

Lass uns hier jeden Freitag vor Weihnachten treffen, Tee trinken, tief ein- und ausatmen, den Blick aus Wesentliche lenken und das Unwichtige wie altes Lametta abschütteln.

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Meditation

Einige Tage später beeilte sich Maria, ins Bergland von Judäa zu kommen, in die Stadt, in der Zacharias lebte. Als sie das Haus betrat und Elisabeth begrüßte, hüpfte Elisabeths Kind im Bauch seiner Mutter, und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt. (…) Etwas drei Monate blieb Maria bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zurück. 

Lukas 1, 39-41 / 56

Maria hatte vom Engel Gabriel erfahren, dass sie schwanger ist. Ein Teenager ist sie, an der Schwelle zur Frau. Altersmäßig nicht weit entfernt von meiner großen Tochter, die am liebsten den ganzen Tag mit Schleichpferden spielt und Geschichten hört. Ich muss mir das immer in Erinnerung rufen: Maria war fast noch ein Kind! Würde der Engel Gabriel heute einem 14-jährigen Teenager mit dieser Message erscheinen, wäre die Reaktion wohl so: „Alter, warte! Lass uns 1 Clip für TikTok machen!“

Gott mutet Maria das zu: eine Verheißung, die sich nicht immer leicht tragen lässt, die übersetzt für ihren Alltag viel Kummer und Anstrengung und Furcht bedeutet. Er wartet nicht, bis sie verheiratet, versorgt und ein finanzielles Polster angespart hat. Mitten hin wirft er sie ins Unfertige.

Ihre erste Handlung: Sie sucht sich eine andere Frau als Stütze. Ihre Cousine Elisabeth, die ebenfalls schwanger ist. Bereits im sechsten Monat. Sie bleibt drei Monate bei ihr und erfährt dort Trost und Zuspruch.

Ich bin jemand – und du vielleicht auch – die sich enorm schwer tut, um Hilfe zu bitten. Ganz im Gegenteil, in schwierigen Situationen tendiere ich dazu, mich zu isolieren. Als ich mit meinen Mädchen schwanger war, und auch die Zeit danach, schaffte ich alles alleine. Natürlich hatte ich einen Mann an der Seite, aber der war den Großteil des Tages auf Arbeit. Großeltern und Familie lebten weit entfernt. Wir waren neu am Ort. Und die ersten zarten Freundschaftsbande wollte ich nicht mit Hilfsanfragen zerreißen. Mir fehlte eine Elisabeth. Ein Ort, an dem man mich kannte. An dem ich mich fallen lassen konnte. Eine weise, ältere Vertraute, mit Güte in den Augen und Zuspruch auf der Zunge.

Ich habe heute nur eine Handvoll Freunde. Mein sogenanntes Home-Team. Die Art Freunde, die ich um 2 Uhr nachts anrufen kann, wenn die Bude brennt. Es sind nicht mehr als drei oder vier. Oder vielleicht auch nur zwei. Und das finde ich schon viel. Das sind Menschen, von denen ich ziemlich alles weiß und die so ziemlich alles von mir wissen. Und wir lieben uns trotzdem oder gerade deswegen.

Gute, gelingende Beziehungen sind ein totales Gegengewicht zu dem Schneller-Höher-Weiter unserer Zeit. Denn Beziehungen brauchen genau das Gegenteil: Zeit – Tiefe – Beschränkung.

Maria hat drei Monate bei ihrer Cousine verbracht. Ein Vierteljahr. Wer gelingende Beziehungen führen will, muss Zeit investieren. Sich auf eine oder zwei Personen konzentrieren und nicht auf 20.

Alles, was wir nicht mit Zeit oder Geld oder anderen wirtschaftlichen Messbegriffen benennen können, sind die echten Geschenke. Sie sind es, die Ewigkeitsrelevanz besitzen: Liebe, Freundschaft, Güte, Gerechtigkeit, Erbarmen, Fürsorge.

In der Adventszeit möchte ich immer tausend Leute einladen, Karten an alle, alle Menschen schicken, an jeden denken…(in der leisen, egoistischen Hoffnung, dass diese Menschen auch mir etwas Aufmerksamkeit zukommen lassen). Vielleicht braucht es auch hier: Zeit – Tiefe -Beschränkung. Vielleicht konzentrierst du dich dieses Jahr nur auf eine Person. Vielleicht musst du dieses Jahr toxische Bindungen kappen. Dir dein eigenes Hometeam suchen.

Ich glaube tatsächlich: Wenn ich eine Person im Blick behalte, dann habe ich die ganze Welt im Blick.

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Inspiration

Möchtest du an Weihnachten nicht alleine sein? Dann klink dich bei der Aktion „‚Keiner bleibt alleine“ ein. Tritt der Facebookgruppe bei, um Gastgeber zu finden.
Oder werde selbst Gastgeber für Mitmenschen, die Weihnachten sonst alleine in ihrer Bude hocken würden.

 

Übermorgen ist erster Advent. Stichtag für den Adventskalender. In den letzten Jahren haben diese Dinger Dimensionen angenommen, die den Wert eines Weihnachtsgeschenkes schon fast übersteigen. Ganz ehrlich? Eine Kleinigkeit pro Türchen genügt. Oder ein billiger Adventskalender vom Discounter deiner Wahl.Wenn du aber deine Kreativität an einem Adventskalender austoben willst, dann verschenke Zeit.

Neben Kleinigkeiten stecke ich meinen Kindern Zeit-Gutscheine in den Adventskalender.

Beispiele:

  • Weihnachtsmarktbesuch
  • Punschtrinken mit Vorlesestunde
  • Eine Rückenmassage
  • Gemeinsam einen Weihnachtsfilm anschauen
  • Bratäpfel zum Abendessen
  • Eine halbe Stunde länger aufbleiben
  • Freunde zum Adventskaffee einladen
  • Abendspaziergang mit Weihnachtsbeleuchtung-Gucken
  • Plätzchenbacken
  • Spieleabend
  • Girlande basteln
  • Gemeinsam musizieren
  • u.v.m.

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Tja, und dann steht ja schon Nikolaus vor der Tür. Auch hier werden schon lange die üblichen, kleinen Nikolausgaben vom allgemeinen Konsumrausch verdrängt und die Kinder mit ZUVIEL überschüttet. Auch wenn andere Kinder mehr bekommen und unser eigener Nachwuchs dann jämmerlich jammert, so steht uns allen etwas mehr Bescheidenheit gut an.Ein Stiefel reicht. Schoko-Nikolaus, ein paar Plätzchen und Lebkuchen, eine Tüte Süßigkeiten. Vielleicht noch ein Non-Foodartikel Bäm! Fertig.

Bei uns dieses Jahr im Stiefel:

Der echte Nikolaus
Nikolaus-Fruchtgummi 
Pflanzwürfel „Lebkuchenbaum“ 


Less Mess

Fasten-Challenge::

Fasten ist Entrümpelungskur für Kopf und Herz. Und da wir ja dieses Jahr Adventsgegenkultur betreiben wollen, lade ich dich ein zu Deinem ganz eigenen Fasten. (Ich selbst verkneife mir Instagram ab dem 1. Advent, und freu mich noch gar nicht drauf…)

Unsere Challenge in der ersten Adventswoche:

„Ich kaufe keinen neuen Dekokram.“
(Auch wenn er mich auf dem Adventsmarkt noch so anlacht.)

Ich bin sicher:  Ruhe wird in dein Leben fließen inklusive neuer Kreativität. Ohne den inneren Zwang, jemand anderen kopieren zu müssen. Ohne das nagende Gefühl, nicht zu genügen. Du wirst deine eigenen Gedanken hören. Und vielleicht sogar Gottes Stimme – beide müssen nicht mehr mit dem Lärm der Welt konkurrieren.

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Wenn es hektisch wird, krame ich wieder meinen Tagesplaner raus mit dem ich mich strukturieren und ganz bewusst kleine Nischen für mich einplane. Du kannst ihn hier ausdrucken.


Motto der Woche

Nutze, was du hast::

Was könntest du in der Adventszeit mit dem machen, was du bereits zu Hause hast?Getrocknete Orangenscheiben. Moos. Tannenzapfen. Rote Beeren. Kleine rote Äpfel. Walnüsse. Fichtenzweige. Alte Kuchenformen. Ausstecherle. Rotes Band. Alte Gesangbücher. Marmeladengläser. Filz. Salzteig. Schöne Äste. Zimtstangen. Holzkisten und -schubladen. Efeu. Wolle. Bilderrahmen.

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Entertainment-Ecke

Ich bin bekennender Fan der Landfrauenküche im Bayerischen Fernsehen. Im Advent gibt es eine Sonder-Edition. Entweder immer Montags im BR um 20.15 Uhr oder in der Mediathek.

Flashmobs haben ihre besten Tage lange hinter sich, aber diesen schaue ich mir jedes Jahr in der Weihnachtszeit wieder an und heule ein bisschen:

https://www.youtube.com/watch?v=SXh7JR9oKVE

Und auch dieses Video hat alle Jahre wieder seinen grandiosen Auftritt:

Christmas is the best…even at its worst:

 


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Familie, Weihnachten

10

IMG_0026.jpgDie letzten zehn Jahre waren die vollsten, erfüllendsten, herausforderndsten, arbeitsreichsten, beglückendsten und beängstigendsten Jahre. Vorübergegangen sind sie im Nu. Und dann doch wieder nicht. Da waren die quälend langen Tage mit Baby. In denen nie irgendwas passierte. Nur das allabendliche Schreikonzert von mehreren Stunden. Ich dachte, sie würden nie vorübergehen und das Leben, wie ich es kannte, sei für immer vorüber.

Ich hatte Recht mit meiner Vorahnung. Das Leben, wie ich es kannte, war tatsächlich vorüber und ist auch nie wieder zum Vorschein gekommen. Was hatte ich Angst – wollte das Alte nicht loslassen. Ja, wir konnten nicht mehr spontan den Rucksack aufschnallen und nach Peru fliegen. Und ja, ich machte traurig winke-winke Richtung Ausschlafen, straffen Bauchmuskeln und meinem kleinen Sportwagen.

Aber die Lektion ist immer die gleiche. Ich lasse das Alte los und werde neu. Kein Tod ohne Auferstehung. Diesen Prozess werde ich immer wieder in meinem Leben durchlaufen, doch nie war er bisher krasser als mit der Geburt meines ersten Kindes.

Ich blicke so dankbar zurück. Auf die letzten 10 Jahre….mit den eintönigen Babyjahren und deren Einsamkeit….mit dem Gesundschrumpfen meines Lebens…mit so vielen wunderbaren Menschen und neuen Freundschaften….mit dem Erlernen neuer Fähigkeiten….mit Reisen….mit Meilensteinen unserer Kinder…..mit Niederlagen und Erfolgen….mit dem Bau unserer Familie, die sich heute stärker denn je anfühlt.

So gehe ich jetzt in die Weihnachtszeit, mit einem angeschwollenen Herz, das zu gelegentlichen Sentimentalitätsausbrüchen neigt.

Wenn sich morgen Abend der ganze Trubel gelegt hat, wenn ihr den Stress des Krippenspiels, der erzwungenen? Familienidylle, des Essenvorbereitens, Geschenkeverpackens, Verwandtschaftsbesuchens hinter euch habt, dann geht vor die Tür. Dort ist es nie so still wie an Heilig Abend. Schaut zum Himmel. Sprecht ein Gebet. Glaubt einfach – so verrückt wie es auch klingen mag – dass Hoffnung bereits da ist. Dass sie seit 2000 Jahre hier ist und immer wieder neu begriffen werden darf.

Mag das Leben uns manchmal hart rannehmen und Altvertrautes uns entrissen werden, so dürfen wir glauben: Die Geburt in Betlehem war der erste Tag der Auferstehung. Und diese dauert bis heute an.

Ich wünsche euch allen ein Fest, an dem ihr etwas von dieser Hoffnung schmeckt!

Frohe Weihnachten, meine Lieben.

 

Familie, Hausrenovierung, Weihnachten

Bye bye 2017!

IMG_3877_edited-1Bei uns fangen die Feiertage immer zwei Tage vor Weihnachten an. Da hat Amelie Geburtstag und ein bisschen feiere ich an dem Tag auch immer den Beginn meiner Reise als Mutter. „Ich kann es nicht fassen, dass ich jetzt 9 bin!“ rief Amelie gestern gefühlte 100 Mal mit ungläubiger Stimme. Ich auch nicht, mein Kind. Ich auch nicht. Mein größter Sehnsuchtswunsch – ein Kind – lag vor 9 Jahren unter dem Christbaum. Alles änderte sich mit unserem ersten Kind. Und ich selbst änderte mich am meisten. Die wichtigste Lektion, die ich in den vergangenen 9 Jahren gelernt habe: Ich schaffe mehr, als ich mir zutraue. In mir ist immer die Kraft, mit der ich die Wehen ausgehalten und ein Baby aus mir rausgepresst habe.

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Auch das vergangene Jahr hat mich genau in diesem Lernprozess bestärkt. In mir ist immer mehr Kraft, als ich denke. Vorhin saßen Armin und ich nach getaner Arbeit vor dem Kaminfeuer und redeten darüber, was wir dieses Jahr alles mit unseren Händen und Köpfen kreiert haben:

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Ein Haus planen und renovieren (nicht alleine – aber es blieb genug Arbeit an uns hängen), den Garten begehbar machen, Möbel und Türen restaurieren, Elektrik einbauen, 100 Kisten packen, einen Umzug organisieren, Möbel aufbauen und transportieren, Lampen und Regale montieren, Kisten auspacken, einrichten, Handwerker bewirten und beherbergen, Bäume beschneiden, unendlich viele Fahrten zur Mülldeponie, Beete anlegen, Büsche ausreißen, einen Ofen einbauen, Kleider und Vorhänge nähen, einen Schreibtisch bauen, eine Feuerstelle errichten. Und nebenbei der ganz normale Alltag mit Kindern und Haushalt und Schreiben und Freundschaften und Eingewöhnen am neuen Ort. 

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Ich müsste ausgelaugt sein, am Ende meiner Kräfte, reif für die Mutter-Kind-Kur, die wohl erst im nächsten Sommer folgen wird. Es gab immer wieder Phasen, in denen ich am liebsten zusammenbrechen wollte. Aber hier und heute? Ich fühle mich stärker als noch vor einem Jahr. Mir meiner eigenen Möglichkeiten und Stärken sehr viel bewusster. Aber auch demütiger, weil wir weit weniger geschafft haben, als geplant. Dankbar und innerlich im Frieden, weil wir am richtigen Ort sind.

Es gibt viel zu tun. 2018 werden wir das Dach ausbauen. Ich möchte den Garten weiter anlegen, so dass wir im Sommer endlich wieder selber ernten können. Das Haus braucht einen Anstrich, genauso wie die Garagentore und die Haustür.

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Aber jetzt feiern wir erstmal. Ruhen. Machen hier und da kleine Spaßprojekte (wie die Katze, die Josefine und ich für Amelies Geburtstag nähten). Werden lesen und Brettspiele spielen und Musik und Nickerchen machen. Ach, ich liebe Weihnachten. Die geistliche wie auch die völlig weltliche Seite.

Habt auch ihr schöne, ruhige Weihnachten.Schöpft Kraft und Hoffnung! Und seid gesegnet im neuen Jahr!

 

Familie, Weihnachten

Sturmtief

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Es gibt Tage, an denen ist das Schließen der Kinderzimmertüren und die anschließende Ruhe die allergrößte Erlösung. Ihr hättet gerade den Freudensprung sehen müssen, den ich vollführt habe. Kein Dora-the-Explorer-Geplärre, keine epischen Handtuchschlachten und Badezimmerüberflutungen, keine geschwisterlichen Zusammenstöße, kein Türenschlagen, keine Tonleiterübungen, kein Bitteln und Betteln um eine weitere Geschichte. Nur süße, watteweiche Ruhe. Bis auf den Sturm, der seit Tagen im Kamin heult.

Den Bilderbuch-Advent haben wir heute nicht erlebt. Aber den gibt es ja sowieso nicht – das ist ein Idealbild, welches uns die grenzdebile Milkawerbung untergejubelt hat. Stattdessen jede Menge Anfälle. Meinerseits. Und kinderseits. Chaos, das sich in alle Winkel dieses Hauses ausdehnte, wenn ich nicht höllisch aufpasste. Alle paar Stunden habe ich zum Wegräumen von Schulsachen, Verkleidungskram und Bananenschalen trompetet. Hat wenig genützt. Meine Kinder sind wie Ameisen. Völlig taub. Aber leider nicht so uneigennützig fleißig. Ab wann verliert ein Mensch eigentlich seinen kindlichen Egozentrismus? Wächst man da überhaupt je wirklich raus? Ich frage mich an solchen Tagen, wie ich meinen Kindern beibringen kann, dass sie nicht das Zentrum des Geschehens sind. Aber erstmal sollte ich mir für diese Erziehungsmaßnahme ein besseres Timing als die Weihnachtszeit suchen. Herrje, die Überhäufung an Geschenken und Events. Fördert ja mal gar nicht die Anspruchshaltung.

On top gab’s dann noch ein paar vorpubertäre Rotzigkeiten, die mir echt den Tag vermiest haben. Wenn mir die Worte an den Kopf knallen und dort explodieren, dann kann ich das überhaupt nicht cool abtun oder ignorieren. Ein Kind muss lernen, was es darf und was nicht. Familie ist die kleinste Zelle der Gemeinschaft, Kinder müssen hier fit werden für den Umgang mit Menschen in ihrem Umfeld. Sie dürfen hier ausprobieren. Aber bei Grenzüberschreitungen gibt’s halt Konsequenzen. Ja Mann, wir sind echt altmodisch, verhängen Strafen und so. Ist ja heutzutage total verpönt und total anti-attaching. IMG_9990_edited-1

Nachmittags hab ich mich aus dem Haus geschlichen, weil ich dringend frische Luft brauchte. „Lass sie doch die Bude abbrennen“, dachte ich mir und ließ mich vom Sturm durchpusten. Manchmal braucht man räumlichen Abstand, eine Fuhre kalter Luft und etwas Vitamin D, um wieder auf den Anderen zugehen zu können. Also wanderte ich eine Weile durch den Garten, entdeckte einen entwurzelten Baum, bewunderte mein erstes Permakultur-Beet und Armins meisterliche Erweiterung des Kaninchenstalls.

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Nein, dachte ich, als ich so gegen den Wind anstapfte. Advent ist echt kein süßliche Idyll, sondern die Zuversicht, dass es mitten im Sturm Hoffnung gibt. Die Umstände sind selten  ideal und so oft mehr Mühseligkeit als Lebkuchen-Jingle-Bells-Welt. Unsere Versuche das Leben, Weihnachten, die Erziehung unserer Kinder zu meistern, sind eher unbeholfen als meisterlich. Aber ich hoffe auf den, der Meister alles Lebens ist und an Weihnachten ebenfalls als unbeholfenes Kind in die Welt gekommen ist. Mitten hinein in den Sturm.

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