Familie, Gedanken, Glaube, Schreiben

Ein Rezept für Lebensstürme

IMG_6085Der Weihnachtsglanz ist abgeblättert. Zurück bleiben ein paar Tannennadeln hinter der Truhe und Ernüchterung. Different year, same situation.

Nicht nur das Auto braucht dieser Tage am Morgen eine Anwärmphase, auch wir Menschen, die in diesem Haus wohnen und nun der normalen Alltagsroutine anheim fallen. Es wachen keine kleinen Mädchen mehr auf mit großem Kuschelbedürfnis, sondern grummelige Teenager. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich zum Beginn der Pubertät das Gehirn gewaltig umbaut. (Sind Neurolog*innen hier? Könnt ihr das bestätigen?)

Dieser Umstand könnte erklären, warum Teenager das Gedächtnis einer 100-jährigen Omi haben. Die Vergesslichkeit führt Krieg gegen uns und sie kämpft mit brutalen Waffen. Nicht nur meine Kinder sind betroffen, auch ich. Dank an die Wechseljahre. Letztens saß ich doch fünf Minuten auf der Couch und versuchte mich an den Namen einer lieben Freundin zu erinnern. Ich wollte ihr eine Nachricht schreiben, wusste aber nicht, unter welchem Buchstaben ich sie in meinem Handy suchen sollte. Ich durchforstete panisch jeden Winkel meines Kopfes nach ihrem Namen: Andrea, Sabine, Ruth, Pamela? Alles falsch. (Kann man Gehirnschmerzen vom Nachdenken bekommen? Neurologe*innen, könnt ihr das bestätigen?) Ich ging dann das Alphabet durch, in der Hoffnung, dass der entsprechenden Buchstaben die Lösung brächte. Hat funktioniert.

So viele Dinge können uns Angst machen:

Ein nachlassendes Gedächtnis
Veränderungen in der Familie
Eine Diagnose
Der Klimawandel
Ein neuer Lebensabschnitt
Die Unsicherheiten, die uns schon seit zwei Jahren anhaften
Ein Jobverlust
Dinge, die außerhalb unserer Wirkungskraft einfach passieren
Zerbruch von Beziehungen

Das alles sind keine Ausnahmen, sondern Nebenwirkungen dieses verrückten, zerbrochenen Lebens, das wir alle leben. Nur dumm, dass wir dazu weder unseren Arzt noch Apotheker befragen können. Diese können uns zwar chemische Rezepte gegen die Angst an die Hand geben, aber keine Lösungen. Und vielleicht soll die Angst auch gar nicht gelöst werden. Sondern anvertraut werden. 

Die Lebensstürme nicht stillen, sondern in ihnen die göttliche Hand ergreifen. Wie auch immer das für dich aussehen mag.

Für mich sieht das dieser Tage so aus:

Mitten in diesem Sturm bin ich ruhig in dir. Ich bete nicht so sehr für einen glücklichen Ausgang, sondern für inneren Frieden, was auch immer kommen mag. Ich bete, dass ich meine Waffen niederlege, mit denen ich auf die Angst schieße und stattdessen deine stilleren Werkzeuge in die Hand nehme: Geduld, Erbarmen, Großzügigkeit, Demut, Wahrheit und Liebe.

Ich hoffe, ich vergesse dieses Gebet nicht wieder.

Aber gegen das Vergessen hilft das Aufschreiben.

Was ich hiermit getan habe.

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Bücher, Schreiben

Geschenkideen und meine Links der Woche

Normalerweise wäre ich jetzt on tour. Bei irgendeinem Frauenfrühstück. Oder in Vorbereitung auf das nächste. Und ja, ich vermisse die Begegnungen, das Mitteilen meiner Gedanken und Erfahrungen. Aber andererseits war mein Haus nie sauberer als in diesen Tagen. Ist doch was, oder?

Aber damit wir uns wenigstens virtuell an meinem Büchertisch treffen können, biete ich euch eine versandkostenfreie Woche ab kommendem Montag, den 16. November an. Ihr könnt schon jetzt eure Bestellung platzieren – es dauert dann halt nur ein bisschen. Ich bin im Vergleich zu Amazon leider eine lahme Ente.

Aber dafür lege ich noch ein Schmankerl on top:

Die ersten 10 Besteller bekommen eine Grußkarte von mir mit in ihr Päckchen.

Schreib mir einfach über das Kontaktformular eine Nachricht, teile mir deine Bestellung, Adresse und Zahlungswunsch (Paypal oder Überweisung) mit.

Was lacht dich an?

Mein Planer 2021

Der „Heilige Alltag“

Eine Portion Optimismus mit „Hoffnung leuchtet“

Viele Ideen für junge Familien

Ein Buch für Menschen, die Essen, Tischgemeinschaft und Kochen lieben

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Ich hab noch ein Extra-Schmankerl für dich. Meine Links der Woche:

Mein Online-Elternseminar „Slow Down – Wege der Entschleunigung“

Der Podcast „Wort und Fleisch“ von Thorsten Dietz und Martin Christian Hünerhoff. So. viele. Aha-Momente!

Mein Dauerbackground dieser Tage (ich vermisse Regen!): Rainy Day in Coffeeshop

Die unglaubliche Nandi Bushell (10 Jahre) an ihren Drums

Die Tricks der Waschmittelindustrie

Mit Efeu Wäsche waschen

Aus alten Stoffresten etwas Neues machen

Carolin Kebekus über Unsichtbare Frauen

Gedanken, Schreiben

Tag 5 – Bücher können retten

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Heute Nacht bin ich um 4 Uhr aufgewacht, wälzte mich unruhig hin und her. Draußen war es stockfinster, der Regen fiel vom kalten Himmel. Die Stunden vor dem Sonnenaufgang sind immer die dunkelsten. Der Geist ist bereits wach und die Sorgen wiegen schwerer als am Tag. Ich wusste, so schnell würde ich nicht wieder einschlafen und griff wahllos nach einem Buch von meinem gigantischen Bücherstapel auf meinem Nachttisch. Die Wahl fiel auf das neue Buch vom wunderbaren Tomas Sjödin: Beginne jeden Tag wie ein neues Leben. 

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Manchmal, glaube ich, spricht Gott durch Bücher. Er spricht auch durch die Pflanzen in meinem Garten, durch meine Katze, durch Apple Pie, Umarmungen, durch die ersten Sonnenstrahlen am Morgen. Aber heute nacht waren es diese Worte:

„Ich übe mich darin, der Dunkelheit standzuhalten, indem ich mich morgens mit meinem Kaffeebecher eine Weile in den Sessel meines vollkommen dunklen Arbeitszimmers setze. Jeden Tag. Im wechselnden Jahreslauf sitze ich manchmal durchgehend im Dunkeln und manchmal durchgehend im Hellen. Aber an den meisten  Tagen kann ich die Morgendämmerung verfolgen. Sie verkündet, dass die Dunkelheit am Ende immer als Verlierer dasteht. Immer.“

Diese wahren Worte beruhigten meine aufgescheuchte Seele und ich konnte das Licht löschen, in die Dunkelheit zurücksinken und schlafen.

Wollen wir uns dieser Tage daran erinnern, dass die Dunkelheit nicht das letzte Wort hat? Wollen wir alle ein bisschen mehr zusammenrücken, Licht leuchten lassen?

Morgen will ich das für euch tun. 

Bei meiner Live-Lesung meines neuen Buches "Hoffnung leuchtet"

Von meiner Couch zu deiner Couch

Um 16:30 Uhr gehe ich live auf Facebook

Und um 17 Uhr live auf Instagram

Bist du dabei?

Facebook_Lesung_edited-2Ich eröffne hiermit auch meinen Online-Büchertisch. Da ja einige Veranstaltungen dieses Frühjahr anstanden, habe ich Kartons über Kartons meiner eigenen Bücher bestellt, die jetzt darauf warten, an die Frau, an den Mann gebracht zu werden. Gerne auch mit persönlicher Signatur!

Wir machen das einfach folgendermaßen- ganz unprofessionell und persönlich (eine Shopfunktion habe ich leider nicht):

  1. Du schreibst mir über das Kontaktformular. Bitte gib an, welchen Titel du wünscht, die Anzahl, Adresse, ob mit oder Signatur.
  2. Bezahlung: Du kannst entweder per Paypal oder Überweisung zahlen. Bitte gib an, welche Zahlungsart du wünschst und ich schick dir die entsprechenden Daten.
  3. Nach Zahlungseingang schicke ich dein Buch auf den Weg.
  4. Bitte rechne damit, dass der Postweg etwas länger dauern kann. Ich arbeite leider nicht in amazonmäßiger Geschwindigkeit 🙂
  5. Zum Buchpreis kommen noch Versandkosten von 1,90 Euro.

 

Ich freue mich auf Dich!

 

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Familie, Gedanken, Haushalt, Hobbies, Schreiben

Januartage

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Ich sollte mich nicht mit meiner pferdehaarbedeckten Leggins aufs Sofa schmeißen.

Tu ich aber.

Ich bin zu müde, mich umzuziehen. Außerdem möchte ich dieses kurze Zeitfenster zwischen Pferdestall und Abendessen nutzen und mich meinem Blog widmen.

Sauge ich halt morgen das Sofa. Oder übermorgen. Sei’s drum. Mein Blog ist mir im Moment wichtiger. Und das Schreiben sowieso.

Was füllt meine Januartage so dermaßen aus, dass ich nicht mal Zeit für einen kurzen Hosenwechsel habe?

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Nun, es ist wieder Schulalltag eingekehrt und damit Vokabelabfragen, Fahrtdienste, Klavierüben, AGs, Diktatüben. Und und und. Einst meinte ich vermessen, dass ich nie eine von diesen überengagierten Müttern sein würde, die mit ihren Kindern paukt. Das mag daran gelegen haben, dass ich mit verklärten Augen meine Kinder als Selbstläufer sah. Aber, wie 99% aller deutschen Kinder auch, sind sie normales, gesundes Mittelmaß. Nun darf ich meine kümmerlichen Mathefähigkeiten auffrischen und die Innereien eines Rindes kennenlernen (natürlich nur auf dem Papier).

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Meine Kinder sind neuerdings Vegetarier. Ich stehe in der Küche, zerbreche mir den Kopf und koche ausgewogene Mahlzeiten. Also: Kartoffelbrei und Süßkartoffelpommes. Nein, ihre Geschmackspalette hat sich durchs Vegetariertum nicht erweitert, wie man meinen möchte. Die Mädchen lassen einfach nur das Fleisch weg. Und mein Curry muss ich weiterhin alleine löffeln. Immerhin ist ofenwarmes Brot eine Mahlzeit, bei der es kein Murren und Wehklagen gibt. (Unser neues Lieblingsrezept mache ich ganz simpel und fix im Bräter)

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Einige Tage habe ich bei meinen Eltern verbracht (ganz am Ende der Ferien, als ich dringend Urlaub von meiner Familie brauchte. Ich liebe sie wirklich. Aber….ach, wer selbst Kind und Mann hat, weiß Bescheid). Ich hatte vergessen wie es sich anfühlt, einfach nur Tochter zu sein. Nicht Partnerin, nicht Mutter, nicht Freundin. Nur ich. Exquisit!

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Ich habe das Arbeitszimmer meines Vaters blockiert, die Aussicht auf Felder und Wälder genossen und geschrieben. Mein Planer für 2021 musste fertig werden. Und nun bin ich bis über beide Ohren beschäftigt mit einer neuen Buchidee und meinem Buch „Hoffnung leuchtet“, das in wenigen Wochen auf den Markt kommt.

Schmeiß noch meinen Book-Club, Hauskreis, Kindergeburtstag (oh, wie ich 11-Jährige liebe!!!), Renovierungsprojekte (Kellerstreichen) in den Mix und die Minuten auf der Couch und Laptop schrumpfen zusammen.

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Aber das ist wohl dem Jahresanfang und seinem Schwung geschuldet, mit dem er forsch daher kommt. Nein, ich habe mir nichts vorgenommen. Ich nehme das Leben wie es kommt und finde mein altes Ich eigentlich ganz knorke. Aber es kribbelt mir in den Fingern und im Kopf. Ich sehne mich nach einem neuen Strickprojekt, nach Näharbeiten, nach Bewegung im Freien, nach Gartenarbeit, nach der ersten Aussaat. Ich sehne mich danach, all meine Ideen und Worte und heilige Wut aufs Papier fließen zu lassen. Ich sehne mich nach tiefen Beziehungen. Ich sehne mich nach innerer und äußerer Gesundheit.

Ich nehme den Schwung mit in meine Januartage. Und zwischendrin parke ich einige Minuten auf dem Sofa. Pferdehaare hin oder her.

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PS: Am 17. Januar um 19:30 Uhr bin ich in Oberjesingen beim Ladiespoint mit dem Thema „Zugangswege zu Gott – Leben in geistlicher Vielfalt“

Und am 22. Januar bin ich um 9 Uhr bei der Atempause in Wolpertshausen mit dem Thema: „Was uns Frauen stark macht“

Bücher, Bilder, Dankbarkeit, DIY, Familie, Garten, Gedanken, Glaube, Listen, Reisen, Renovierung, Schreiben

Meine Zehnerjahre

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Ich – mit Durchblick und skinny Schal- vor zehn Jahren

Zeit ist etwas Wunderbares, wenn ich sie vertrödeln kann. Wenn sie sich dehnen lässt und am Ende immer noch genug übrig ist, um mit der Familie Brettspiele zu spielen oder Filme zu sehen. Nach Weihnachten verlangsamt sich die Zeit und folgt damit einem mysteriösen Naturgesetz, das keiner beweisen aber doch jeder fühlen kann. Es sind mir die schönsten Tage im ganzen Jahr.

Ich habe mein Arbeitszimmer ausgemistet (nicht weil ich es plante, sondern weil ich plötzlich richtig Lust darauf hatte). Stunden verbrachte ich mit Büchern und Strickzeug auf der Couch. Ein Puzzle liegt angefangen auf unserem Esstisch. In den Kinderzimmern spielen Wollmäuse Verstecken unter den Betten. Das Putzen habe ich auf die erste Schulwoche verschoben. Zwischen den Jahren plagt mich kein schlechtes Gewissen. Lieber fülle ich Seite um Seite in meinem Tagebuch mit Rückschau. Mit Staunen habe ich bemerkt, dass ein weiteres Jahrzehnt dem Ende zugeht und die 20er Jahre anklopfen.

Global betrachtet war dies ein Jahrzehnt, in dem die Weltordnung ins Wanken geriet. Das Gefühl am Ende dieser Dekade ist eines, das sich wie Götterspeise schwer fassen lässt. Man möchte Weltenflucht betreiben, vorher aber noch kurz der AfD und Donald Trump ans Schienbein treten und empfindet doch eine sehr große Verwirrung über die guten alten Werte „richtig“ und „falsch“, die vor meinen Augen verschwimmen, wie die Buchstaben auf meiner Tastatur (ich finde meine Brille diesen Morgen nicht).

Aber die Zehnerjahre privat betrachtet – nun, das ist eine ganz andere Geschichte. Wir erleben viele Tage und Lebensabschnitte so, als würden wir auf der Stelle treten. Als würde sich nie etwas ändern! Und erst in der Retrospektive siehst du die Berge, die du gemeistert hast, die Täler, aus denen du wieder herausfandest, die fruchtbaren Gärten, in denen dir Rast geboten wurde. Magst du mit mir zurückblicken?

Ohne Plan und mit vielen Fragen stand ich da im Dezember 2009, absolut ahnungslos, was mich erwarten würde. Ich bin kein großer Planer, sondern lasse das Leben passieren und greife zu, wenn eine Idee vorbeiflattert und sich Möglichkeiten bieten. Das Scheitern, ja das darf auch eine Möglichkeit sein, denn das Hinfallen tut weit weniger weh als ewiger Stillstand.

Mein Rückblick:

Ich bin Mutter einer zweiten Tochter geworden UND habe die Baby- und Kleinkindphase mit einen Minimum an Schlaf überlebt.

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Unsere Ehe ist bewahrt geblieben durch Stürme und Täler hindurch.

Ich habe 20 Kilo ab- und wieder zugenommen. Den Teufelskreis der Diäten habe ich für immer hinter mich gelassen, wie auch meine Waage und übe mich in radikaler Selbstliebe.

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Wirklich gute neue Freunde sind in mein Leben getreten. Und siehst du, das hätte ich nie zu träumen gewagt.

Freunde haben mein Leben verlassen.

Wir haben ein Haus gekauft und renoviert und schlagen zarte Wurzeln an einem neuen Ort.

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Mir wurde die Kolumne in der Family angeboten, die ich nun seit sieben Jahren schreibe.

Ich habe vier Bücher geschrieben (wann, so frage ich mich, WANN und WIE??). Und einen Jahresplaner konzipiert.

Meine extreme Bühnenphobie ist verschwunden und nun bin ich als Referentin unterwegs und liebe es.

Ich habe ein gut gehendes Fotobusiness aufgebaut und nach ein paar Jahren wieder eingestampft.

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Es war ein Jahrzehnt des großes Lernens.
Stricken, Nähen, Quilten, Sticken, Brot backen, Einwecken, einen neuen Garten anlegen, Kleidung reparieren, Photoshop, meine eigene Businessfrau sein, Kosmetik selber machen, reden vor vielen Menschen, Yoga.

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Ich habe unendlich viel Zeit mit meiner größten Liebe verbracht: Bücher. Diese Autoren hatten es mir angetan: Henri Nouwen, Ruth Pfau, Anselm Grün, Anne Lamott, Wendell Berry, Sarah Bessey, Frederick Buechner, Jen Hatmaker, Amanda Soule, Donald Miller, Rachel Held-Evans, Shauna Nieqist, Tomas Sjödin, Martin Schleske, Christina Schöffler, Jennifer Zimmermann und so viele andere!

Ich bin trotz und mit Kindern viel gereist: Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Polen, USA, Israel, Holland.

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Mein Glaube hat sich gewandelt. Ich bin  ausgestiegen aus meiner alten evangelikalen Welt und einiger ihrer Weltanschauungen. Früher war ich mir so sicher, wie Gott ist und wie er zu wirken hat. Heute bin ich das nicht mehr und mein Glaube hat sich auf Jesusliebe reduziert.

 

Wo auch immer du heute bist – innerlich und äußerlich – so wünsche ich dir, dass du mit hoch erhobenem Kopf und Hoffnung im Herzen in das neue Jahrzehnt gehst. Dass du bewahrt bleibst vor großem Schaden und harten Herzen und Humorlosigkeit. Gott segne deine Wege über Berge und durch Täler. Durch Wüsten und fruchtbare Gärten. Bis du endlich dort bist, wo du wirklich hingehörst.

 

Ich kenne dein zurückliegendes Jahrzehnt nicht, aber ich würde mich freuen, wenn du mir in den Kommentaren ein paar Schlaglichter nennst. 

 

 

 

 

Ehe, Schreiben

Postkarten aus Straßburg

Nun leben wir in unserem beschaulichen Flecken seit mehr als 10 Jahren und erst seit letztem Wochenende ist mir bewusst, WIE NAH eine der bemerkenswertesten Städte Europas liegt!

Armin und ich folgten dem Nahreisen-Trend und verbrachten drei Tage in der elsässischen Stadt (unsere Kinder sind eine Woche auf Freizeit). Ich war vom ersten Moment an verliebt. In die Stadt. Und in meinen Mann. Und in Creme Brulee, Macarons, Zwiebel-Quiches. In das Münster, von dem man vorher als verwöhnter Europäer lakonisch meint: „Ach, halt eine weitere alte Kirche….“ Und dann biegt man ums Eck und verstummt. Kommt alle paar Stunden wieder. Betrachtet nachts mit 5000 anderen verstummten Touristen eine Lichtershow auf der Liebfrauenmünster-Fassade. Kann es nicht fassen, zu welchen Leistungen der Mensch in der Lage ist.

Mit Brioches und Baguettes und einer vollen Speicherkarte im Gepäck sind wir zurück. Das mondäne Lebensgefühl bröckelt bereits angesichts der Wäsche, des zu mähenden Rasens, des vollen Katzenklos. Also erstmal einen Becher Café au Lait. Und ein Stück Brioche.

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Schreiben

Schweigezeit

Hallo Ihr Lieben,

der Blog setzt die ersten Spinnweben an. Aber er muss zurzeit pausieren. Erst hat mich ein Darmvirus ausgeknockt und kaum stand ich wieder auf meinen zwei Beinen, zog eine richtige Grippe den Teppich unter selbigen weg. Nun liege ich im Bett, akzeptiere meine Grenzen, die Langeweile, das Fieber und unerträgliche Gliederschmerzen. Ich hatte ganz vergessen, was für eine b*tch die Grippe ist. Ach ja, und mein Arzt ist im Urlaub. Vielleicht hilft ja Zero Sprite, das ich literweise in mich reinkippe?

Ich werde noch einige Zeit brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen. Bis dahin – macht es gut, alaf und helau.

Dressember, Schreiben

Neues Profil

Das neue Profil meines Blogs fühlt sich noch ungewohnt an. Als würde ich ein ganz neues Kapitel aufschlagen. Aber es war so eine Art vorgezogener Frühjahrsputz, den ich dringend gebraucht habe. Mein Blog hat sich die letzten 8 Jahre kaum geändert und in letzter Zeit wusste ich eigentlich nicht mehr so recht, in welche Richtung ich blogge. Meine Kinder sind aus der Nummer ein Stück weit rausgewachsen, wollen ihre Privatsphäre und irgendwann ist es auch mal gut das x-te Mal über Kreativprojekte zu schreiben. Ich spüre, dass ich einen anderen Lebensabschnitt betrete – der zwar immer noch stark von meinem Muttersein geprägt ist – aber nicht ausschließlich. Da lasse ich lieber den freshen Mom-Bloggern den Vortritt, die mittendrin im Windelchaos stecken.

Bruchstücke meines Alltags werde ich trotzdem gerne hier reflektieren. Dazu gehört meine Familie. Sie wird immer ein Teil meines Blogs bleiben. Aber da ist soviel mehr.

Dressember zum Beispiel!!! Aber vorab: Heute nerve ich euch zum allerletzten Mal mit meinem Anliegen. Hochheilig versprochen. Aber bitte lest bis zum Schluss durch – das wär mega.

Bis zum 31. Dezember (morgen – huch!) läuft die Aktion gegen Zwangsprostitution und Sklaverei noch. Gestern hab ich mir sogar ein schickes Kleid zugelegt, das ich gerade trage. Aber da ich meine Kamera vergessen habe (bin bei meinen Schwiegereltern), gibt’s kein Bild. Sorry!

Bisher sind 1.428 US Dollar zusammengekommen. Mir bleibt echt die Spucke weg! Tausend Dank!!

Überambitioniert wie immer hab ich ein Spendenziel von 2000 US Dollar gesetzt.
Ich würd mich riesig freuen und ein kleines Feuerwerk entzünden, wenn noch etwas dazu kommt!

Hier der Link. 

Insgesamt sind bis heute für die Aktion weltweit über 1600 Millionen US Dollar gespendet worden. Danke, dass Ihr ein Teil davon seid!

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Ich trage übrigens nicht nur im Dezember Kleider – sondern auch sonst sehr sehr gerne. Darunter kann man soviel verstecken: Schokoriegel vor den Kindern, verhunzte Tattoos, Bauchweg-Unterwäsche. Hier an meinem 40. Geburtstag…..

 

 

 

Familie, Freundschaften, Gedanken, Haushalt, Musik, Schreiben

Ein Klavier, Bücher und Sonstiges

IMG_3569_edited-1Eigentlich müsste ich jetzt schnell zum Supermarkt (kein Klopapier mehr!) und danach die Fenster putzen (Fruchtfliegeninvasion!). Aber es ist gerade so schön ruhig, ich kann das Wochenende nahen fühlen und in mir klingt diese Woche nach, die aufgeschrieben werden will. Also lasse ich mich auf meinen Lieblingsplatz am Fenster nieder, sehe den Bäumen zu, wie sie ihr Laubkleid ändern, trinke eine Tasse Tee und blicke zurück.

Es war eine richtig gute Woche, vollgestopft mit Menschen und Lärm und Musik und Büchern und Erkenntnissen und Arbeit. Ich habe natürlich wie immer nicht alles geschafft, was ich zu Wochenanfang geplant hatte. Die Terrasse wartet seit Wochen (ha, eigentlich Monaten) darauf, fertig gestrichen zu werden. Ich hoffe, dass sie nicht unter unseren Füßen wegfault. Vielleicht mache ich mich morgen an die Arbeit. Oft ist nur der erste Schritt – die Überwindung! – das Schwerste. Danach läuft’s wie am Schnürchen, weil man seinen Rhythmus gefunden hat. Das gleiche Prinzip gilt fürs Schreiben. Jeden Vormittag sitze ich nun wieder am Schreibtisch, brüte über Ideen und warte auf die Muse, die selten vorbei kommt. Manchmal schaffe ich drei Seiten. An anderen Tagen drei Sätze. Und die sind manchmal noch nicht mal gut. Schreiben ist 90% Disziplin und 10% Inspiration. Soviel habe ich mittlerweile gelernt. Es ist kein glamouröses Leben.

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Aber wenn mich die Muse im Stich lässt, setze ich mich neuerdings ans Klavier und spiele eine Runde Beethoven oder Bach. JAAAA!!!!! Wir haben endlich ein Klavier!!!! Armin und ich haben seit Jahren darüber geredet, wie es denn wäre, so ein superschickimicki Instrument im Wohnzimmer stehen zu haben. Am Dienstag klingelten die Spedition-Männer an der Haustür und hievten das Klavier meiner Eltern in unser Wohnzimmer. Wir waren ein bisschen in der Versuchung eines  Loriot-Reenactments (Ein Klavier, ein Klavier!), aber ich war zu dem Zeitpunkt gar nicht daheim – nur Armin.

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Unsere Freude über das Klavier ist aber ganz und gar nicht so unter-enthusiastisch wie in dem Loriot-Sketch. Im Gegenteil. Die meisten Kämpfe dieser Tage? Wer wann ans Klavier darf. Da fliegen schon mal die Fetzen und danach wird rachmaninoff-esk in die Tasten gehauen.

Neben dem Klavier wartet ein Stapel Bücher. Neue Bibliothek bedeutet eine ganze Menge neuer Bücher. Jetzt kämpfen sie mit Netflix um die Vormachtstellung. Nun gut: mit „Orange Is The New Black“ bin ich fast durch (dieses Drama hat mich schon nächtelang wachgehalten!!). Also steht langen Leseabenden nix mehr im Wege. Außer ich verfalle einer neuen Netflix-Serie (Empfehlungen??).

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Seit Monaten wollte ich den Kindern Hausschuhe stricken und filzen und hatte mich nie daran gewagt, weil ich dachte: Ui, das ist bestimmt viel zu schwer für mich. Pustekuchen! Es gibt kaum etwas Leichteres und die Dinger sind ruckzuck fertiggestrickt. Ganz nach meinem Geschmack.

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Mit Amelie war ich im Stoffladen und sie hat sich einen rot-weiß-gepunkteten Jersey ausgesucht. „Nähst du mir daraus ein Oberteil, Mama?“ Ach ja, mein liebes Kind. Sicher, sicher. In vier Monaten zwischen 3 und 4 Uhr früh – da wär noch was frei in meinem Kalender. Oder vielleicht morgen? Statt Terrasse streichen??

Wir leben uns hier langsam gut ein. Diese Woche bin ich zweimal eingeladen worden und es waren jedes Mal so schöne Stunden am Esstisch von supernetten, interessanten Frauen. Ich fühl mich so sehr beschenkt – ich kann’s euch gar nicht sagen! Der Wegzug aus unserem alten Ort war nicht das Ende der Welt, sondern hat Platz für neue Menschen geschaffen. Ich bin nicht so gut darin neue Freundschaften zu schließen (ich alte Sozial-Phobikerin!), umso dankbarer bin ich für Frauen, die einen Schritt weitergehen und ihre Tür für mich öffnen.

Und alles geschieht immer mittendrin im Alltags-Wahnsinn, der natürlich auch weitergeht mit seinen Hausaufgaben, verlorenen Jacken, Fruchtfliegeninvasionen, Apfelgelee-Kochen, Elternabenden, Mahnungen, Baumarkt-Fahrten, Kinderzimmerchaos.

Weil das alles noch nicht reicht, sagt mein Körper so: Haha! Ätsch. Bock auf einen neuen Hormon-Cocktail?
Ich so: Nein danke, der letzte nach der Geburt hat mir echt gereicht. Ich hatte danach sooooo einen Kater!
Mein Körper: Mir doch egal. Hier, bitteschön. Willkommen in der Prämenopause. Das wird toll! 

Fazit: Es wird niemals langweilig. Und wenn doch, lauert hinter der nächsten Kurve schon irgendwas.

Falls euch doch langweilig sein sollte, dann kommt morgen Abend nach Meckesheim/Heidelberg zu einem Lese- und Musikabend mit Sally und mir! Nähere Infos hier. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen! 

Habt ein schönes Wochenende!

Schreiben

Heute Abend – seid ihr spontan?

Heute Abend wird’s gut! Da darf ich wieder mit Sally Grayson auf der Bühne stehen.

„Wenn Alltag zu Musik wird“

Ein bisschen aus meinen Büchern lesen, ein bisschen plaudern, ein bisschen Sallys  Musik zuhören.

Wer im Raum S / HN / LB / SHA / WÜ lebt, hat es nicht weit. Unsere Location heute Abend: Obersulm – Willsbach. Kommt vorbei – wir freuen uns!

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