Familie, Reisen, USA

Einmal New York und zurück!

Seit einem Monat bin ich jetzt auch auf der smarten Seite des Lebens. Sprich: Ich hab mich breitschlagen lassen und bin nun im Besitz eines Smartphones…..oder Wischkästla, wie man in Franken so nett sagt.

Hm. Und dann hab ich mich bei Instagram angemeldet. Was ja immer so ein bisschen den Tod des eigenen Blog bedeutet. Instagram killed my blogger life. Aber das lass ich nicht zu. Nein, nein. Ich liebe doch meine kleine Ecke im Internet, wo ich vor 9 Jahren meine Lust am Schreiben entdeckte. Damals, in einem kleinen Hotelzimmer in Boston. Mit einer kleinen Amelie im Babybettchen neben mir.

Nun waren wir wieder in den USA unterwegs. Anlass unserer Reise war nicht der Drang nach Abenteuern, sondern eine Einladung zur Hochzeit unserer Nichte im Staat New York. Dieses Mal war Instagram statt Blog mein Dokumentationsmittel. Aber um diese Lücke hier zu schließen, lass ich euch hineinspitzen – in unsere 2 Wochen im Land der streng kontrollierten Grenzen, der krassen Kontraste, des Überflusses (diese MÜLLBERGE!), der Vielfalt, der Weite, des Unmöglichen, der Herzlichkeit und der total weirdness.

(Vorsicht: Picture Overload ahead…)

IMG_0225_edited-1IMG_0260              IMG_0331_edited-1IMG_0391_1_edited-1IMG_0390_1_edited-1IMG_0411_1_edited-1IMG_0229_edited-1IMG_0236_edited-1IMG_0245_edited-1IMG_0261_edited-1IMG_0328_edited-1IMG_0325_edited-1IMG_0329_groß       IMG_0313_edited-1IMG_0291_edited-1IMG_0380_edited-1.jpg  IMG_0434_1_edited-1IMG_0429_1_edited-1IMG_0416_edited-1IMG_0370_1_edited-1IMG_0284_edited-1IMG_0270_edited-1IMG_0268_edited-1IMG_0405_1_edited-1IMG_0398_1_edited-1       IMG_0263_edited-1IMG_0221IMG_0424_1_edited-1IMG_0386_1_edited-1::New York City::

Ich bin der Stadt seit jeher verfallen. Wir führen meistens eine Long-Distance-Beziehung, da sie eine sehr teure Geliebte ist, die mich an den Rand des Ruins treiben kann. Aber ich kann nicht anders. Keine andere Stadt ist wie sie. Und unsere Kinder können nun verstehen, wenn ich vom Big Apple schwärme. Sie waren tapfer. Sind meilenweit mit uns durch Hochhausschluchten, den Central Park, über die Brooklyn Bridge, die Chelsea Highline, durch Hell’s Kitchen gelaufen. Geschwelgt haben wir ins Genüssen wie chinesischen Dumplings, jüdischem Gebäck, Banana Pudding aus der Magnolia Bakery, Pad Thai, Pork Chops, Lachs-Bagel und der guten New Yorker Pizza. Abends fielen wir schwer, satt und überreizt ins Bett und genossen noch eine Weile das Wahnsinnspanorama vor unserem Fenster.

IMG_0426IMG_0428IMG_0407IMG_0733_edited-1IMG_0429IMG_0537IMG_0409:: Lake Champlain / Vermont::
Vermont ist so bevölkerungsarm, dass dieser Bundesstaat jedem, der dort hinzieht 10.000 US Dollar Prämie zahlt. Nun: nach New York wussten wir die Einsamkeit dieses schönen Landes zu schätzen und lebten eine Woche wie die Einsiedler am Lake Champlain in unserer rustikal-herrlichen Hütte. Einzig Moskitos leisteten uns hartnäckig Gesellschaft.

Unser Tagesablauf: Ausschlafen. Eine Runde Kajak fahren. 289 Moskitos erschlagen. Kaffee trinken. Frühstücken. Lesen. Ein Nickerchen machen. Eine Runde Kajak fahren. Alle Moskitos dieser Welt verfluchen. Lesen. Essen. Spielen. Eine Runde Kajak fahren. Ein Glas Wein trinken. Vor Glück und Behaglichkeit seufzen. Moskito-Stiche zählen. Ins Bett gehen.

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::Shelburne Farm::
Die Shelburne Farm ist ein Musterbauernhof, den zu besuchen sich sehr lohnt. Sofern man sich ins entlegene Vermont verirrt. Ach, es war ein schöner Tag bei den Schafen und Hühnern. Nun muss sich Armin jeden Tag anhören, wie seeeeehr wir uns doch Hühner wünschen. Er war nicht mit im Hühnerstall bei der „Eggstravaganza“ (sonst könnte er unsere Faszination verstehen), sondern war mit dem Tierdung-Quiz beschäftigt…..

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::Shelburne Museum:: 

Dieses Freilichtmuseum war der Knaller! Was es nicht alles an Kuriositäten neben Originalen von Monet und Degas zu bestaunen gab: alte Rundscheunen, Postkutschen, Schaufelraddampfer, Zirkusparaden, General Stores und und und…. Wir waren hin und weg.

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:: New York – Wintergreen Lake::

Am Ende – als absolutes Highlight der Reise: Die Hochzeit! Es war ein Tag zum Niederknien schön. Worte können die Stimmung, den See, das strahlende Brautpaar, die Musik, den Tanz, das Essen (es gab ein Pie-Buffett!!!) nicht beschreiben. Lasst euch gesagt sein, dass ich an diesem Tag fast genauso glücklich wie das Brautpaar selbst war.

Und dann….

………nachdem ich zwei Wochen lang nicht daran dachte….

….. – und auch niemand es zur Sprache brachte (aus Scham?) – …

……..wer über dieses wunderschöne Land herrscht…….

…..lief ich im Duty-Free-Laden an dieser Schokolade vorbei.

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Da war ich doch ganz froh, wieder nach Hause fliegen zu können.

 

 

 

9 Gedanken zu „Einmal New York und zurück!“

  1. Vielen Dank für die schönen Eindrücke, da kommt Sehnsucht auf! Einfach tolle Fotos! Und ja, auf keinen Fall deinen Blog einschlafen lassen! Nicht alle sind auf Instagram unterwegs! 🙂
    Liebe Grüße
    Judith

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  2. Ein toller Beitrag mit wahnsinnig schönen Fotos!! Danke dafür! Ja, ich habe deine Beiträge auch vermisst, bitte lass den Blog nicht einschlafen!
    Und der Schlusssatz ist gerade am heutigen Tag sehr, sehr nachvollziehbar. ich bin wieder mal erschüttert und fassungslos…
    Aber jetzt schau ich trotzdem auch mal, ob ich dich auf Instagram finde… 😉
    Vielen Dank für deine Worte und Bilder!
    Ute aus dem Norden

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  3. Oh ja New York, mit dieser Stadt führe ich auch einer „Fernbeziehung“. Gesehen haben wir uns nur einmal. Vorher habe ich seit meinem 15 Lebensjahr von ihr geträumt. 27 Jahre später sollten wir uns endlich sehen. Vorher hatte ich Sorge. Ich wusste eins: Entweder würde ich mega enttäuscht sein oder sie unendlich lieben. Ich liebte sie…. Manchmal wünschte ich, es wäre anders gewesen, denn jetzt vermisse ich sie schon wieder seit 5 Jahren. Wie du schon sagtest, wenn wir einander sehen wollen ist es sehr sehr teuer ;-). Danke für diesen wunderbaren Post. Herzlichst Sandra aus dem Sommerzimmer

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  4. Grandiose Bilder! Du fängst die unterschiedlichen Stimmungen so einmalig toll ein. Da kommt Fernweh auf, auch wenn ich noch nie da war!
    Nur eine Frage: Sind bei euch schon Sommerferien, oder gibt es so coole Schulleiter, die Kindern frei geben für so eine tolle private Studienreise ;- )?

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