Dressember, Einfache Adventszeit, Familie, Rezepte

Anfang Dezember

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Leute, ich fass mich heute kurz. Es stehlen einem schon genug Leute die kostbare Zeit im Advent. Werbefritzen zum Beispiel. Und Vereinsmeier. Jeder schreit hier und kauft mich und lest das und back jenes. Ich möchte nur kurz ein bisschen auf die letzten Tage zurückblicken.

Momentan gehöre ich mal wieder zu den Lerchen, die es sehr früh aus dem Nest treibt. Während das ganze Haus noch schläft und nur die Katze um ihr Frühstück bettelt, hole ich Schreibzeug und mein wunderbares, katholisches (!) Andachtsheft heraus, um eine Weile über einem Bibeltext zu meditieren. Bevor der Tag und Weihnachtsirrsinn an mir zerrt, mache ich Raum für denjenigen, um den es in dieser Zeit geht. Ganz nebenbei lerne ich auch noch so einiges über Maria und Papst Benedikt. Wenn ich über meinen beschränkten Tellerrand schaue, lerne ich von dem Anderen, den ich normalerweise fest in einer Schublade verschlossen habe. 

Weniger belehren. Mehr lernen. Zuhören. Raum machen.

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Danke euch Lieben, die bisher für meine Dressember-Aktion gespendet haben. Bisher habe ich ein Viertel der angepeilten Spendensumme zusammen. Ich werde euch also noch ein bissl in den Ohren liegen mit meinem Anliegen! Wer möchte, darf die Summe hier gerne noch ein bisschen in die Höhe treiben. Danke, Danke und DANKE!

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In meinem Heimatort war wieder Adventsmarkt. Wie immer ganz wunderweihnachtlich schön. Der Hof erstrahlte im Lichter-Glanz mit einer dicken Schicht Wehmut. Meine Eltern wohnen hier nicht mehr. Es bleibt nur Erinnerung.  Um so dankbarer bin ich, wenn ich jedes Mal bei einem Besuch bei meinen Eltern ein kleines vertrautes Stück unseres Zuhauses erbe. Dieses Mal ein Eierschränkchen, das schon meine Großeltern benutzten. Nun hängt es in unserer Küche und erinnert mich an unsere alte elterliche Küche.

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Gestern trudelte ein Adventskoffer in unser Haus. Das ist hier am Ort eine kleine Tradition, in die wir mit aufgenommen wurden. Was haben wir uns gefreut, als wir ihn öffneten und all die liebevollen Gaben begutachteten, von der wir eine aussuchen durften. Wir legten ein kleines Geschenk hinein und reichten den kleinen roten Koffer weiter. Er ist ein Symbol dafür geworden, dass wir irgendwie ein bisschen angekommen sind.

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Seit Jahren will ich unbedingt Rugelach backen, aber erst heute habe ich mir tatsächlich dafür die Zeit genommen. Weil Christina, bei der ich vorhin zu Besuch war, unbedingt das Rezept haben möchte, hinterlasse ich es unten zum allgemeinen Nachbacken. Echt Leute, die Rugelach sind ziemlich das Beste, was jemals meinen Backofen verlassen hat!

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Ich stelle fest, dass ich jetzt doch eure Zeit gestohlen habe. Lies das, back jenes, spende hier! Sorry, dass ich heute trotz bester Vorhaben so eine elende Labertasche war. Dafür werde ich mich für den Rest der Adventszeit kurz halten. Versprochen. Damit wir alle ein bisschen Ruhe finden in dieser lauten Zeit.

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Rezept Rugelach (aus dem Buch Christmas Cooking in New York)

Für den Teig: 

280 g weiche Butter
240 g Frischkäse
1 Prise Salz
320 g Mehl

Butter und Frischkäse cremig rühren. Salz und Mehl beigeben und das Ganze zu einem glatten Teig verkneten. 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung: 

220 g fein gehackte Zartbitterschokolade
180 g brauner Zucker
1 EL Zimt
80 g flüssige Butter
nach Belieben eine Handvoll Rosinen

Schokolade mit dem Zucker und Zimt vermischen. Den Teig 2mm dünn auswellen und die flüssige Butter darauf verteilen. Dann in Dreiecke mit 8 bis 10 cm Seitenlänge schneiden (geht super mit dem Pizzaschneider). Die Schoko-Zimt-Zucker-Mischung darauf verteilen und mit Rosinen bestreuen.

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teigdreiecke zu kleinen Croissants aufrollen und leicht krümmen. Die Rugelach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Für die Glasur: 

1 Eiweiß
1 TL Wasser
50 g Puderzucker
1 TL Zimt

Das Wasser mit dem Eiweiß vermengen und die Rugelach damit einpinseln. Puderzucker und Zimt darüber streuen. Die Rugelach im Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Und bitte vor Verzehr unbedingt ganz abkühlen lassen (und nicht wie Frau Smoor sich mit drei heißen Rugelach den Gaumen versengen).

 

 

 

 

 

 

10 Gedanken zu „Anfang Dezember“

  1. Liebe Veronika

    Ich möchte dir einfach wieder mal meinen Dank aussprechen für deinen ehrlichen und authentischen Blog. Zur Zeit hadere ich mal wieder damit, dass bei allen anderen offenbar alles immer ach so perfekt ist (laut facebook und instagram zumindest *hüstelhüstel* – *jaichweissmansiehtnurandiefassadeabertrotzdem*…) und ich es irgendwie einfach nicht auf die Reihe kriege!

    Bei dir habe ich diesen Eindruck nicht, weil du vom schönen wie auch vom weniger schönen schreibst und das schätze ich sehr!

    Sei herzlich gegrüsst aus der Schweiz,

    Tanja

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  2. Oh, danke für`s Rezept, liebe Vroni! DIe Teile sind der HAMMER – hab die Reste heute morgen schnell gegessen bevor Samu nach Hause kommt,haha. Soviel zum Fasten in der Adventszeit. War schön mit Euch! Liebste Grüße!!!

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  3. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie wunderschön du von „ganz normalen“ Alltag schreibst. Das lässt mich meinen Alltag irgendwie auch automatisch mehr wertschätzen und ich habe das Gefühl, dass all diese Kleinigkeiten etwas besonderes sind – was sie ja auch sind 🙂
    Liebe Grüße! Constanze

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  4. Liebe Veronika, vielen Dank für diesen schönen Einblick in euren Adventalltag – sehr inspirierend, wie immer 😉 Die Rugelach habe ich heute Vormittag direkt nachgebacken (bin ja immer auf der Suche nach neuen Rezepten), aber irgendwie haute das bei mir nicht so ganz hin… ich habe mich genau an alle Angaben gehalten, aber der Teig war viel zu klebrig um ihn ausrollen zu können (stimmt die Mehlmenge wirklich?), also habe ich noch sehr viel Mehl hinzugefügt. Und im Backofen sind sie mir leider total verlaufen… gibt es da etwas, worauf man achten muss?
    Ganz liebe Grüße und einen gesegneten 2. Advent dir und deiner Familie!

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    1. Hi liebe Rebecca, euch auch einen schönen 2. Advent! Es ist völlig ok, wenn der Teig noch klebrig ist. Wichtig: man muss ihn echt lange kaltstellen und dann kalt auswellen. Ich hatte Dinkelmehl verwendet – vlt ist das der Trick? Keine Ahnung….
      Liebe Grüße!!

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      1. Hallo Veronika, ich habe den Fehler gefunden: Als ich das Rezept kopiert und ausgedruckt habe, stand da was von 120g Mehl – jetzt lese ich hier 320g… Beim nächsten Mal weiß ich Bescheid 😉 Lieben Gruß zurück!

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