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Dinnerparties rock! Women too.

Es gibt Dinge, die ich bereue. Beispiele gefällig? Die Dauerwelle, die ich mir mit 14 legen ließ und damit wie Omas Fifi aussah. Die göttliche Handtasche, die ich in Rom anschmachtete und nicht kaufte. Eine unmöglich platzierte Tätowierung. Gott zu lange misstraut zu haben. Zu selten meine Gefühle gezeigt zu haben.

Und: dass ich nicht eher auf die wunderbare Idee mit den Dinnerparties kam.

Es war Anfang Februar. Der für mich elendeste, düsterste, deprimierendste Monat des Jahres. Die ursprüngliche Begeisterung über den Winter hatte längst Platz gemacht für die Sehnsucht nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen, nach dem ersten zarten Grün in all dem Grau. Ich fühlte mich allein, ausgelaugt von Routine und fehlendem Sonnenschein. Wann war es das letzte Mal, als ich mich richtig amüsiert hatte, ganz bei mir war, ganz in einer Gemeinschaft eingebunden war, mit allen Sinnen genossen habe? Zu lange. Und so wie ich meine Freunde einschätzte, ging es ihnen ähnlich. Also entschloss ich mich mit meiner lieben Freundin Christiane dazu, eine Dinnerparty zu veranstalten und damit ein bisschen Freude, Gemeinschaft und Genuss in unser Leben zu zaubern.

Es war ein Hit. Wir hatten ganz unterschiedliche Frauen eingeladen. Unterschiedlich alt. Unterschiedlich gebildet. Unterschiedliche Lebensweise. Ich genoss jeden Moment und jede Gabel Essen an diesem Abend. Ich sah mir diese Frauen an, ihr gelöstes und fröhliches Lachen, ihre Gesichter müde von Babygeschrei und Herausforderungen im Job, ihre Herzen voll Sehnsucht nach tieferer Gemeinschaft und Bestätigung. Und ich wusste: hier habe ich eine kleine Berufung gefunden. Ich möchte auch in Zukunft Frauen eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen und Dinnerparties schmeißen.

Gestern war es wieder soweit. Das Motto hieß Frühling. Wir teilten die einzelnen Gänge untereinander auf, so dass nicht zuviel Arbeit an einer Person hängen blieb. Christiane und Claudi steuerten gefüllte Cocktailtomaten und Caprese-Muffins bei, Or verteidigte ihre thailändische Landesehre mit selbstgemachten Frühlingsrollen und Sweet Chili Sauce. Für den Hauptgang hatte ich den Kochlöffel geschwungen und zweierlei Pasta kreiert: Mit Bärlauch-Sahne-Sauce und Garnelen-Spargel-Rucola-Tomaten-Sauce. Andreas Erdbeertiramisu als Schlusspunkt erntete viele zufriedene Seufzer.

Ich hoffe, dass alle diesen Abend wirklich von Herzen genießen und den Alltag ausschließen konnten. Ich hoffe, dass sich niemand ausgeschlossen fühlte. Ich hoffe, dass Inspiration, Verbindungen, Lachen, Geben, Ratschläge, Erzählungen in unserem Alltag nachklingen und kleine Spuren hinterlassen.

Ob es wieder eine Dinnerparty geben wird? Lasst mich noch eine Nacht Schlaf nachholen und die restlichen Frühlingsrollen vernichten. Dann überleg ich mir das…

Die Küche wurde zum Laufsteg. Christiane in meinem Brautkleid. Das Ergebnis einer hitzigen Brautkleid-Debatte und Maibowle.

2 Gedanken zu „Dinnerparties rock! Women too.“

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