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Ich drehe meine Runden durch den Garten mit einer halbgefüllten Gießkanne (ich darf noch immer nicht schwer heben). Das bisschen Wasser hilft bei der anhaltenden Dürre so viel wie jemand, der bei einem Großbrand ins Feuer spuckt.
Immerhin kann ich meine Gurken retten. Die Bohnen. Den Wirsing (der dieses Jahr erstaunlich prächtig geraten ist). Und natürlich die Tomaten. Die will ich ernten und aus ihnen Sauce auf Vorrat kochen. Wie jedes Jahr. Mit viel Zitronenbasilikum, eine der wenigen dürreresistenten Pflanzen in meinem rissigen, festgebackenen Gartenboden.


Die angekündigten Gewitter sind uns vorübergezogen, ohne ihre schwarzfinsteren, vielversprechenden Wolken zu öffnen. In den Regentonnen befinden sich nur noch mückenverseuchte Pfützchen.
Ich muss mir Gedanken über meinen Garten machen, Entscheidungen treffen. Angesichts des sich verändernden Klimas kann ich ihn nicht mehr wie bisher bewirtschaften. In den letzten Jahren wurden die Sommer zunehmend zu einer Zeit der kräftezehrenden, wirklich sehr sehr stressigen Garten-Rettungsaktionen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich neu denken muss.
Soll mein Vorgarten zukünftig nur noch eine Fläche für Rosen und die krassesten Überlebenskünstler sein? Werde ich Beetflächen reduzieren? Was lohnt sich noch anzubauen? Wie kann ich meine Arbeitskraft und – zeit reduzieren?
