Ist dir schon das Logo auf meiner Startseite aufgefallen?
Nachdem ich heute Nacht nicht schlafen konnte, habe ich mich an den Rechner gesetzt und meine nicht vorhandenen Graphic Design Skills angewendet.
Ich will es als persönliche Verpflichtung und Gütesiegel verwenden: Texte und Bilder sind KI-frei. Alles „handgemacht“.
Ich bin überzeugt, dass KI-freie Inhalte in Zukunft zu einem Qualitätsmerkmal werden.
Kunst rührt an, wenn ein fühlender, denkender Mensch dahinter steht. Weil wir uns mit Menschen und ihren individuellen Stimmen verbinden wollen, nicht mit Maschinen.
Meine Inhalte werden nicht in Sekundenschnelle von einem seelenlosen Roboter ausgespuckt. Ich sitze viele Stunden am Schreibtisch, notiere Ideen, verwerfe Sätze, formuliere, probiere aus, redigiere. Das ist meine Leidenschaft. Ich investiere mit Leib und Seele meine Zeit, Energie, Kreativität in diesen Blog.
Wollt ihr lieben Rebellen der KI einen Tritt in den Allerwertesten verpassen? Dann schließt gerne ein Abo für meinen Blog ab. Oder frischt euer Abo auf. Ich freue mich sehr darüber!
Für nur 3 Euro pro Monat erhaltet ihr Zugriff auf alle meine Blogposts. Und auf die Spotify-Audioversion.
Ich schreibe über ein einfaches Leben und einen einfachen Glauben, weil ich glaube, dass wir die Dinge nicht unnötig verkomplizieren müssen. Wer mehr über mich erfahren will, fängt hier an.

Puh, ich bin absolut kein Marketingmensch. Aber nun haben wir den unangenehmen, aber leider so wichtigen Werbe-Part hinter uns gebracht habe. Los geht’s mit meinem Blogpost für diese Woche.

Heute morgen lief ich meine Waldrunde. Seit der Trennung ist dieser Weg zu einer meiner unverhandelbaren Rituale geworden. (Sidenote: Es haben sich viele unverhandelbare Sachen in meinem Leben angehäuft. Man mag das spießig finden. Ich sehe es als einen Akt der Selbstachtung: Mittagsschlaf, tägliche Lesezeit, der erste Kaffee vor Sonnenaufgang, Ruhezeiten nach sozialen Interaktionen).
In einer kleinen Höhle zwischen den Wurzeln einer Buche tummelten sich zwei Schnecken. Sie tanzten den langsamsten Balztanz der Welt. Ich musste lachen. An einem abgestorbenen Baum entdeckte ich den wundersamen Zunderschwamm (er wird bis zu 30 Jahre alt, dient als hervorragendes Anzündmaterial und Wundkompressen, ist ein Heilpilz für unzählige Beschwerden). Ein Rotkehlchen hüpfte von Ast zu Ast, legte den Kopf schief, seine kleinen Augen glänzten vor Neugier. Der Bach gluckerte kalt und frisch Richtung Tal. Zwei Rehe brachen durchs Unterholz, blieben kurz stehen, starrten mich an. Ich starrte zurück. Ich kam mir vor wie bei dem Spiel, das ich früher oft mit meinen kleinen Kindern gespielt habe: Wer sich zuerst bewegt, verliert.

Im Wald ist mir nie langweilig. Und in der Natur bin ich nie einsam.

Als ich nach Hause zurückkehrte, empfing mich ein stilles Haus. Noch gestern tobte hier das Leben. Stimmen, Lachen, Streit, Klavierklimpern, Spülmaschinenklappern. Heute sind die Kinder für den Rest der Ferien bei ihrem Vater. Wir haben Ostern als Familie gefeiert: Vater, Mutter, Kinder. Wer uns gesehen hätte, wäre nie auf die Idee gekommen, dass wir getrennt sind. So gut funktionieren wir.
Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich in letzter Zeit häufiger über die Einsamkeit schreibe. So auch heute. Bitte verzeiht. Aber ich glaube, dass sie die Begleiterin – zumindest phasenweise – vieler Menschen ist. Wir können tiefe Einsamkeit in Beziehungen, Familien, Freundschaften erleben. Jeder kennt Einsamkeit auf emotionaler, intellektueller, intimer, sozialer und situationsbedingter Ebene.
Es gibt aber noch eine Form von Einsamkeit, von der ich noch nie gehört habe, aber die ich sofort physisch spürte, als ich ihren Namen und die Erklärung hörte: Species loneliness (Spezies- oder Arten-Einsamkeit). Sie bedeutet im Kern die Entfremdung von der Natur. Der Begriff geht auf Prof. Michael McGinnis zurück. Seine Theorie aus dem Jahr 1993 lautet zusammengefasst so:
Die Spezies Mensch lebt in einer verwundeten Landschaft. Er strebt innerlich danach, seine Beziehung zu diesem Ort und …
