Fun, Gedanken

Matsch-Birne

Ich hasse es, wenn mein Körper mich im Stich lässt. Wie zum Beispiel damals, als mir immer wieder mein rechtes Bein wegsackte, was recht ulkig beim Kaffeeservieren im Flugzeug aussah. Aber es wurde irgendwann so schlimm, dass ich keine Treppen mehr steigen konnte. Damals wurde ich auf Händen getragen, von starken, willigen Männerarmen. Erst als ich anfing im Fitness-Studio zu trainieren, verschwand dieses Leiden. Schade eigentlich. Heute trägt mich niemand mehr auf Händen die Treppen hoch und runter.

Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja. mein Körper. Seine Abwehrkräfte haben das Handtuch geschmissen. Seit zwei Woche rammten kleine Halsweh-Soldaten meine Leukozyten-Schutzmauer. Letzte Nacht hat sie angesichts der Übermacht kapituliert.

Also bin ich heute eine hustende Matsch-Birne. Und meine zwei Kinder auch. Amelie liegt seit fünf Tagen katatonisch auf der Couch. Und Josefine verweigerte heute das DVD-Gucken-Dürfen-Weil-Ich-Krank-Bin. Sie legte sich lieber auf den Boden, zog ihr Lieblingskissen an sich und schlief.

Gestern, als sich die ersten Anzeichen für einen Infekt bei mir häuften, geriet ich in Panik. Ich hatte doch soviel diese Woche vor! Vor meinem inneren Auge schüttelte ich all meinen Projekten zum Abschied die Hand. Tschüß Nähmaschine, ich hätte noch so gerne ein Kleid genäht. Und Adieu Prospekt, an dem ich gerade arbeite. Ciao Bachelorgucken mit Schwesterherz. Servus saubere Fenster. Adios Bloggen. Auf Wiedersehen neue Brotrezepte, die ich ausprobieren wollte.

Aber hey, meine Projekte verschwinden nur kurz ums Eck. Sie trinken zusammen einen Kaffee, rauchen eine, bevor sie wieder anklopfen und ich ihnen ausgeruht und gesund die Tür öffnen kann.

Diese Woche entscheide ich mich für einen oberflächlichen Haushalt. Für viele Schläfchen. Für Neinsagen. Für Gelassenheit. Für Um-Hilfe-Bitten. Für Gottvertrauen. Für ganz viel Zeit mit den Kindern. Für Dankbarkeit.

Diese Woche entscheide ich mich gegen innere Unruhe. Gegen Schuldgefühle, wenn ich mich auf die Couch lege. Gegen Getriebensein. Gegen schlechte Laune. Und gegen den Winter. So!

PS: Amelie ist auf dem Wege der Besserung. Sie liegt gerade im Bett und singt ein selbstgedichtetes Hunde-Kacka-Lied. 

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 Krankenlager Nr. 1

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 Krankenlager Nr. 2

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 Muffins Lager

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 Dieses Spielzeug liegt seit 8 Tagen an DERSELBEN Stelle. Mein persönlicher Rekord.

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 Bald…bald!

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 Aber ein Lichtblick naht…

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 Der Frühling kommt!

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