Was Essen mit Ordnung zu tun hat

Jedes mal, wenn ich meiner Ernährungsgewohnheiten umstelle, folgt im Kielwasser eine Aufräum- und Ausmistaktion. Anscheinend hat meine Art der Ernährung nicht nur eine reinigende Wirkung auf den Körper, sondern auch auf meinen Haushalt.

Letztes Jahr habe ich prima mit Lebe Leichter abgenommen. Eine lange Zeit lang mein Gewicht gehalten. Aber in letzter Zeit war ich Profi darin, mich selbst zu sabotieren. „Ach, nur eine kleine Handvoll Nüsse. Die sind ja supergesund.“ 10 Minuten später klapperte die leere Erdnuss-Dose im Abfall. Und ich lag gemästet auf der Couch. Neuerdings trage ich mit Vorliebe wieder Leggins. Die verschleiern die Wahrheit besser als meine gnadenlos ehrliche Jeans.

Ich bin ein Ganz-Oder-Gar-Nicht-Typ. Wenn ich schon schwach werde, dann so richtig und ausgiebig und lange. Und wenn ich mich dann wieder am Riemen reiße, dann so richtig und ausgiebig und nicht ganz so lange.

Wenn ich Ordnung in meine Essgewohnheiten bringe, fühle ich mich, als würde ein Dunstschleier weggezogen. Ich bin wieder wach. Lasse Gefühle zu. Auch die der Langeweile, Einsamkeit und des Frusts.

Gestern und heute habe ich  – etwas hungrig, aber bei klarem Verstand – Spielzeug ausgemistet, meinen Schreibtisch aufgeräumt, Kochbücher entsorgt, meine Homepage auf Vordermann gebracht, den Kühlschrank ausgeputzt.

Puh, fühlt sich gut an. Richtig richtig gut.

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