Voll Porno!

Hmmmm, hab jetzt endlich das Buch von Christoph Pahl gelesen. Das Thema steht auf meiner Rangliste nicht ganz oben – da befinden sich eher Erziehungsratgeber, Entspannungskrimis und klassische Literatur. Aber ganz fern ist es mir auch nicht: Wie oft wurde ich schon davon überrascht, wie plötzlich gestandene Männer und Christen kleinlaut zugaben, sich mit ein paar „harmlosen“ Mausklicks Pornos ins Haus zu holen! Und wenn ich mir unsere Jungs im Jugendkreis anschaue (und was sie so auf ihren Handys gespeichert haben), dann bin ich auch hier gefordert, Stellung zu beziehen.

„Voll Porno“ –  das Buch ist vor allem für die jüngere Generation (zu der ich mich ja noch zähle) geschrieben. Und für betroffene Ehefrauen und Eltern (wenn man denn vom Pornokonsum des Gattens oder der Kinder weiß). Was ich als echt positiv beim Lesen empfand, war, dass nicht auf die Männer mit der Moralkeule eingedroschen wird – sondern dass es hier vor allem darum geht, ihnen Wege aufzuzeigen, echte Kerle zu werden. Und dass es dazu keine hüftschwingenden und stöhnenden Chantals oder Yvettes braucht!

Was ich persönlich für bedenklich halte, ist der mittlerweile völlig freie Zugang zur Pornographie. Dadurch ist unsere Gesellschaft sexualisierter als je zuvor.  Es geht nicht darum, den Sex schlechtzureden, sondern Wege zu einer gesunden Sexualität aufzuzeigen. Aber wenn 12jährige Jungs schon täglich Pornos konsumieren: von welcher Vorstellung über Frauen und über Sex werden sie geprägt sein? Und wie sehr setzt auch das uns Frauen unter Druck mit all den Pornosternchen, die ja  immer und überall Lust haben und willig sind (und bei denen in jeder Stellung keinerlei Speckfalten zu sehen sind! Liegt das an der Kameraeinstellung???).

Ein kurzer Auszug aus dem Buch, der vor allem mich als Frau angesprochen hat, und dem ich voll zustimmen kann:

„Die Würde der Frau ist nicht begrapschbar, nicht begaffbar. Frauen sind keine Wixvorlagen, keine immer geilen Schlampen oder unterwürfige Sexsklavinnen. Frauen sind von Gott wunderbar und wunderschön erdachte Geschöpfe, die uns Männer ergänzen, denen wir als Männer dienen sollen und die unseren tiefsten Respekt verdienen und brauchen. Außerdem hat Gott sie so sexuell anziehend gemacht, damit wir zusammen in einer festen Beziehung erfüllte Sexualität ausleben können. Und zwar dann, wenn beide es wollen.“

Danke Chris für diese Worte und deinen Mut, dieses Buch zu schreiben!

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