Ein wahrer Satz

 

image0Einen wunderschönen Dienstag euch dort draußen!

Ich sprinte hier kurz vorbei, lass ein herzliches Hallo und eine Erklärung da, warum ich mich rar mache. 

Mein Blog wartet auf eine Generalsanierung, die irgendwann in der ersten Jahreshälfte stattfinden wird. Außerdem arbeite ich unter Hochdruck an einem neuen Buchmanuskript, das ich in vier Wochen abschließen möchte. Alle kreative Power fließt auf jene Seiten und die restlichen Krümel verstreue ich hier. 

Diese Tage sind voller guter, seelenforschender, kopf- und herzfüllender Arbeit. Und ich kann es kaum erwarten, euch daran endlich teilhaben zu lassen. Das ist vielleicht der schwierigste Part des Schreibens: Das Stillhalten. Die tägliche Disziplin des Alleinseins. 

Naja, und die Selbstzweifel. 

Diese nagen an einem. Egal, ob man ein oder fünf Bücher veröffentlicht hat. Ich habe gelernt, mich mit ihnen anzufreunden. Ein Kampf gegen die Selbstzweifel führt dazu, dass ich Sätze formuliere, mit denen ich gefallen will. Und nicht Sätze, die wahr sind. 

Also schreibe ich jetzt einen wahren Satz, bevor ich mich wieder an mein Manuskript mache. Als Lockerungsübung sozusagen.

Ich hasse es, lineare Funktionen mit meiner Tochter üben zu müssen. Soll sie doch eine 4 kassieren. 

Jetzt bist du dran. 
Ein wahrer Satz.
Tippe ihn in die Kommentare, ohne ihn zähmen und schönen zu wollen. 

49 Kommentare zu „Ein wahrer Satz

  1. Ich hasse es, mit meiner Tochter übers duschen, eincremen und Haare waschen zu diskutieren! Soll sie mit ihren neun Jahren doch einfach stinken und trockene Haut haben.
    Ihr wahrer Satz dazu: Mama, es geht doch um die inneren Werte.

  2. Ich hasse es wenn du in ein paar Sätzen Dinge so wunderbar sagen kannst für die ich drei Vormittage und ein halbes Buch brauchen.

  3. Ich hasse es, das mein Sohn Asthma hat. Und ich liebe dieses Spray, womit er plötzlich atmen kann. Ich hasse es, für diese Prüfung zu lernen, monatelang, gefühlt Jahre, damit ich das tun kann, was ich liebe. Und ich hasse es, dieses Haus zu bauen, für uns, obwohl, nein, ich liebe es auch ein bisschen. Huch, das waren 3..

  4. Mir gehts schlecht, wenn ich die entgleiste Blutzuckerkurve meiner Tochter sehe – und ihr dann sage, wenn es so weiter geht muss ich sie in die Klinik schicken – ich liebe sie – und ich muss das mit ihr durchstehen – sie kann nichts für ihren Diabetes !

  5. Ich bin von der Familienquarantäne tierisch genervt, meine Kinder gucken gerade zu viel gern, und ich habe keinen Bock mehr, gefühlt ständig für alle Essen zu machen 🙈

  6. Ich hasse es oft, abends, wenn ich es satt habe, ein Familienabensessen durchzusetzen. Manchmal würde ich am liebsten vor dem Fernseher essen. Oder allein mit dem Buch.

  7. Ich hasse es, wenn man mich auf meinen Großfamilienalltag so furchtbar unreflektiert anspricht: Wie viele Kartoffeln du wohl jeden Mittag schälen musst? Wie groß sind denn deine Töpfe? Ist es jetzt wohl das letzte Kind????

    AHHHH!

  8. Ich habe in meinem Leben mehrere Tausende Bücher gelesen. Und dein „Heiliger Alltag“ gehört definitiv und für ALLE ZEITEN zur TOP 10 🙂 Ich verschenke es immer wieder und freue mich schon soooooo sehr auf dein neustes Buch (und damit bin ich mit Sicherheit nicht alleine!)
    Bono singt: „Always pain before a child is born“ – und so ist es auch mit Büchern 🙂

    Ganz viel LIEBE!

    1. Ich schließe mich gern an. Ich liebe alle deine Bücher u. freue mich, wenn du schön fleißig für uns schreibst. Ich habe auch mit meiner Tochter gelitten und mich manches Mal schwer getan ihr zu helfen, weil ich es einfach nicht konnte….

  9. Ich möchte eine Nacht durchschlafen, ohne von meinen Babys (Zwillinge) geweckt zu werden.
    Am liebsten würde ich einfach liegen bleiben und das Schreien ignorieren. Es macht sie zu kleinen Monstern, die mir bestimmt absichtlich keinen längeren Schlaf gönnen.

  10. Ich hasse, dass ich das Gefühl habe, mich rechtfertigen zu müssen, dass wir einen geplanten Kaiserschnitt haben. Und ich fürcht mich mehr vorm Milcheinschuss als vorm Kaiserschnitt😂😂😂

  11. Ich hasse es, mit meinen Kindern übers Aufräumen zu diskutieren wenn es bei uns aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen und das aber irgendwie nur ich wahrnehme. 🙄

  12. Ich hasse es, dass mein Sohn nicht zum Kindergeburtstag seines Kindergartenfreundes eingeladen wurde. Wobei das im nachhinein ganz gut war, denn dort war wohl auch Corona zu Gast 😛 😀

  13. Ich hasse die Warterei auf den nächsten Lebensabschnitt.
    Und ich hasse, dass Jesus recht hat, wenn er sagt „Geduld lernt man nicht ungeduldig“
    und ich liebe es, dass er trotzdem nie von mir genug hat, obwohl ich alle meine Launen an ihm auslasse.

  14. Ich erschrecke über mich, dass ich mich in meinem Blick auf meinen Sohn, mehr vom beurteilen und analysieren der Lehrer leiten lassen, als von meiner bedingungslosen Liebe wenn ich meinen kleinen Jungen betrachte.
    Ertappt, erkannt und am umdenken.
    S****ß auf das was die Welt denkt!
    Seine Liebe rückt mich ins rechte Licht .

  15. Ich hasse Krieg, Cola und kalte Füße …
    Aber ich liebe 1000 andere Dinge, Momente, Begegnungen, Gespräche, den Frühling, der übrigens jetzt kommen darf.

  16. Ich fühle mich so unwohl in meiner Haut seit dem ich nach 2 Schwangerschaften 20kg mehr wiege und es fällt mir schwer trotzdem freundlich und fürsorglich zu mir selbst zu sein.

  17. Ich fühle mich so unwohl in meiner Haut seit dem ich nach 2 Schwangerschaften 20kg mehr wiege und es fällt mir schwer trotzdem freundlich und fürsorglich zu mir selbst zu sein…

  18. Ich hasse es, vom Leben von einer überfordernden Situation in die nächste geworfen zu werden.
    Ich hasse es, 2019 mein zweites Kind verloren zu haben und seither nicht mehr schwanger geworden zu sein.

    1. Katharina, der Verlust deines Kindes und die schwere Zeit, die du gerade erlebst, tun mir sehr leid. Ich bete, dass du im Trauerprozess nicht alleine bist und neue Hoffnung schöpfst!

  19. Ich hasse es Witwe zu sein und sehe keinen Lichtblick nach 11 Monaten alleinsein. Ich hasse die Krebserkrankung, die zum Tode meines Mannes geführt hat.

  20. Ich finde es großartig, wieviele wunderbare Frauen die Möglichkeit nutzen, um hier auf diesem authentischen, ehrlichen und lebensnahen Blog ganz kurz mal Frust und Trauer abzulassen. Und ich empfinde, selbst Mutter von vier Gott sei Dank gesunden kleinen Kindern, allerhöchsten Respekt vor all den Müttern, die täglich zusätzlich zum normalen Familienwahnsinn gegen Krankheit, Tod, Schul- und Leistungsschwierigkeiten, Beeinträchtigungen, Mobbing in der Schule etc. kämpfen müssen. Ihr kämpft einen guten Kampf und jede kleine persönliche Niederlage wird euch stärken und über euch selbst hinaus wachsen lassen. Unser Vater im Himmel segne euch in euren täglichen Kämpfen und Kleinkriegen und er wird euch reichlich Frucht bringen lassen und zum Segen werden lassen im Leben eurer Lieben!
    (Sorry, das waren ein paar mehr Sätze, aber lag mir einfach auf dem Herzen)

  21. Ich hasse es, seit meiner Kindheit fürchterliche Angst vorm Sterben zu haben. Ich hasse es, dass selbst mein Glaube diese Angst nicht lindert, sondern eher verschlimmert. Was ist, wenn da niemand ist? Oder jemand anderes? Oder doch ein strafender Gott? Was mach ich dann? Ich hasse es, deswegen seit über einem Jahr Panikattacken zu haben, die immer schlimmer wurden. Ich hasse dieses ohnmächtige Gefühl, weil ich nicht davor weglaufen kann. Irgendwann werde ich sterben…

    1. Was ist aber, wenn dort der Einzige wartet, der deine Angst versteht? Wenn es der ist, der dich jedes Mal im Arm hält, wenn sie wieder heimtückisch und unerwartet über dich her fällt?..
      Ich habe es nie verstanden, warum Jesus mit den Jüngern so „schimpft“, als sie in ihrem kleinen Boot auf dem See Genezareth vom Sturm gepeitscht werden und ihn voller Angst wecken. „Ihr Kleingläubigen!“ ruft er in meiner Bibel.. Dann las ich diese Stelle meinen Kindern aus der Kinderbibel vor, und hier sagt er zu den verängstigten Jüngern voooollller Liebe und vielleicht auch mit ein bisschen Traurigkeit: „Glaubt ihr euren Ängsten immernoch mehr als mir?“ Das ging mir so ins Herz! Seitdem denke ich immer an diese Worte, wenn mich die Angst wieder überfällt. Ich stehe dann auf und rufe laut: „NEIN! Ich gehöre DIR, Jesus! DIR vertraue ich! Und Du, Angst, hast mir nichts zu sagen!! Dir will ich NICHTS schenken und schon gar nicht mein Vertrauen!!!“

  22. Ich habe gerade keine Kraft für die ganz normalen Dinge und würde mir morgens am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und einfach weiterschlafen. Ich möchte nicht einfach nur funktionieren, ich will leben!
    Danke für deine ehrlichen Worte💗 und das mit Mathe kann ich voll verstehen! 😊 Liebe Grüße,
    Cathrin

  23. Ich habe es satt, einfach selbstverständlich zu sein – mit allem was ich gebe und tue und da bin als Mama! Kommt der Papa dagegen von der Arbeit und spielt noch eine halbe Stunde mit den Kids, ist er der Held des Tages!

  24. Unser unerfüllter Kinderwunsch quält mich nun schon seit 10 Jahren und mich regt es auf, wenn Frauen, die das Geschenk von einem (oder vielen) Kindern ganz unverdient bekommen haben, über ihre Situation jammern.

    1. Ich verstehe dich. Ich hoffe du findest Personen, die dir helfen und Das du weißt du kannst Jesus alles bringen und ich hoffe, du wirst beschenkt und hast Kraft fürs Gebet.

  25. Wie stark. Wie gut tuend. Die Wahrheit wird euch frei machen. Ich glaube wir sollten uns alle trauen ehrlicher zu sein im Alltag, es tut so gut zu lesen wie es den anderen geht. Danke Veronika für deine Ehrlichkeit und die Idee. Ganz toll!!!

  26. Nach 9 Jahren Hausfrauendasein freue ich mich wie irre auf meinen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben im April und fürchte mich gleichzeitig so sehr davor, dass ich mich am liebsten im Keller verkriechen würde… Ich hasse es, viele Dinge erst im Rückblick wertschätzen zu können!

  27. Ich hasse die unbedachte Distanzlosigkeit der Menschen. Jetzt ist unser Jüngster ein Jahr alt und schon geht es los: „Und, war`s das jetzt endlich oder kommen da noch mehr?“ Unsere Familienplanung geht niemanden was an, schon gar nicht die Nachbarn.

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