Cookies for 100!

 

Ich habe lange überlegt, was ich in meinem 100. Blogeintrag posten soll. Tagelang wartete ich auf ein bombastisches Ereignis, mit welchem ich meinen 100. Eintrag schmücken könnte (die Sichtung des Nordlichts, Abnehmen von 10 Kilo über Nacht, die Teilnahme am New York Marathon). Aber es war nur schnöder Alltag mit seinen kleinen Höhen und Tiefen. Josefine hat ihre ersten zwei Zähnchen bekommen (und mir wird klar, warum sie bis zu sechs Mal die Nacht kam!) und robbt bereits rückwärts durch unsere Wohnräume. Heute früh wurde mir das so richtig bewusst, als ich mein Turbo-Makeup im Bad auflegte. Naja, ganz so turbo war es heute nicht – ich kümmerte mich ganze fünf Minuten lang äußerst sorgfältig um mein Makeup, denn fürs Kinderturnen wollte ich so richtig atemberaubend aussehen. Auf dem Land muss man die Gelegenheiten halt nutzen, sich schick zu machen…..

Als ich dann wieder das Wohnzimmer betrat, war Josefine verschwunden. Ich rieb mir die Augen. Natürlich rieb ich mir nicht richtig die Augen, denn sonst hätte ich mich von meinen sexy Smoky Eyes verabschieden können. „Finchen?“ (Mütter sind manchmal so dämlich. Als ob Finchen „Hier!“ gerufen hätte). Dann entdeckte ich sie unter dem Heizkörper, ca. 2 m von dem Punkt entfernt, wo ich sie abgelegt hatte. Stolz grinste sie mir ins Gesicht, als wollte sie mir sagen: Hey Welt ich koooommmeeee!

Ansonsten gab es diese Woche eine Nacht, in der ich tatsächlich auf acht Stunden Schlafdauer kam. Natürlich nicht am Stück. Haha. Und Amelie hat das Bittesagen gelernt. Wenn sie mich also neuerdings mit ihrer süßen Kleinkinderstimme, der eigenwilligen Grammatik und einem betonten Bitte nach etwas fragt, kann ich nicht widerstehen. Selbst wenn sie um eine fünfstöckige Eisbombe, gefüllt mit Marshmallows bitten würde.

Apropos Süßkram. Ich wollte in meinem 100. Eintrag etwas Besonderes bieten. Et Voila: mein allerallerallertollstes Cookierezept!

Zutaten

250 g Butter
200 g brauner Zucker
Prise Salz
2 Eier
Vanillezucker, Prise Salz
1 gestr. TL Backpulver, 1/4 TL Natron
360 g Mehl
150 g grob gehackte Zartbitterkuvertüre (mit grob meine ich wirklich GROB! Die Stücke dürfen chunky sein, damit sich die Cookies dann echt Chocolate Chip Cookies schimpfen dürfen)

Optional: weiße Kuvertüre ist auch sehr zu empfehlen. Allerdings dann die Zuckermenge reduzieren, da die Schokolade schon sehr süß ist.
Ich gebe auch noch gerne gehackte Walnusskerne dazu.

Zubereitung

Butter, Zucker, Salz einige Minuten mit dem Mixer sehr schaumig rühren, dann die Eier gut unterschlagen. Zuletzt Mehl, Backpulver und Natron kurz dazurühren, bis sich ein glatter Teig ergibt. Schokolade unterheben. Teig teelöffelweise als Kugeln von etwa drei Zentimetern Durchmesser mit großem Abstand auf ein gefettetes Blech setzen, mit einem Messerrücken etwas platt drücken. Bei 180 Grad (Umluft 170 Grad) etwa 10  Minuten lang hellbraun backen. Sie sollen noch sehr weich sein. Am besten sofort herausnehmen, sobald sie sich zu verfärben beginnen. Wenn sie zu lange im Ofen bleiben, drohen sie auszutrocknen.

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