Familie

4 1/2 Tage, neues Auto, verbeultes Baby

Solange sind wir also wieder daheim, im Sportplatzweg, in unserem grünen hässlichen Haus. Und die Zeit steht nicht still, die Ereignisse auch nicht. Da wäre z.B. Amelies Jetlag, der sich durch längere Wachphasen in der Nacht auszeichnet. Klingt anstrengender als es ist, denn der Clou: Ab ca. 12 Uhr schläft sie durch bis zu einer angenehmen Morgenzeit (das ist bei mir alles nach halb acht). Und das, ohne nach Mamas Trost- und Snackbusen zu quaken. Beste Voraussetzung fürs Abstillen, das ich nach Jetlagüberwindung angehen werde. Herrliche Zeiten werden anbrechen! Ich werde mich jeden Tag gegen meine Schoko- und Pastagier geißeln und 15 Schwangerschaftspfunde abschütteln. Ich werde wieder in die 2/3 meines Klamottenvorrats passen, der seit 1 1/2 Jahren verwaist im Kleiderschrank hängt!!! Na, hoffentlich nehme ich jetzt nicht den Mund zu voll…..

Unser abgefackelter Subaru musste auch dringend ersetzt werden. Und so ist Armin seit Dienstag auf hektischer Autosuche gewesen, denn bis Donnerstagabend musste ein neues Gefährt her (da endete seine Elternzeit).  Ein Gebrauchter vom Händler sollte es sein. Kombi. Kein Schnickschnack. Feuerfest. Und da Gott halt manchmal ein Last-Minute-Gott ist, hat Armin gestern abend noch in aller Schnelle, kurz vor Ladenschluss, einen Mercedes erstanden. Deutsche Wertarbeit vs. japanische Pyromania.

Heute stelle ich schmerzlich fest, wie KACKE es ist, mit Kind und ohne Auto auf dem Dorf festzusitzen. Das Worst-Case-Scenario. Ich hatte Amelie zum Mittagsschlaf in unser Bett gelegt. Um sie herum habe ich eine Burg aus Polstern und Decken errichtet, die sie unmöglich überwinden hätte können. HÄTTE! Tat sie aber doch. Und landete mit Knall und großem Geschrei auf dem Boden. Neben Schreck und schlechtem Gewissen (ich Rabenmutter, ich FURCHTBARE Rabenmutter!!!!), meldete sich auch die Unsicherheit, ob sie sich irgendwas getan hat  (innere Verletzungen und so). Ich mache also ratzfatz einen Eiltermin beim Kinderarzt aus und stelle hinterher fest: Kein Auto da. Höchstens ein Fahrrad. Oder eine Schubkarre. Beides ungeignet. Gott sei Dank kann Armin heute früher von Arbeit heim und so wird Amelie heute noch auf Herz und Nieren überprüft, ob sie den Sturz (dank ihrer Rabenmutter) heile überstanden hat.

So, ich freu mich aufs Wochenende. Ich freu mich auf unser neues Auto. Ich freu mich, wenn alles mit Amelie in Ordnung ist.

Wie lange dauert es, bis sich das schlechte Gewissen wieder verabschiedet?

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