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Ich freue mich immer, wenn Christina einen neuen Blogpost schreibt.
Ihr Blog „Den Spatz in der Hand“ existiert fast genauso lange wie meiner – im Grunde sind wir beide die Dinosaurier in der Content-Creator-Welt. Wir zwei haben es nicht so mit den rasenden Entwicklungen des Internets und verweigern uns vielen Trends. Das und noch vieles anderes verbindet uns. Wenn wir uns treffen – oft zu einem Waldspaziergang – kommen wir meist genau darauf zu sprechen: Die Welt ist uns zu schnell und laut. Vielleicht liegt es am Alter, aber auch daran, dass wir Büchermenschen sind. Diese Spezies braucht viele, viele ungestörte Stunden zum Lesen, Studieren, Reflektieren, Schreiben. Das geht nicht im Schnelldurchgang und auf Knopfdruck. Manchmal fühle ich mich wie ein Nischen-Kuriosum – und das könnte erklären, warum mein Umfeld sehr selten bis nie nach meinen Projekten fragt. Was soll ich auch schon erzählen? („Heute habe ich eine halbe Stunde theologische Literatur gewälzt und danach einen inneren Monolog über den Zerfall der Demokratie gehalten und dann zwei Stunden über das Sterben geschrieben.“ Wow. Fun.)
Wenn ich am Schreibtisch sitze, denke ich manchmal an Christina. Dass sie wahrscheinlich gerade auch an ihrem Tischchen im Wohnzimmer sitzt, aus dem Fenster starrt, über Formulierungen nachdenkt, neben sich einige Bücher, in denen sie viele, viele Stellen angestrichen hat.
Letzte Woche hat Christina etwas über Zeitersparnis geschrieben. Dass wir trotz der vielen modernen Gadgets, die uns zeitraubende Arbeit abnehmen, doch an Zeitmangel leiden. Dass viele Mitmenschen abgehetzt, abgewetzt, abgemüht sind. Wir sind zwar befreit von den unendlichen Mühen des Waschtags, des Wasserholens, des Feuermachens.
Aber das Dilemma das modernen Menschen ist, dass wir unsere gesparte Zeit nicht mit Muse verbringen, sondern diese mit mehr Terminen, mehr Konsum, mehr Reisen, mehr Vergnügungen, mehr Arbeit vollstopfen.
Ach, lest den Blogpost selbst – er hat mich sehr inspiriert.
Es tat gut, von jemandem zu lesen, dem es ähnlich wie mir geht: Ich will mir meine langsamen Arbeiten nicht rauben lassen. Manches darf umständlich sein. Es sind Arbeiten, die mich wieder in meinen Körper holen, mich mit der Erde und meiner Umgebung verbinden. Sie sind fleischgewordene Gebete.


Hallo Veronika,
du sprichst mir aus der Seele.
Ich bin Gott sei Dank in der Position nicht alles schnell machen zu müssen.
Ich habe Zeit.
Aber ich muss mich schon sehr bemühen, um genau hier achtsam mit mir und meiner Zeit umzugehen. Im Wald gelingt es mir immer….lach
Und ich bewundere Menschen sooooo sehr, die mal loslaufen. Ich glaube ich würde das nicht schaffen, bin mir aber nicht sicher.
Wir wissen ja bestimm alle, dass wir viel mehr schaffen als wir glauben. 🙂
Frische Wäsche…..manchmal denke ich, ich habe einen leichten Tick. Habe aber dann von anderen gehört, dass sie den Duft auch lieben. Und Gott sei Dank auch bei meinem Patenkind, sie bekommt immer eine frisch gewaschene Decke, wenn wir auf dem Sofa liegen. 🙂
Bestell doch Christina schöööööne Grüße von mir….;-)
Ich lese schon viele Jahre bei ihr mit und es sind immer wertvolle Gedanken, die sie teilt.
Danke, Christina dafür…..
Schade, dass ich so weit weg wohne….sonst würde ich mit euch durch den Wald laufen…
Ganz, ganz liebe Grüße
Susanne