36 Grad und es wird noch heißer

DSC01111Nachdem ich so ziemlich alles abgearbeitet hatte, inklusive Bügelwäsche, beschloss ich heute morgen einfach mal nur so ins Schwimmbad zu gehen. Nur ich, ein Buch, eine Flasche Wasser und ein rot-weißer Retrobadeanzug. Ich sehnte mich nach einer Stunde Lesen, Schwimmen, Ruhe. Kein Problem, dachte ich. Heute früh sind eh nur eine Handvoll russische Omis im Wasser. Und um den absoluten Vorsprung zu haben, bog ich Punkt 9 Uhr – zur Öffnungszeit –  in den Schwimmbad-Parkplatz ein. Nanu? Der Parkplatz war schon bis zur Hälfte belegt. Soviele russische Omis gibts doch in ganz Hohenlohe nicht. Soviel Krach machen die auch nicht, wunderte ich mich, als ich mich dem Schwimmbad näherte. Und hören die Culcha Candela?? In ohrenbetäubender Lautstärke? An der Kasse wurde ich aufgeklärt: „Heute ist Sport-Tag. 750 Kinder. Wollen Sie trotzdem rein?“ Ich schluckte tapfer und dachte, dass ich mir ja einen Platz am hintersten Ende des Schwimmbads suchen könnte. Was aber nicht möglich war. Denn das hinterste Ende war zum Volleyballplatz umfunktioniert. Die Temperaturen stiegen. Mein Blutdruck auch.

Mit der Musikbeschallung, dem fröhlichen Kreischen aus 750 Kehlen und der Hitze fühlte ich mich fast wie auf Malle. Also wie im Urlaub. Herrlich.

Trotzig schlug ich mein Buch auf. Ich schaffte ein paar Seiten. Nach jedem Umblättern redete ich mir ein, dass ich mich wunderbar amüsierte und entspannte. Um mich noch mehr zu amüsieren, wagte ich mich schließlich ins Wasser. Ein paar russische Omis und ich bildeten eine klägliche und tapfere Front. Mit gerecktem Kinn umschwammen wir brustschwimmend Hindernis um Hindernis. 750 Kinder und Jugendliche ließen Dampf ab. Ich musste lächeln. Ist es tatsächlich schon so lang her, dass ich auch mit Freundinnen so sorglos im Wasser getobt hatte? Und das cellulitefrei? Ich war ein bisschen neidisch. In Gedanken versunken zog ich ein paar Bahnen. Dann war mir das Wasser am Ende doch zu testosterongetränkt. AC/DC hämmerte aus den Boxen. Ich ergriff die Flucht.

Schließlich wartete doch noch ein wenig Arbeit auf mich daheim. Bilder von dem Shooting mit meiner Schwester bearbeiten. Und Gazpacho „kochen“. Nach meinem neuen Lieblingsrezept für heiße Tage.

Jetzt liege ich tot auf der Couch. Ich werde diesen Beitrag aus Müdigkeitsgründen nicht mehr Korrektur lesen. Ich werde jetzt nur noch ein paar Bilder vom Shooting hochladen. Und dann ab ins Reich der Träume…

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Veröffentlicht unter Fun.

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