Fun

Jugendsünden Part III

S – Stammdisco
Ich pirschte mich linkisch an meine ersten Discobesuche ran….und fand eine neue faszinierende und zugleich verwirrende Welt. Eingängige Eurodance-Beats („What is love? Baby don’t hurt me, don’t hurt me no more.“ Super easy – das konnten sogar die Berufsschüler mitgrölen), Nebelmaschinen, die mir die Nebenhöhlen freiätzten und natürlich die  Gattung Jungs. Mit Letzteren ergab sich so manch peinlicher Smalltalk à la „Bist du öfters hier?“ „Sind das Marlboro Menthols, die du da rauchst?“ oder „Der DJ war auch schon mal besser“.
Eigentlich hätte ich mir alle Eintrittsgelder sparen können, denn außer verrauchten Klamotten, diversen Katern und ödem Smalltalk hatten mir Discobesuche nie etwas gebracht. Und vom Gesparten hätte ich mir dann ne endcoole Chevignonjacke kaufen können..

T -Tagebuchschreiben
Ein Zickenstreit mit Schulkameradinnen entwickelte sich zu einem apokalyptischen Drama…. in meinem Tagebuch. Heute bin ich äußerst peinlich berührt, wenn ich mein Teenagergeschreibsel lese. Es war pathetisch, düster und triefte nur so vor Selbstmitleid. Gut, dass die Emo-Ära erst ein Jahrzehnt später folgte.

U – U2
Die Alben Joshua Tree und Rattle and Hum haben meine Teeniejahre geprägt. Und ich war unsterblich in Bono verliebt. Heute liebe ich natürlich Armin. Aber ich höre U2 immer noch gerne.

V – Verbotene Liebe
Ich war von der ersten Stunde an Fan, verfolgte das Liebesdrama um Jan und Julia und hasste Clarissa von Anstetten inbrünstig (obwohl sie in echt, also die Schauspielerin meine ich, sehr nett war. Sie saß im Flugzeug mal neben mir und war genau das Gegenteil ihrer Seifenoperrolle).

W – Wonderbra
Ja, auch ich betonte meine Weiblichkeit mit dem Wunder-BH. Heute hab ich das  – dank Stillphase – nicht mehr nötig.

X – XXXL
Yeah! Ich habe meine XXXL-Tshirts und -pullis geliebt!! Was sind wir doch als Teenies (im Gegensatz zur heutigen Jugend) unsexy durch die Gegend gelaufen. Da hätten wir uns ja gleich ne Burka überwerfen können.

Z – Zum Schluss – ganz klar – Beverly Hills 90210
Keine andere Serie hat die 90er so sehr geprägt. Obwohl sie heute eigentlich auch nur noch peinlich ist. Außer Dylan. Der war der einzig Normale unter all den kalifornischen hirnamputierten Saubermännern und -frauen.

2 Gedanken zu „Jugendsünden Part III“

  1. sehr schönes abc, vroni. das meiste kommt mir trotz ein paar jahren weniger auf dem buckel zumindest halbwegs bekannt vor. und u2 als „sünde“ bezeichnen ist ja auch schon fast wieder eine sünde…

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