Familie, Reisen

Ich alte Sofakartoffel im Chiemgau

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Der Regen strömte vom Himmel, als wir das Auto beluden und gen Westen fuhren. Nein, das ist nicht der Auftakt zu einem amerikanischen Reise-Epos. Es ist die Abschiedsszene unseres Mini-Urlaubs im Chiemgau. Mein Mann wirft mir ehemaligen Globetrotterin gerne mit Augenzwinkern vor, dass ich ungern das Haus verlasse. Und damit hat er leider zu Teilen recht. Denn ich hasse Kofferpacken und harte Kopfkissen in fremden Betten und überhaupt die Organisation von Haustier-Babysittern. Ich ziehe jeden Abend auf der Couch mit Strickzeug und Tee und  Buch einem Abend in der weiten wilden Welt vor. Nun, vielleicht will mein Mann ja nicht, dass ich zum grunzenden Einsiedler werde. Auch dieser Wunsch hat seine Berechtigung, fürchte ich.

Aber das Reisen, vor allem mit Familie – wenn man dann den Absprung und die Kofferpackerei und all den Kram hinter sich hat – ja, das sind Höhepunkte, von denen wir noch lange schwärmen und die uns jedesmal näher zueinander und zu uns selbst bringen. Auch wenn das Reiseziel im Regen versinkt.

Aber zunächst empfing uns der Chiemsee mit einem Paukenschlag aus kornblumenblauen Himmel und wärmender Sonne. Es fehlte nicht viel und unsere Kindern hätten sich in das glasklare Wasser geworfen. Ich verknüpfte Arbeit mit Vergnügen und war Sonntag Mittag bei einem Familienhauskreistreffen als Referentin eingeladen. Ich streifte Lebensgeschichten und fremdvertraute Menschen und erzählte von mir selber. Ich nüchterne Protestantin sang zusammen mit charismatischen Katholiken Loblieder und ich stellte mal wieder fest, wie sehr ich die bunte Familie Gottes mag. Wie wir Einheit finden können, ohne einheitlich sein zu müssen. Und wie wenig es doch meine Aufgabe ist, Gott aus der Schublade anderer befreien zu müssen – ich Möchtegernheldin, ich! – sondern darauf aufzupassen, dass ich Gott nicht selbst in meine eigene Schublade packe.

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Und dann waren da noch die Berge. Die, die ich früher überhaupt nicht mochte und so viel lieber ans Meer fuhr. Nun sind sie mir ins Herz hineingewachsen mit ihrer stillen Erhabenheit und treuen Beständigkeit. Gewandert sind wir auf ihnen und spüren sie noch heute in unseren Waden.

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Und die vielen Lesestunden in unserer gemütlichen Ferienwohnung. Vielleicht waren das sogar die glücklichsten Momente unseres Mini-Urlaubs. Mutter und Töchter, jede mit Buch bewaffnet, versank jede bis spät abends in ihre eigene Welt.

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Und dann der Chiemsee. Grau und neblig und nass war der Tag, an dem wir Herren- und Fraueninsel besuchten. Die Grandeur des wahnwitzigen Schlosses Herrenchiemsee. Der heimelige Charme der Fraueninsel. Die letzten hartnäckigen Herbstblumen – Nachgeschmack der sommerlichen Fülle, das leise Moll nach dem lauten Dur.

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Nun habe ich es wieder, mein Zuhause. Und die Waschmaschine dreht leise ihre vielen Runden. Die Wiese ist unter einem Blättermeer verschwunden. Noch ein paar Tage Herbstferien mit allen Freiheiten und Hausprojekten. Und natürlich langen Abenden auf meiner Couch mit Tee und Buch und meinem Mann neben mir, der mich damit aufzieht, dass ich meine innere Oma pflege.

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Gedanken

Übergangszeiten

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Ungewöhnlich still ist es hier. Nein, ich habe mich nicht nach dem letzten Blogbeitrag eingeschüchtert von so manchem Gegenwind eingeigelt. Es ist einfach das ganz normale Leben passiert. Das Leben, welches du auch kennst und welches dir und mir so manches Mal kräftigen Gegenwind beschert.

Wir stecken noch mittendrin in einer Übergangszeit. Von Grundschule zu Gymnasium. Von Sommer zu Herbst. Von einem langsamen Lebensrhythmus zu einer schnelleren Gangart. Ich merke, wie mich das aufreibt. Weil – so bemerkte eine Freundin am Montagabend in unserem Bookclub – ich meine Erwartungen an das Leben und sowieso an meine Familie und mich nicht angepasst habe. Ich hatte geklagt, dass ich so gar nicht mehr zum Schreiben käme und mich wunderte, wie ich es bisher geschafft hatte, einmal pro Jahr ein Buch rauszuhauen. Es wäre doch zu schön gewesen, wenn alles so am Schnürchen weitergelaufen wäre wie bisher.

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Übergangszeiten bemerke ich immer erst, wenn ich verbissen meinem Leben hinterher hechte und es nicht zu fassen bekomme. Und dann mich müde, immer müder im Kreis drehe und mich wundere, warum ich kaum vom Fleck komme und warum ich mich kaum mehr an dem freuen kann, was direkt vor Augen und Händen ist. Vielleicht erfordert eine Übergangszeit ein Stehenbleiben. Sich neu ausrichten. Das anschauen was ist. Das feiern, was bereits erreicht wurde. Und was nicht ist, das darf ich getrost aufs Wartebänkchen schieben.

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Was ich brauche, ist keine effizientere Zeitplanung, kein „Jetzt-erst-recht“. Das ist, als würde ich gegen den Wind anbrüllen, ihn zwingen, die Richtung zu ändern. Was ich brauche, sind windgeschützte Nischen, in denen ich aufatme. Neue Kräfte sammele. Den Wind abwarte.

Raus, raus in die Natur und von den Bäumen lernen. Sie lassen los und kehren sich nach innen.

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Weg, weg mit unnötigen Terminen und Sorgen und Projekten. Als klassischer Over-Achiever komme ich immer wieder an diesen Punkt und lerne es immer wieder neu (ich verlerne es aber doppelt so schnell wieder).

Schluss, schluss mit sozialen Netzwerken. Zumindest stunden- und tageweise.

Und dann können sich meine verkrampften Hände öffnen und alles auf der offenen Handfläche tragen, was ich in letzter Zeit so energisch festhielt.

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Gedanken

Halle: Was in mir nachhallt.

„Hitler hat ja auch Gutes getan. Die Autobahnen zum Beispiel.“ 

Ich stehe mit meinen Freundinnen im Schulbus (freie Sitzplätze gibt es NIE). Wir sind in der 7. Klasse. Nein, diesen Satz sagt kein glatzköpfiger, Springerstiefeltragender, bomberbejackter Teeniehooligan. Sondern meine Freundin. Thesen hat sie aufgeschnappt, wo auch immer, und plappert sie nun munter nach. Erst vorgestern hatten wir im Geschichtsunterricht das Videomaterial von der Befreiung des KZs Bergen-Belsen gesehen und ich fühle mich seitdem bis in meine Grundfesten erschüttert. Und nun dieser Satz. Das ist, als würde man Donald Trump als einen fortschrittlichen Frauenfreund loben, weil er bereits mit der dritten Frau verheiratet ist.

So ist das mit der braunen Kacke. Sie kommt harmlos daher. In Schulbussen. An Familientischen. In deiner Stammkneipe. Man schaut darüber hinweg. Schweigt, weil es sich doch nur um dummes Stammtischgerede handelt. Harmlose alte Sprüche, die doch nicht wehtun. Die man mit einem schiefen Lächeln wegwinkt. „Die meinen das nicht wirklich so.“

Aber alles fängt mit Sprache an. Und entlädt sich mit Molotowcocktails an einer Synagogentür in Halle. Und in Gewehrsalven in Christchurcher Moscheen. Und auf einer norwegischen Insel in einem Blutbad.

Ich habe heute morgen so viel Wut in mir. Wut auf die, die diesen Wahnsinnigen den Weg ebnen. Die Wegbereiter mit ihrer perfiden Sprache, die ausgrenzt und verhöhnt und  verharmlost. Wegbereiter, die anderen die Erlaubnis erteilen, ihre vermeintliche Überlegenheit in Rasse, Religion und Kultur nun ungeniert nach außen zu brüllen und zu bomben.

Sie sind Brandbeschleuniger: Alle, die schweigen bei Stammtischgerede. Alle, die Parteien des rechten Spektrums unterstützen. Ja, auch die Afd gehört dazu. Gerade sie sind Meister darin, den Faschismus ganz subtil salonfähig zu machen. Sie wagen sich immer kurz über Grenzen und ziehen sich dann sofort wieder zurück. Aber die Worte, nein, die können sie nicht mehr zurücknehmen. Sie setzen sich fest wie tödliche Geschwüre, sie fallen wie giftiges Saatgut in Herzen, die von Bitterkeit und Angst zerfressen sind und vollziehen dort ihr tödliches Werk.

Ihr Christen in der Afd seid Handlanger der Brandbeschleuniger. Ich schäme mich für euch. Merkt ihr nicht, dass euch diese Partei mit euren Lieblingsthemen hofiert, um euch bei der Stange zu halten (Abtreibung, Anti-Islam-Politik, usw.)?

Das Gleiche gilt für globale Brandbeschleuniger wie Donald Trump mit seiner kindischen Polemik. (Ich schäme mich ebenfalls für alle Christen, die ihn unterstützen). Und für alle anderen Autokraten, die die gesellschaftlichen Geschwüre füttern.

Es fängt mit Worten an. Und vielleicht haben die, die mit Molotowcocktails um sich werfen und hasserfüllt durch Berlin und Chemnitz marschieren, selbst nie gute Worte über sich und das Leben gehört. Vielleicht fängt es genau da an.

Wir müssen bei den Kindern anfangen. Nicht nur bei unseren eigenen, sondern auch bei denen aus der Nachbarschaft. Vor allem bei jenen, die weniger begünstigt sind als wir. Wir brauchen Programme, um in „problematischen“ Vierteln Kindern und Jugendlichen ein Zuhause zu geben, damit es nicht andere tun. Jedes Kind muss erfahren, wie es sich anfühlt, ganz gekannt und ganz geliebt zu sein. Ich weiß, es ist ein idealistischer, hehrer Anspruch.

Gestern war Jom Kippur. Das Versöhnungsfest. Versöhnung miteinander und mit Gott. Alles, was auf dieser Welt Versöhnung anstrebt, wird immerimmerimmer torpediert werden. Verhöhnung ist lauter und einfacher als Versöhnung. Versöhnung wählt den anstrengenden Weg, die stilleren Worte. (Ich wähle heute keine stillen Worte, aber Unrecht muss laut als Unrecht tituliert werden).

Aber es sind die stillen Worte, die Veränderung und Hoffnung gebären. 

Nicht die lauten Kommentarspalten der Facebookseiten bestimmter christlicher Magazine.

Nicht das brüllende Geschwätz von Protestparteien.

Nicht die Angst vor dem Erstarken des Rechtsextremismus.

Es sind heute deine Worte, die Gutes pflanzen können. In deine Kinder. In vernachlässigte Kinder und Jugendliche in deinem Viertel. In Menschen, deren Herz von Bitterkeit und Angst infiziert ist.

 

 

 

 

DIY, Haushalt, Plastikfreier leben

Bienenwachstücher DIY

Das Internet ist eine Fundgrube. Waschmaschine kaputt? Du findest sicher ein Tutorial, dass dir Schritt für Schritt zeigt, sie wieder fit zu machen. Du kommst bei den Mathehausaufgaben deines Sohnes nicht weiter? Irgendwo in den Tiefen des Netzes wirst du den Lösungsweg finden. Im Hals kratzt es? Dr. Google wird dir verraten, dass es sich um eine bisweilen tödliche Krankheit handeln könnte, dessen Erreger aus Zentralafrika stammt.

Aber man kann auch Freunde im Internet finden. So richtige aus Fleisch und Blut. Ist mir bereits passiert. Kein Witz! Sonja ist so ein wertvolles „Internet-Fundstück“, bei der ich letzte Woche zwei Tage in Zürich verbracht hatte. Wir saßen also bei einem Cupcake-Frühstück und redeten über dies und das. So auch übers Bloggen, das uns beide verbindet. „Schade, dass es deinen Kreativen Freitag nicht mehr gibt,“ meinte sie. „Das hat auch jemand letztens in meine Kommentare geschrieben!“ gab ich zurück. Eine kurze Weile schwiegen wir und ich vertiefte mich in die Eingeweide des überaus köstlichen Cupcakes (Sonja hat nicht nur die Gabe des Schreibens, sondern ist auch eine ausgesprochen begnadete Bäckerin).

Ja, ich könnte tatsächlich ab und zu wieder etwas Kreatives posten! Nicht regelmäßig, sonst setzt mich das zu sehr unter Druck. Aber wenn ich über etwas stolpere, das unseren Alltag schöner oder leichter oder ökologischer macht….dann will ich das hier kundtun.

Heute war unser kreativer Sonntag – völlig ungeplant. Und was macht man so an einem verregneten grauen Oktobertag? Wachstücher!

Du willst deinen Plastikverbrauch in der Küche senken und Plastikfolie verbannen? Wachstücher sind dein Freund. Ich habe ein großes Wachstuch bereits seit fünf Jahren und es ist immer noch in Gebrauch. Es hält Brot und angeschnittene Melonen frisch. Es deckt Schüsseln und Krüge ab und Sandwiches kann man auch wunderbar darin einpacken. Nach Gebrauch nur kurz lauwarm abwaschen und es ist bereit für den nächsten Gebrauch. 

Anleitung Wachstuch

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Du brauchst:

  • Baumwollstoff (ich verwende für die Wachstücher Stoffreste)
  • Bienenwachspastillen
  • Eine alte Backform mit flachem Boden
    ….oder ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech

Oh, es ist so einfach! Ich liebe schnelle und erfolgreiche Projekte und dies ist eines. 

  1. Heize deinen Backofen auf 120 Grad Ober/Unterhitze vor. Bügle den Stoff, falls er knittrig ist. Schön glatt soll er sein!IMG_2032_edited-1
  2. Stell die Backform auf den Stoff, zieh mit dem Stift einen Kreis.IMG_2037_edited-1
  3. Schneide den Kreis innerhalb der Markierung mit einer Stoffschere aus (ich benutze gerne meine Zickzack-Schere), so dass der Stoff gut in die Form passt.

  4. Nun lege den Stoff in die Backform und verteile darauf gleichmäßig die Pastillen.
    Anfangs kann es passieren, dass du zu viele oder zu wenige verwendest, aber mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für die richtige Menge.IMG_2040_edited-1
  5. Stell die Form in den Backofen und warte bis das Bienenwachs geschmolzen ist. Das dauert ca. 4-5 Minuten. Prüfe, ob das flüssige Wachs alle Stellen erreicht hat. Wenn nicht, dann platziere auf die trockenen Stellen ein paar wenige Pastillen und lass die Form weitere ca. 2 Minuten im Ofen.

  6. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, dann nimm die Form aus dem Ofen. Mit einer Kochzange (oder den bloßen Fingern, wenn du dich traust) nimm das noch heiße Wachstuch aus der Form. Halte es ca. eine halbe Minute in der Luft bis das Wachs leicht angetrocknet ist und lege es dann zum Trocknen auf Backpapier.IMG_2042_edited-1IMG_2043_edited-1IMG_2044_edited-1

Das Ganze kannst du auch ohne Backform auf einem Backblech machen. Da ist es nur wichtig, dass das Backpapier die Ränder ganz bedeckt. Nicht, dass dir das flüssige Bienenwachs dein Backblech versaut….

 

 

 

Familie, Garten, Gedanken

Alltagsritt

IMG_2021Der Anfang ist schwer. Mein Kind holpert im Sattel auf und ab als sei es ein willenloser Spielball höherer Gewalt. Sich auf ein Pferd einlassen ist eine beängstigende, den Bauch und Kopf aufwühlende Sache, die mit Geduld und Durchhaltevermögen zur Herzenssache wird. Auch in der zweiten und dritten und vierten Stunde holpert das Kind, findet beim Trab nicht den Rhythmus des Pferdes, knallt mit dem Hinterteil immer wieder schmerzhaft in den Sattel. Beim ersten Galopp fällt das Kind in den weichen Sand. Mit weit aufgerissenen Augen steht es auf, klopft sich den Sand vom Hosenboden und geht entschlossen auf das Pferd zu, nimmt es am Zügel und schwingt sich wieder auf seinen Rücken. Seine Hände zittern leicht. Weiter gehts. Nach dem Runterfallen soll man ohne Nachdenken sofort wieder aufsteigen.

Alte Reiterweisheit.

Nun reiten beide Kinder seit einem Jahr. Sie haben sich durchgebissen. Durch unfreundliche Reiterställe (warum sind alle Reiterställe unfreundlich -ist das ein Qualitätsmerkmal, welches ich nicht kapiere???), das Gewirr von Trensen und Martingals und Sattelgurten und tausend Misserfolgen. Weil sie es lieben, den Pferdegeruch, die wuscheligen Mähnen und der Wind, der ihnen beim Galopp um die Nase weht.

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Der September ist der Monat, in dem ich jedes Jahr unseren neuen Rhythmus finden muss. Dieses Jahr war er besonders wild, gebärdete sich unfreundlich, warf mich mehrmals ab und ich fand mich wieder auf meinem Hosenboden, verwirrt und zornig. Und dann wieder kam er versöhnlich auf mich zugetrabt und wärmte mich.

Unsere Große kam auf die weiterführende Schule im Nachbarort. Das bedeutete für alle eine gewaltige Umstellung. Ganztagsschule. Ein müdes Kind, das sich mit allen Kräften bemüht, sich an der neuen Schule gut einzuleben. Ein Geschwisterkind, das mittags ihre Spielkameradin vermisst. Ein Wochenplan, der völlig neu ausgetüftelt werden will und weil er nicht mehr funktioniert wie vor den Ferien, miste ich ihn aus. Damit Raum zum Leben bleibt. Damit wir einen Rhythmus finden, bei dem wir nicht schmerzhaft aneinanderknallen. Ich möchte nicht jeden Morgen mit dem Gefühl aufstehen, dass uns ein weiterer Tag völlig überwältigen wird (Und natürlich gibt es solche Tage, darf es auch geben, aber sie sollen nicht die Mehrheit ausmachen).

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Wir haben unseren Rhythmus nun gefunden und schwingen mit. Gelegentliche Bocksprünge bleiben nicht aus. Aber es bleibt Zeit zum Bauen von Baumhäusern, für Teestunden und Skateboardrunden, zum Kochen von Apfelmus und zum Feiern eines 45. Geburtstages.

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Wie oft wirft uns das Leben in den Sand. Manchmal müssen wir eine Weile liegenbleiben. Da wäre die alte Reiterregel vom sofortigen Aufsteigen falsch verstandene Tapferkeit und der Tassenspruch „Aufstehen, Krone richten, weitergehen“ ein zu kleines Pflaster für eine zu große Wunde.

Aber auf unseren ganz normalen Alltag dürfen wir aufsteigen, unseren Rhythmus finden und wenn es an allen Ecken und Kanten klemmt, müssen wir kurz nochmal absteigen, nachjustieren, die Zügel lockerlassen und dem Alltag Zucker geben.

PS: Diese Woche bin ich in der Schweiz. Wenn du Zeit hast, dann komm nach Winterthur oder Zürich – ich freue mich, dich dort zu sehen!

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