Bilder

Ich bin früher – als ich noch Zeit hatte – gerne ins Museum gegangen. Am liebsten alleine, denn dann konnte ich mein Tempo selber bestimmen. Ich verbrachte kleine Ewigkeiten vor Bildern. Weniger, weil ich der große Kunstkenner bin. Ich kann wahrscheinlich keinen Rubens von einem Rembrandt unterscheiden. Aber ich mag die Geschichte, die ein Bild erzählt. Manchmal ganz offensichtlich, manchmal muss man arg interpretieren. Oder ignorant mit der Schulter zucken und weitergehen.

Mein letzter Museumsbesuch ist lange her. Kultur ist von Kinderprogramm abgelöst worden. Und manchmal fehlt es mir arg: das Jazzkonzert, die Galerie, das Kino, die Vernissage.

Gerade schaue ich mir die Bilder der vergangenen Wochen an, die ich geschossen habe. Es sind immer wiederkehrende Motive. Kleine Stilleben des Alltags. Ich stehe fest auf immer gleichem Boden mit immer gleichen Menschen und Tieren. Und doch erzählen auch sie eine Geschichte. Eine, die keinen Anfang und kein Ende hat. Es ist die Geschichte des Mittendrin. Auch die ganz großen Künstler haben oft ganz normale Alltagsmomente auf die Leinwand gebracht: ein Mädchen, das Milch in eine Schüssel gießt. Ein Schlafzimmer mit ungemachtem Bett. Zwei in ein Buch vertiefte Mädchen. Momente eingefroren in Ewigkeit, die nun in den großen Museen der Welt hängen und Menschen selbst nach Jahrhunderten noch bewegen.

Nun, meine persönlichen Fotos werden niemanden mehr in Jahrhunderten bewegen, aber sie werden mir mit jedem weiteren Jahr zunehmend zum Schatz werden. Sie werden erzählen, wie wir unseren Mai 2018 verbracht haben. Und zwar so:

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Die Mädchen verbringen die Abendstunden am liebsten im Garten. Träumen sie von der nächsten Apfelernte?

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Kleine Strickprojekte….

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….und Matheaufgaben.

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Ich versuche mich das erste Mal an Bohnen für unser Bohnen-Tipi. Ob sie den Schnecken zum Opfer fallen werden?

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Der Garten ist so ganz anders, als ich ihn geplant hatte. Irgendwie sehr viel wilder, eigenwilliger, naturnaher. Er ist weder sauber, noch geordnet, noch schnecken- und Queckenfrei. Aber so ganz einzigartig mit seinem Spiel aus Licht und Schatten, mit provisorischer Feuerstelle und uralten Obstbäumen, unebenem Boden und Brombeerranken.

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Amelie backt ihre guten Schoko-Cookies für Papa und unsere Himmelfahrt-Wandergesellschaft.
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Ich hab mir zum ersten Mal selbst ein Kleid genäht. Nun tja, das Ergebnis ist bitterlich enttäuschend. Was hab ich einen Abend lang vor mich hingeschmollt! Das Kleid sitzt wie ein Kartoffelsack. Nun grübele ich darüber nach, wie ich es soweit optimieren kann, dass es straßentauglich wird….

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Endlich ist der Platz unter der Tellerschaukel leer!

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Und jeden Abend Radieschen aufs Butterbrot.

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Letzte Arbeiten am Manuskript für mein neues Buch.

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Wanderung durch die märchenhafte Tobelschlucht. (Und der Typ / die Typin, welche(r) obiges Kunstwerk in mühevoller Kleinarbeit geschaffen hat, bekommt meinen vollen Respekt! Wieviele Rückschläge und neue Anläufe wird er / sie gebraucht haben?)

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3 Kommentare zu „Bilder

  1. Hallo Veronika, hier Silvia aus Winzerhausen (: Sally war gerade hier (: Könntest Du mir bitte verraten woher Du die Matheübungen hast? Das könnte ich für meinen Sohn gut gebrauchen, etwas zum Wegwischen und immer wieder ausfüllen. Danke! Viele Grüsse Silvia

  2. Danke für die wundervollen und so aussagestarken Fotos. Mitten aus dem Leben und voller Leuchtkraft. Wir haben gestern auch schon die ersten Radieschen essen, im Wildkräutersalat.

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