Tag der Erde und des Buches

IMG_5465Gestern war offizieller Earth Day. Bei mir ist gerade jeder Tag Earth Day. Meine Fingernägel sind schwarz vom vielen Graben in der Erde, vom Pflanzen, Säen, Unkraut ausreißen. Ich habe in den letzten Tagen 30 Säcke Rindenmulch geschleppt, Bäume gekauft, Sommerblumen gepflanzt. Der ehemals verwilderte Vorgarten ähnelt nun – nach meinem Permakulturexperiment – einem großartigen Misthaufen. Passanten bleiben stehen und fragen nach, was ich da treibe. Und ich tue so, als hätte ich voll die Ahnung vom Gartenbau. Dabei bin ich doch nur eine Dilettantin, die zu faul zum Umgraben ist und stattdessen den ganzen Vorgarten  mit Pappkarton und Heu abdeckt. Ich wische mir also den Schweiß von der Stirn und trompete voll Selbstbewusstsein: Jaaaaa, das ist ein Prinzip aus der Permakultur. Mein Gegenüber nickt unsicher und verabschiedet sich schnell. Ich trage sicherlich zur Belebung des Dorftratsches bei. Was man nicht alles tut, um sich zu integrieren…

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Und auf den Earth Day folgt prompt der Welttag des Buches. Also lasst uns heute Bücher feiern! Diese wunderbaren Parallelwelten, in die wir fliehen können, wenn wir uns einsam fühlen, Inspiration und Ablenkung brauchen, wenn wir im Kopf in eine andere Zeit reisen möchten, wenn wir Stimmen brauchen, die uns zum Lachen bringen oder in eine neue Richtung lenken.

In den letzten Monaten habe ich weniger gelesen, was unter Umständen an unserem Netflix-Abo liegen könnte. Ähäm. Das muss sich ganz schnell wieder ändern.

Hier ist ein kleiner Stapel der Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe und die Eindruck hinterließen. In ihnen werde ich immer wieder lesen.

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Welches Buch hat euch in letzter Zeit zum Lachen gebracht?

Zum Nachdenken?

Zum Weinen?

Welches Buch nehmt ihr immer wieder gerne in die Hand? 

 

 

 

 

7 Kommentare zu „Tag der Erde und des Buches

  1. Buch: Als aktuell Wenigleserin (ich bin zu sehr auf Trab dazu und muss Schlaf priorisieren) habe ich mir letztens Dirty Glory von Pete Greig als Hörbuch angehört (free trial von Amazon – super Sache. gelesen vom Autor, gehört zum Wäsche falten und Küche aufräumen). Das hat mich inspiriert, herausgefordert, zum Lachen und Träumen gebracht.

  2. Gerade lese ich „Die leisen Weltveränderer – Von der Stärke introvertierter Christen“ von Debora Sommer. Ein Buch mit einer Tiefe, die mir die Tränen in die Augen treibt. Ich fühle mich verstanden. Nicht alleine in den Tiefen des Ozeans. Ermutigt, mich nicht zu verstecken. Ein Buch, das ich sehr weiterempfehlen kann!

  3. Ich finde das Buch „Dein Leben ist ein wilder, wunderschöner Garten“ von Danielle Strickland, das ich vor Kurzem gelesen habe, total aufbauend, ermutigend und vor allem entspannend. Immer noch zehre ich von den Gedanken aus dem Buch, wenn ich das Chaos in meinem Haus und vor allem momentan in meinem Garten sehe, aus dem ich scheinbar nie herausfinden werde – egal wie viele Listen und Haushaltspläne und neue Organisation ich versuche.
    Danielle vermittelt, dass Chaos das Material ist, aus dem Gott erschafft. Aus Chaos hat Gott die Welt erschaffen. Die Frage ist nicht, wie Gott mein Chaos in Ordnung bringt, sondern was Gott mitten in und aus meinem Chaos heraus alles tut (und das sehe und spüre ich jeden Tag), und wie Gott aus meinem Chaos SEINE göttliche Ordnung erschaffen kann, wenn ich ihn lasse.
    Seitdem sehe ich mein inneres und äußeres Chaos mit neuen, entspannteren Augen. Ich bin zwar immer noch viel damit beschäftigt, Ordnung schaffen zu wollen und alles unter Kontrolle bringen zu wollen (so einfach wird man das offenbar nicht los), aber oft kann ich auch innehalten und denken: Wenn Gottes Schöpfungsmaterial Chaos ist, dann kann er mit mir noch ganz viel anfangen. 😉

  4. „Eine Geschichte der Zitrone“ von Jo Cotterill sowie „Und in mir der unbesiegbare Sommer“ von Ruta Sepetys – sind eigentlich Jugendbücher – haben mich sehr bewegt. Vielleicht schon mal selber lesen und für deine Mädels aufbewahren, so mache ich das immer mit Büchern für meine Tochter (ist ja auch ein gutes Alibi, um noch mehr Bücher zu kaufen ;o)

  5. Oh ja, die „Geschichte der Zitrone“ ist soo schön, wie übrigens viele der Bücher aus dem kleinen aber feinen Königskinder-Verlag (allein der Name!). Der hat zwar in diesem Frühjahr sein Programm eingestellt, die noch lieferbaren Titel sollte man/frau sich aber mal anschauen! Sehr empfehlenswert in deren Programm ist auch „Mein Name ist nicht Freitag“, aus der Sicht eines Jungen, der als Sklave verkauft wird …traurig, aber auch mit Hoffnung.
    Ein Buch, von dem ich in diesen ersten Monaten des Jahres sehr profitiert habe ist „Warum Ruhe unsere Rettung ist“, von Tomas Sjödin. Ein Lebensstil der Ruhe, inmitten der Stürme des Lebens …

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