Warten aufs Christkind

Heute haben wir gefeiert, was das Zeug hielt. Vor acht Jahren sind wir am frühen Morgen, als die Sterne noch am Himmel standen, Eltern geworden.

Und heute früh, als der Nebel noch über Waldbach stand, hüpfte ein Geburtstagskind erwartungsfroh in unser Bett. Ihr lang ersehnter Tag war endlich angebrochen. Den Abend davor hatte ich noch ein paar Tränen vergossen und die musste ich erst noch abschütteln. Tränen der Sentimentalität und Unsicherheit darüber, in welche Welt meine Tochter hineinwächst.

Wir haben den Tag alleine als Familie verbracht. Es war einer dieser Tage, an den wir uns noch in Jahrzehnten erinnern werden. Es war einer dieser Tage, an dessen Ende man vor Müdigkeit glückselig grinsend aus den Latschen kippt.img_6941_edited-1img_6967_edited-1

Nach einem kurzen Schultag und Spagetti Bolognese gings zur Kletterhalle, wo unsere Kinder zwei Stunden lang die Wände hochgejagt wurden. Und dann ins Kaffee zu Tee und Torte. Wieder daheim wälzten wir Fotoalben, spielten mit den Geschenken und schauten Madita. Nun endlich ist Ruhe eingekehrt und ich hänge dem Tag in Gedanken nach. Acht Jahre bin ich nun Mutter. Heute früh sagte ich zu Armin: „Damals im Krankenhaus hab ich mir nicht vorstellen können was Mutterschaft eigentlich bedeutet.“ Soviel mehr als trendige Kinderwägen, Krabbelgruppe und Langzeitstillen. Soviel mehr! Mutterschaft hat mich komplett auseinander genommen und neu zusammen gesetzt. img_6973_edited-1img_6946img_4971_edited-1img_4959_grosimg_4946_edited-1      img_4932_edited-1

Jetzt richten wir uns innerlich aus auf die Tage, die vor uns liegen. Meine Kinder sind mittlerweile alt genug, um am 24. Dezember tagsüber zu maulen, zu jammern und sich zu Tode zu langweilen. Deshalb hab ich im Hinterkopf schon ein kleines Notprogramm aufgestellt, damit wir alle gechillt durch den Tag kommen.

Indoor:

  • TV glotzen: 3 Haselnüsse für Aschenbrödel, Der kleine Lord, Muppets Weihnachtsgeschichte..
    …..und unser Geheimtipp für alle großen und kleinen Playmobilfans: Familie Hauser (bitte unbedingt die Episode „Papa geht aufs Töpfchen“ ansehen!!)

Outdoor:

  • Ab in den Wald! Wir sammeln am 24. immer Moos, um damit unsere Krippe aufzupimpen. Im Wald fliegt bei uns das Christkind vorbei und lässt „aus Versehen“ einige Süßigkeiten fallen …..Überraschung 🙂
  • Wenn das Wetter passt: Austoben auf dem Spielplatzimg_6933_edited-1

7 Kommentare zu „Warten aufs Christkind

  1. 8 Jahre Mama bin ich heute auch. Und deine Gedanken teile ich.
    Ich staune über deine Worte und mache sie mir zu eigen, wenn ich keine finde.
    Gesegnete Weihnachten.

  2. Ich bin am 13.12. vor 6 Jahren Mama geworden. Für mich war es damals etwas ganz besonderes, gerade im Advent auf die Geburt unseres Kindes und auf die des Erlösers zu warten.
    Den Geburtstagszug haben wir auch 🙂 Aber unserer hat nur 6 Waggons. Habt ihr mehr, oder nehmt ihr einfach dann nur 6?
    Danke für den Artikel, und überhaupt den Blog! Frohe Weihnachten!

  3. Danke für die schönen Tipps… das entspannt mich….ich bin vor 15 Jahren das 1. Mal Mama
    geworden und dann nochmal vor 8 Jahren….. Ja, dass stimmt…es verändert ganz ganz viel.
    Alles LIebe für Euch

  4. Ich bin sehr froh, dass ich dich und deine Texte dieses Jahr kennenlernen durfte. Danke für den tollen Dornentext. Am Morgen hatte ich darauf gehofft und schwups war er da- ein großes Pflaster für die Seele. Und weil ich im Sommer Zeit hatte und keine Zeitschriften lese, habe ich immer wieder mal in deinem Blog gestöbert, wie in einem Fortsetzungsroman. Und deshalb hoffe ich wirklich, dass da ein Haus für euch ist, das ein neues Zuhause für euch wird. Das wäre dann ein bißchen wie ein Happy End für die Leserin und für euch natürlich! Frohe und gesegnete Weihnachten unbekannterweise, aber von Herzen

    1. Dir auch ganz wunderbare Weihnachtstage mit ganz viel sorgenfreiem Nichtstun! Ach, ich freu mich über unsere Freundschaft hier im Web – bin gespannt, was 2017 uns bringen wird. Sei gesegnet!

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