Entrümpeln in 27 Tagen

IMG_3501Seit Monaten, MONATEN!! will ich entrümpeln. Aber ich schiebe es vor mir her, weil andere Dinge wichtiger sind. Eisessen mit den Kindern, Kaffeetrinken auf der Couch, Marmeladekochen, Spontantrips. Und jedes Mal, wenn ich mich ganz ganz ehrlich ans Machen machen will, wirft mir das Leben einen Knüppel vor die Füße: Ein Kind wird krank, ich werde krank, die Sonne scheint, es regnet, ich bekomm meine Tage oder die Zeugen Jehovahs klingeln an der Tür.

Was wirklich Schuld an meiner Entrümpelung-Unfähigkeit ist? Mutlosigkeit vor einer gewaltigen Aufgabe! Wo soll ich anfangen? Ich werde doch niemals fertig! Ich brauche doch Jahre!!

Ich muss meine Ängste also irgendwie überlisten. Und deshalb habe ich beschlossen, diese gewaltige Aufgabe in kleine Tagesaufgaben herunter zu brechen.

Ich stelle mich hiermit der 27-Tage-Entrümpelungs-Challenge. 

Den ersten Tag (heute!) werde ich mit dem Ausmisten von Klamotten verbringen. Dazu angestiftet hat mich dieser Beitrag auf Heikes Blog.

Meine Tipps zum Entrümpeln: 

  1. Ich stelle mir den Wecker. Je nach Aufgaben-Umfang können das 10 Minuten sein (z.B. bei Schmuck) oder 1 Stunde (bei Klamotten). Unter Zeitdruck arbeite ich am schnellsten und effektivsten. Und ich lasse mich dann nicht von anderen Dingen ablenken.

  2. Ich behalte nur Dinge: 
    …die oft in Gebrauch sind.
    …die einen HOHEN sentimentalen Wert haben.
    …für die ich einen festen Platz habe.
    …die mir wirklich Freude machen.


  3. Ich gebe Dinge weg: 
    …die ich nie wirklich benötige.
    …die ich doppelt und dreifach besitze (wer braucht 23 Vasen???)
    …von denen ich hoffe, dass sie mir irgendwann passen.
    …mit denen die Kinder nicht mehr spielen.
    …von denen ich mich bisher nur nicht trennen konnte, weil sie noch relativ neu sind oder Geschenke, die ich aus Höflichkeit nicht weggeben möchte.


  4. Ich habe beim Entrümpeln drei Behälter:
    …Einen für den Diakonie-Laden.
    …Einen für Ebay-Kleinanzeigen.
    …Einen Mülleimer.


  5. Einige wenige Bastelarbeiten der Kinder kommen in einen extra Karton zur Erinnerung. Den Rest fotografiere ich und schmeiße ihn dann weg. Ihre gemalten Bilder sammle ich in einer Mappe – aber ganz ehrlich: ich behalte nur ca. 10 Prozent. Der Rest kommt weg.

  6. Ich entrümpele ALLEINE! Ansonsten hab ich hier zwei heulende Kinder und einen motzenden Mann.

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Ich freue mich schon so auf ein leereres Haus. Weniger Zeugs verschafft mir ein Freiheitsgefühl, ein erleichtertes Aufatmen. Mit jedem Schritt wächst die Motivation und die Ordnung dehnt sich bei mir auch immer in andere Lebensbereiche aus. 

Wer ist mit an Bord? Wer macht mit bei der 27-Tage-Entrümpelungs-Challenge??

Hier ist mein 27-Tage-Plan. 

Und hier ein Blanko-Plan. 

So, jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt. Der Wecker ist gestellt – auf gehts!

 

20 Kommentare zu „Entrümpeln in 27 Tagen

  1. Liebe Veronika, ich bin dabei! Das ist meine Chance 🙂 So mache ich die Arbeit virtuell gemeinsam (gemeinsam beflügelt mich) aber doch allein (allein hilft mir bei der Sache zu bleiben. Mit Schaudern denke ich an den Gitarrenunterricht bei einer Freundin, der ab der 2. Stunde aus Kaffeetrinken und Plaudern bestand…) Vielen Dank, dass du mir mit diesem Post so hilfreich in den Hintern getreten hast 🙂 LG Elina

  2. Genau was ich heute morgen gebraucht habe!

    Wir haben Ferien. Und ich will sie geniessen. Vor allem die Tage die wir einfach nur hier sind. ABER da ist diese Liste die auch endlich gerne erledigen will weil ja nicht so viel drumherum los ist. Und ich neige dazu in einer Ecke anzufangen, muss dann eine Sache woanders hinbringen (damit es endlich wieder am Bestimmungsort ist!) und sehe dann da andere Sachen die geräumt werden müssten. So geht es weiter bis ich mich völlig verzettelt habe, 5 Stellen angefangen habe, das Chaos aber so gut wie nicht beseitigt ist weil keine Ecke fertig geworden ist….

    Ich drucke jetzt die Blankoliste aus und versuche mich zu sortieren! Auf geht´s!

  3. Yeah, entrümpeln! Das muss ich auch machen … und auch schon seit Eeeeeewigkeiten … aber ganz ehrlich – EIN Tag für Klamotten??? Ich hab vier Kinder und einen riesigen Schrank voller Vorratsklamotten plus einen halben Hängeboden voll mit Sachen, die niemand mehr tragen wird und die noch kein neues Zuhause gefunden haben. Und das sind nur die Kindersachen. Spielsachen genau das Gleiche. Die Großen wachsen raus aus den Sachen und die Kleinen haben schon so viel Eigenes, aber es sind noch so gute Sachen … ich glaube, mein Hauptproblem sind … Entscheidungen … seufz.
    Bin gespannt auf Deine Ergebnisse. Ich kann erst in anderthalb Wochen anfangen, wenn Ferien sind.

  4. Ich bin auch voll dran, aber eigentlich vor allem weil wir in ca. 6 Wochen zügeln. Da möchte ich nichts mitnehmen, was nicht wirklich gebraucht wird oder hohen sentimentalen Wert hat! Aber ehrlich gesagt ist das Packen einfacher als das Entrümpeln! Auch Sachen verkaufen braucht recht viel Zeit und Aufwand. Sachen zum Diakonie-Laden oder zum Flüchtlingszentrum bringen ist toll, aber die nehmen auch nicht alles! Die Entscheidung, was ich mit welchem nicht mehr gebrauchten, aber noch brauchbaren Gegenstand mache, ist nicht immer einfach! Ich habe deine Liste ausgedruckt und hoffe, sie hilft mir beim Entrümpeln, nicht nur jetzt beim Umzug, doch auch später (einmal jährlich?)! Danke!

    1. Ich kenn das gut! Ich hab so manche Zeit auf Basaren und Flohmärkten gestanden und nur einen Bruchteil verkauft. Dafür hab ich eigentlich gar keine Zeit. Hier in unserem Diakonie-Laden kann ich GsD alles abliefern. Ein paar wenige richtig gute Sachen stell ich auf eBay Kleinanzeigen. DAs ist die Verkaufsplattform, die am wenigsten Mühe macht.

  5. Jedes Jahr entrümple ich mal hier und mal dort, wo es mir eben auffällt, daß mal etwas getan werden muß. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, das ich nicht weiterkomme. Jetzt habe ich mir deine Liste ausgedruckt und bin voll motiviert.
    Wenn die Kinder nachher aus der Schule kommen, werde ich sie gleich vor die Kleiderschränke zerren…..Die werden sich freuen…!? Wenn im Herbst die Kleiderbasare wieder losgehen, verkaufe ich die guterhaltenen Sachen. Der Rest wandert zum Altkleidercontainer vom Roten Kreuz.
    Liebe Grüße

  6. Euch allen viel Freude am Entrümpeln. Ich hab vor einem halben Jahr meinen Kleiderschrank verschlankt und nur noch Lieblingssachen drin. Das tut so gut, alles was ich rausziehe, passt und ich mags. Allerdings muss ich mich auch immer wieder neu drüber her machen, denn es kommen ja auch immer wieder Teile dazu …
    Noch als Tipp: das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo war für mich eine echte Inspiration. Nicht alles konnte ich umsetzen, aber doch einen großen Teil. Auch bei mir gibt es noch genügend chaotische Ecken. Dennoch habe ich meine Haltung verändert und das macht es im Alltag deutlich leichter, sich von Dingen zu trennen …

    1. Das Buch hatte ich auch vor einiger Zeit angefangen zu lesen. War aber leider nix für mich. Vor allem konnte ich ihrem Versprechen nicht glauben, dass man nach ihrer Methode nie wieder ausmisten muss… Vor allem nicht, wenn man Kinder hat. Aber es hat mich inspiriert, meine eigene Methode zu finden!

      1. Dieses Versprechen halte ich auch für Quatsch. Aber ein paar Dinge sind echt gut. Hab eine erfolgreiche Woche

  7. Liebe Veronika – das klingt gut! Und ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Durchhaltevermögen und die Freude, die sich schon auf dem Weg dieser Entrümpelungstour sicher einstellen wird 🙂

    Ich werd mir das auf alle Fälle für die Zukunft vormerken und Deine Tipps werden da mit Sicherheit noch zur Umsetzung kommen. Auf meinen Mann und mich wartet auch noch jede Menge Entrümpelungsarbeit – und dabei liegt eine Haushaltsauflösung gerade erst hinter uns! Das war sowas von anstrengend – wenn ich nur daran denke, steht mir bereits wieder der Schweiß auf der Stirn.
    Wir haben es geschafft und das Haus ist leer… und jetzt „dürfen“ wir hier in Deutschland in meinem Elternhaus direkt weiter machen :-0 Danach sind wir dann vermutlich Entrümpelungsexperten *grins*
    Ich hoffe nur, dass wir anschließend auch konsequent genug sein werden, damit es nie wieder so voll wird bei uns…

    Hier ein paar Bilder von unserer „Entrümpelungsaktion“
    http://allgaiers.com/haushaltsaufloesung/

    1. Hallo Doro, ihr seid nach so langer Zeit zurück in Deutschland! Was für eine Hauruck-Aktion. Respekt dafür. Ich wünsch euch allen gutes Einleben in der fremden Heimat…
      Liebe Grüße
      Veronika

      1. Herzlichen Dank!!!
        Ja, das war ein echter Marathon. Sogesehen ist mein Bedarf an Entrümpelung echt mehr als gedeckt!
        Wir werden sehen wie das mit dem einleben klappen wird…

  8. ohjaaaaa, gibt es jemand der das nicht immer wieder vor sich hinschiebt. Mein Plan ist es mein Schlafzimmer zu entrüumpeln und mir da eine kleine Ecke schaffen. Vielleicht klappts ja mit dem Plan.

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