Freitagsfutter

Freitags halte ich inne, mit einem Blick zurück auf die vergangene Woche. Was hat meiner Seele, meinem Körper gut getan? Was hat mich wortwörtlich “gefüttert”?

Montagabend Book-Club.

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Sally stellt ein Buch vor, das sie regelmäßig im Advent liest. Dann hält sie es hoch und fragt: „Wer möchte es ausl….“ „ICH!“

Nun lese ich täglich in „Watch for the Light“. Unter anderem kommen in dem Buch Bonhoeffer, Donne, Aquinas, Nouwen und Yancey zu Wort. Ich sauge jeden einzelnen Satz wie eine Verdurstende auf. (Und dabei stelle ich wieder fest: Schreiben ist keine unnütze Sache!).

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Vorgestern las ich diesen Augenöffner:

„How are we to carry out all the tasks laid upon us; how are we to plan our next year; how shall we find the strength both for securing our economic needs and in reaching out to the needs of others? But as important as these questions are, it is more important to remember the ancient question ‚why‘.“ Philip Britts

Wir sollten innehalte und aufhören zu fragen: „Wie soll ich das alles schaffen“ und stattdessen nach dem „Warum“ zu fragen. 

Warum tue ich das?

Warum brauche ich das alles? Brauche ich das alles?

Warum ist mein Kalender so voll?

Warum bin ich so gehetzt?

Warum muss alles ins Detail geplant sein? Muss alles ins Detail geplant sein?

Warum treibe ich jeden Tag meine Kinder an?

Warum bin ich unzufrieden mit meinem Mann?

Warum bin ich unzufrieden mit mir selbst?

Aus den Warums fließen die Antworten, die uns zeigen, wie irrelevant vieles ist. Wir können Dinge getrost aus unseren Kalendern und Listen purzeln lassen. Ohne Verlust.

In den Warums erkennen wir, dass das Leben unperfekt bleiben und sich immer gegen unsere Optimierungs-Bemühungen sträuben wird.

Die Warums zeigen mir, dass ich immer und immer wieder meine Hände öffnen und loslassen muss. Um sie mir füllen zu lassen mit Dingen, die ganz anders aussehen als erwartet.

Wir können Weihnachten für uns klein und für andere groß machen. Kleine Geschenke. Weniger Spielzeug. Weniger auf dem Plätzchenteller. Mehr in die „Brot-für-die-Welt“-Tüte. Weniger auf den Listen. Mehr Zeit. Weniger Schreien. Mehr Umarmungen.

 

5 Kommentare zu „Freitagsfutter

  1. Das ist so wahr! Es tut gut von Zeit zu Zeit mal einen Schritt zurückzutreten und sich das eigene Leben mal von außen zu betrachten… und dann neu zu entscheiden was wirklich wichtig ist.

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