Unser Weihnachts-Klo

Wenn der Tag  verkackt ist, dann hilft es, ihn sich ein bisschen schöner zu machen. Nicht wahr?

So wie unser Klo.

IMG_8679Meine erste Weihnachtsdeko dieses Jahr.

Vielleicht dekoriere ich die nächsten Tage noch ein bisschen mehr.

Vielleicht auch nicht.

Vielleicht werde ich meine wenige Kraft diese Woche nur auf meine Kids konzentrieren.

Vielleicht überfällt mich aber noch der Rappel und ich werde in meinem Wahn backen, die Fenster putzen, die Geranien draußen endlich reinholen, Fenster-Sterne basteln, einen Werkzeugkoffer für Josefines Geburtstag glitter-pink gestalten, Adventskalender basteln und zehn Kilometer Lichterketten entwirren.

Vielleicht könnte ich auch den Autor Tommy Jaud zitieren: „Einen Scheiss muss ich.“ (Passend zum Toiletten-Thema).

Vielleicht habe ich diese Woche nur Bock auf dem Sofa zu liegen.

Ganz sicher: Diese Woche konzentriere ich mich nur aufs Nötigste. Kranke Kinder pflegen. Ein klitzekleinwenig backen. Die Fenster (wie immer) dreckig lassen. Geranien erfrieren lassen. Neue Lichterketten kaufen. Auf der Couch rumgammeln.

Und mich mit jedem Klogang ein wenig weihnachtlicher fühlen.

PS: Ich sollte mich an meine fällige Family-Kolumne setzen. Morgen früh – ganz sicher! Mit gespitztem Bleistift, angestrengter Miene und leerem Kopf. Vielleicht könnt ihr mir Gedankenanstöße, Stichworte, Wunschthemen nennen? Manchmal reicht nur ein Wort und dann purzeln die restlichen Worte in meinem Kopf in die richtige Reihenfolge!

 

15 Kommentare zu „Unser Weihnachts-Klo

  1. HAHAHAHA. DAS KLOOOOO will ich haben!!!
    Ich beschaeftige mich gerade mit (falschen, unnoetigen) Perfektionismus und Kontrollwahn. Und wie ich dabei den ganzen Spass verpasse, weil ich so angestrengt versuche, perfekt zu sein.

    1. Ja, ich war heute so in meinem Perfektionswahn verstrickt, dass nichts gelang. Ach ja, und mein Email-Account wurde auch gehackt. Dann hab ich mir einfach den Spaß mit der Klo-Deko gegönnt. Der schönste Augenblick? Als mein Mann nach der Arbeit aufs Klo gehen wollte und einen Lachanfall bekommen hat 🙂

  2. Hallo und voradventliche Grüße! Eine süße Deko! Und genauso wie ihr verbringen wohl auch wir unsere Woche: Kinder pflegend und auf dem Sofa… Ich wünsche dir einen ruhigen Advent ohne viel Stress ( die kranken Kinder zwingen uns ja ohnehin dazu…) vielen Dank für das (mit)teilen deiner Gedanken mit uns.

  3. Liebe Veronika,

    Ich lese so gerne von dir! Du bist so ehrlich und hilfsbereit in deinen Texten. Ich finde mich so oft wieder und fühle mich, als würde ich dich kennen. Ich fühle mich so oft durch dich ermutigt! Das tut mir gut. Und bei allem, was in der Welt so vor sich geht und was unser Alltag so mit sich bringt, ist es doch schön, dass wir das Leben genießen dürfen!

    Ja, koste das Leben aus, ehe es zu Ende geht — so wie eine silberne Schnur zerreißt oder eine goldene Schale zerspringt, so wie ein Krug bei der Quelle zerbricht oder das Schöpfrad in den Brunnen fällt und zerschellt.
    Prediger 12:6 HFA

    Auch wenn es mal nicht so wuppt,… genieße dein Sofa diese Woche und deine Kinder, deinen Mann, die Katze und das Weihnachtsklo!

  4. Hi Veronika,

    ich bin eine, die Deinen Blog liest und sich jedesmal riesig freut, wenn ein neuer Beitrag eintrudelt.

    Wegen dem einen Wort…: Bei mir ging einiges drunter und drüber in letzter Zeit und ich tanke oft mit Liedern auf, bevorzugt auf deutsch und meistens nicht aus der christlichen Ecke. Grade dudelt mir „Hey“ im Kopf von Andreas Bourani (lief im Auto) und dabei vor allem die Zeile: Hey, sei nicht so hart zu dir selbst. Es ist ok, wenn du fällst. Auch wenn alles zerbricht, geht es weiter für dich… usw…. Vielleicht ist das „ein Wort“?

    Viele Grüße aus Franken, Danke für alle deine Wörter!

    Kathrin

    >

  5. Geht es nicht allen so(hoffentlich!) jedes Jahr wieder gibt es mindestens ein verbranntes Blech mit ungenießbaren Plätzchen. Genauso ist es mit der ganzen Adventszeit es wird nie alles perfekt laufen, alles hübsch kreativ dekoriert sein und 10 Plätzchen Sorten auf dem Tisch stehen. Ich will für das dankbar sein was wir haben und nicht auf das sehen was fehlt. So kann ich mich über 3 Bleche nicht verbrannter Plätzchen :)und voradventliches Singen mit meinen süßen Kindern freuen.

  6. Zur Family – vielleicht schreibst du darüber, dass Mütter ihren Kindern ruhig zutrauen können, wenn es regnet oder schneit den Schulweg z.B zum Bus zu Fuß bewältigen können…
    Und überhaupt täten unserer Gesellschaft ein paar Kinder gut, die nicht schon immer meinen alles zu wissen / zu kennen / zu können, weil deren Eltern sich schon darum gekümmert haben. Also dann würden sie vielleicht wirklich was lernen und selbstständig werden…

  7. Hallo Veronika,

    was mir fast jedes Jahr so geht, wenn der Advent vor der Türe steht… Das Jahresende naht und ich gerate unter üblen Druck angesichts der nicht geschafften, unerledigten Aufgaben, die teils an mich herangetragen wurden, aber größtenteils meinen eigenen Vorstellungen und Ansprüchen an mich selbst entspringen. Der Druck steigt und steigt und steigt. Hinzu kommen die ganzen ungeplanten Termine rund um Schule, Ehrenamt und Gemeinde.

    Adventsdeko? Seit Jahren ein Problem für mich. Wenn ich Lust und Zeit hätte, zu dekorieren ist es viel zu früh dafür, wenn ich endlich dürfte, habe ich keine Zeit mehr. Zu gerne hätte ich schon letzte Woche den Adventskranz fertiggestellt, aber ich wusste nicht, wo ich ihn bis zum 1, Advent hätte verstecken sollen. Jetzt fehlt mir wieder die Zeit dafür. Heute Kindergeburtstag unseres Jüngsten (8 J.) im Kreise der Familie gefeiert, die aus mir und meinem Papa bestand. Meine Mama ist letztes Jahr ihrem Krebsleiden erlegen und meine Schwiegereltern wohnen nicht in der Nähe. Genauso wie mein Ehemann, der unter der Woche im 350 km entfernten Nürnberg arbeitet. Echt doof. Um so erfreulicher, dass sich überraschend ein Pärchen aus unserem Hauskreis auf den Weg gemacht, um unserem Kleinen zu gratulieren. Schöne Überraschung!

    LG Susanne

  8. Guten Abend Veronika,

    Danke für deinen tiefgründigen, ehrlichen Blogs, die sehr ins Herz treffen und süchtig machen können!

    Idee zur Kolumne:Wir freuen uns gerade über den ersten Schnee.Mich fasziniert dabei immer wieder (abgesehen vom Zeitverlust beim Klamottenanziehen& Auto freischaufeln, von der Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Frösteln, Brille anlaufen&Matschspuren wegwischen…)
    Also mich fasziniert dabei immer wieder,wie sich der reine weiße Schnee über das alte Grau legt, wie ruhig gedämmt sich der Verkehr anhört(wenn überhaupt, siehe Problem Autofreischaufeln) und vor Allem mit welcher Begeisterung es die Kinder erfüllt (Meine Begeisterung kennt übrigens auch keine Grenzen,wenn man mit ansehen muss,wie schnell sich die Kleinen plötzlich anziehen können:-)
    Dieses alt über neu, Hoffnung, Neuanfang – auch in Richtung Weihnachtsbotschaft, das bewegt mich dieser Tage.

    Veronika – ich freue mich auf deine weiteren Blogs&Fotos&auch auf die Gelassenheit zu sagen:Heute mal nicht..

    Liebe Grüße,
    Heike

  9. Ach, alle scheinen krank zu sein… Mein Mann hat auch irgendwas mit nach Hause gebracht und schwupps liegen ich und mein Sohn (11 Monate) flach. Diese Woche hatte ich so viel vor und habe eigentlich alles abgesagt inzwischen. Puh, ärgerlich! Aber ich merke, wie befreiend es ist, einen Gang runterschalten zu können und einfach mal scheinbar wichtige Dinge nur halb so wichtig sein zu lassen. Liebe Veronika, ich denk von meinem Sofa aus an dich! 🙂

  10. Hallo Frau Smoorbaer!
    Ich komm von Frau Christina herübergeschneit.
    Als Ideen für den nächsten Beitrag hätte ich folgende:
    von was schreiben, von dem du keine Ahnung hast!
    Alternativ:
    von was schreiben, von dem nur du Ahnung hast.
    So im Sinne von Fachgebiet, Nerds etc.

    Meine Wohnung ist übrigens noch im Herbstdekomodus — und die hängt auch nur, weil ich neulich was suchte und sie unerwartet fand. Da hab ich sie mal aufgehängt.
    Mach dir nix draus. Jahreszeiten sind was für Unflexible.

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