Ich…

…fühle mich emotional erschöpft. Den letzten Samstag habe ich zum Internationalen Scheißtag erklärt: Trauer um Paris, Trennung von guten Freunden, Megastau in Stuttgart (Letzteres war am Ende des Tages einfach noch das Tüpfelchen auf dem i).

…sehe mir jeden Tag das hier an:

…höre Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters.

…trinke wärmenden, scharfen Chai (Rezept hier).

…bastle mit den Kindern Salzteig-Anhänger und Blätter-Collagen. Hauptsache einfach.

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…koche derzeit viele viele Suppen. Suppe ist mein Seelentröster. Heute: Kürbis-Birnen-Ingwer-Suppe (Eigenkreation)

…schreibe mir jeden Tag die Finger wund und ringe um jedes Wort. Klingt
es richtig, klingt es gut? Knüpfe ich an das an, was ich gut kann? Werden es die Leute mögen? Werden sie mich mögen?

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…lese mit meinem Book-Club „Seeing is Believing“. So viele Glühbirnen werden in meinem Kopf hell….

…miste die Kinderzimmer aus vor dem großen Geschenke-Schub.

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…bete zögernd für Attentäter und ISIS-Kämpfer. Hmmm, schwierig.

…fühle mich extrem dankbar für meinen Mann, mein Zuhause, meine Kinder, für jeden normalen Tag. ( Ist langweilige Normalität nicht die Abwesenheit von Leid?)

…fühle mich schuldig, weil es mir gut geht.

…freue mich auf die Adventszeit.
Rettung und Licht sind immer, immer nahe.

 

 

 

 

8 Kommentare zu „Ich…

  1. Hallo Veronika,
    Ausmisten bei Kindern klingt immer gut. Aber ich kann doch nicht alles wegschmeißen was ich entrümpel nur weil es viel ist. Hast du eine Idee wohin damit?
    LG
    Christiane

  2. Liebe Veronika

    ich würde dir sooooo gerne mal schreiben und dir ein Päcklein schicken. Würdest du mir deine Adresse geben? Ich weiss nicht wie schnell ich bin, da ich ständig an Zeitmangel leide… In Gedanken habe ich dir schon so oft geschrieben und möchte es noch hoffentlich vor Weihnachten machen.

    Hier noch ein Lied das mich regelmässig zu weinen bringt und das einfach so schön ist. Vielleicht ist es zu Schweizerdeutsch 😉 Ich hoffe, dass du trotdem was davon verstehst… https://www.youtube.com/watch?v=X8tAZ26peko

    Alles Liebe Anja Roggensinger

    1. Danke liebe Anja! Für das Video und deine Absicht mir was zu schicken 🙂
      Ich freu mich immer über Post! Normalerweise verschicke ich auch gerne Karten und Briefe, aber der Zeitmangel frisst diese Absicht meistens auf…
      Schreib mir an diese Email-Adresse und dann schick ich dir meine Postanschrift: info@lebensnah-fotografie.de
      Liebe Grüße
      Veronika

  3. Liebe Veronika,
    du sprichst mir einfach mal wieder aus der Seele. Emotional erschöpft trifft es. Die Ereignisse in Paris und auch sonst in der Welt zeigen einfach mal wieder wie zerbrechlich das Leben ist. Gerade im Hinblick auf meine Kinder (1 und 3 Jahre), die noch nichts von dem Ganzen ahnen, blutet mir das Herz, wenn ich nur darüber nach denke und ich muss aufpassen, dass es mich nicht verzagt macht.
    Danke deshalb für deinen Gedanken mit dem Licht. Es ist nicht weit und wird immer kommen.
    Liebe Grüße.
    Alex

    PS.: Ich habe dein Buch in wenigen Tagen verschlungen. Man erlebt beim Lesen die Aromen, Düfte und Gefühle mit, die mit den einzelnen Rezepten verbunden sind.

  4. Mir geht es ähnlich, es ist ein so trüber November. Unsere Mutter, 80 Jahre, liegt seit einem Monat im Krankenhaus und wird morgen zum fünften Mal innerhalb von fünf Wochen operiert. Eines kam und kommt zum anderen, wir – und erst recht sie – werden immer mutloser. Sie ist ein Häufchen Elend, mal klar, aber immer deutlicher zeigt sich auch ihre zunehmende Demenz. Jeder Tag ist anders. Ich bin so erschöpft. Wir beten mit ihr und für sie, aber gerade bin ich so mutlos und meistens nur noch traurig.
    Die Anschläge in Paris, meine intensive und fordende Arbeit, meine Familie – von Hausarbeit und Wäschebergen spreche ich mal gar nicht -, das alles ist auch da, irgendwie wichtig, ablenkend, und doch irgendwie ganz fern. Ich bin so traurig,
    Den link oben habe ich mir neulich schon angehört, danke dafür.
    Deinen letzten Satz zu lesen, tut gut.

    Liebe Grüße von der stürmischen Nordseeküste

    1. Liebe Ute,
      ich wünsch dir ganz viel Kraft beim Durchstehen dieses „Lebens-Engpasses“! Es ist ganz und gar nicht einfach, die eigene Mutter leiden zu sehen und ich verstehe so gut, was für eine Belastung das für dich ist.
      Liebe Grüße aus dem ebenso stürmischen Süden!

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