Es ist wie es ist, und es kommt wie es kommt

So, ihr Lieben.

Neue Woche, neues Glück.

Ach, Quark. Die neue Woche begann für mich heute morgen mit der Abgabe von Tränen, Blut und Urin. Unfriede am Frühstückstisch, Arzttermin zum Checkup. Und jetzt Couchtermin mit Gedanken und Worten. Ich bin seit letzter Woche irgendwie am Rudern. Habe jeden Tag eine Runde geheult. Es geht mir nicht schlecht. Aber eine Welle an Gefühlen und Selbstzweifeln ist über mir zusammengeschlagen und ich ringe nach Luft und Licht. Das klingt jetzt alles sehr diffus. Ist es auch für mich.

Mir fehlen Worte und gleichzeitig strömen Worte nur so aus mir heraus. Sobald ich mehr Klarheit habe, schreibe ich noch ein bisschen mehr darüber.

In der Zwischenzeit lasse ich die neue Woche stoisch heran rollen, die ich unter das Motto stelle: Es ist wie es ist, und es kommt wie es kommt (dieses Zitat habe ich dem Buch entnommen, welches im momentan lese: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“).

Was ist?

Herbst. Alltag. Gefühls-Chaos. Book-Club. Fahrdienst. Hausaufgaben. 5 Kilo zuviel. Konflikte.

Was kommt?

Keine Ahnung. Als nächstes Badputzen. Und ein Anruf beim örtlichen Abfall-Unternehmen. Die haben mir einfach neue Müllcontainer hingestellt, ohne dass ich es wollte (Habe anscheinend ein wichtiges Schreiben weggeworfen und jetzt steh ich da mit Müllcontainern, die ich nicht brauche). 

12 Kommentare zu „Es ist wie es ist, und es kommt wie es kommt

  1. Liebe Veronika.
    Ich kann dich so gut verstehen. Das mit den Selbstzweifeln gerade besonders. Wenn die Mäuse abends im Bett sind und Zeit zum Nachdenken da ist, überfallen sie mich. Rauben Kraft, Perspektive und Mut und können so hartnäckig sein, wenn man sie vertreiben will. Da fließen Tränen und man fühlt sich so verwundbar. Würde sich am liebsten in sein Schneckenhaus zurück ziehen.
    Ich denk an dich.
    Ganz liebe Grüße.
    Alex

    Mir begegnet gerade immer wieder Psalm 16,11 Du wirst mir den Weg zum Leben zeigen und mir die Freude deiner Gegenwart schenken. Aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.

    1. Danke liebe Alex. Ja, das Schneckenhaus ist auch für mich sehr verlockend. Aber den Weg versperr ich mir ganz bewusst. Danke auch für den Psalm – hab ich erst letzte Woche gelesen 🙂

  2. Liebe Veronika!
    Deine erhrlichen Posts berühren mich immer wieder.
    Dein Motto für diese Woche erinnert mich an unseren rheinländischen Spruch „et kütt wie et kütt un et hätt noch immer jot jejange“. Und auch wenn das kölsche Jrundjesetzt sich total platt anhört, wünsche ich dir einfach, dass alles wieder besser wird. Die Sonne kommt sicher bald wieder raus und ich wünsche dir kraftvolle Momente des Friedens in den nächsten Tagen.
    Dein Blog ist extrem bereichernd,
    glg Lena

  3. Liebe Vroni,

    schau ich aus meinem Fenster seh ich bis zu Euch. Keine 300 Meter liegen zwischen uns … du sitzt da drübern und weinst und ich sitze hier drüben – und weine …
    Wegen Selbstzweifeln, Überforderung, Selbstkritik, –
    Gefühlschaos!
    Wir sollten eine Selbsthilfegruppe starten… uns gegenseitig sagen wie gewollt wir sind, das wir immer unser best mögliches geben, das wir wunderbar sind wie wir sind, Tränen und Frust teilen, über uns unsere Kinder und Männer lachen… Kaffee, Tee oder Rotwein habe ich immer im Haus – den Weg kennst du 😉
    Ich drück dich!

  4. Liebe Veronika,
    ich verfolge Deinen Blog seit einpaar Wochen! Erstmal vielen Dank dass du deine Gedanken Mit uns anderen teilst! Ich lese deine Posts sehr gerne! Und auch wenn wir uns nicht kennen dachte ich bei dem jetzigen Post, dass es vielleicht auch einfach mal gut ist zu heulen! Mit dem Buch was du kürzlich veröffentlich hast hängt doch so viel Emotion zusammen ( Anspannung, Vorfreude, Angst, Beklommenheit, Ehrgeiz, Stolz, Angst, den Stolz zuzulassen….), das muss doch mal irgendwann seelisch verdaut werden! Und dann noch der alltägliche mütterliche Wahnsinns, die Gesundheit, die eigenen Ansprüche (Haushalt, Figur, Erziehung,Ehe, Job, Freunde)!Und vielleicht ab und an einpaar Hormönchen, die gerade dann zuschlagen, wenn man einwenig emotionale Ordnung zu schaffen versucht. Also ich würde sagen:Weine dich aus was das Zeug hält, denn du hast alle Rechte dazu! Ich möchte dir sagen, auch wenn ich dich nicht kenne, Du genügst und bist geliebt egal ob wimperntuschentränenverschmiert oder Wunderbar gestylt!Liebe Grüße, Denisa

  5. Diese zermürbende Phase hilft dir irgendwann klarer ICH zu sein…. Bei mir war es jedenfalls so.
    gottes frieden der höher ist als alle Vernunft für dich

  6. Der Autor von diesem Hundertjährigen (habe seinen Namen vergessen, weiß nur noch, dass er vorne oder hinten „Jonas“ heißt — wenn ich mich nicht irre!) hat seine Weisheit aus dem Rheinland geklaut.
    Da sagt man schon seit Jahrhunderten „et is wie et is un et kütt wie et kütt“ und als hoffnungsfrohen Zusatz „et hätt noch immer jot jejange“ = es ist noch immer gut gegangen.
    Dein Blogbeitrag ist jetzt schon 5,5Jahre her, und wenn ich deine aktuellen Geschichten lese, denk ich, kannst du es bestätigen, dass es sich am Ende doch immer gut gefügt hat.

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