Freitags-Futter

Entschuldigt, wenn ich heute zusammenhanglos und seltsam schreibe. Ich bin high.

Seit Tagen plagt mich wieder der Lendenwirbelbereich und ich ächze wie eine alte Oma. Josefine schlug heute morgen vor, ich solle doch einen Gehstock benutzen. Und Armin empfahl mir einen Arztbesuch. Angesichts dieser zwei lächerlichen Vorschläge griff ich lieber zu der Schachtel mit den extrastarken Schmerztabletten ganz hinten im Schrank. Sie sind mein Rettungsnetz, wenn nichts anderes mehr geht.

Nun sitze ich hier in meiner Wolke aus Glückseligkeit und Schmerzfreiheit.

Wie schnell ich doch zurückgreifen kann auf Mittel, die den Schmerz, die Spannungen ausradieren. Ich füttere mich heute mit Tabletten, morgen mit Wein, übermorgen mit Süßigkeiten.

Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit hüllt mich wie ein Mantel schützend und gleichzeitig bedrohend ein. Ich spüre meine Bedürfnisse stärker. Damit wächst auch der Wunsch, diese Bedürfnisse zu unterdrücken, auszuradieren. Deshalb habe ich mich diese Woche wieder bewusst dafür entschieden, alles, was mich betäubt, aus meinem Leben zu verbannen. Ich will mich selbst spüren. Und den Schmerz, die Spannung, die Leere anschauen. Aushalten. Und merken, dass ich daran nicht sterbe. Diese Gefühle weisen mich vielmehr darauf hin, dass ich einfach ein bedürftiger, von Gott völlig abhängiger Mensch bin.

Diese Woche habe ich seit langem wieder öfters geweint. Heute morgen waren das Tränen der Enttäuschung, des Schmerzes. Danach habe ich mich gelöst gefühlt. Ganz anders und freier, als wenn ich meine Gefühle weg-gegessen hätte.

Wenn ich Schmerz, Spannung und Leere betäube, dann traue ich Gott auch nicht zu, dass er mich sieht. Dass er sich um mich kümmert.

Heute morgen las in Psalm 33, 22: Love us God, with all you’ve got. That’s what we are depending on. (The Message)

Mann, bin ich abhängig von dieser Liebe. Und doch hänge ich mich so sehr an brüchigen Ersatz.

Ich lerne immer noch, so zu essen, dass es meinem Körper nützt und nicht schadet. Immer zwei Schritte vor, einer zurück. Oder manchmal auch wieder zwei.

Diese Woche habe ich für uns eine Portion Bananen-Erdnuss-Riegel gemacht. Die stehen im Kühlschrank für mich bereit, wenn mein inneres Süßigkeiten-Monster die Kontrolle über meinen Willen an sich reißt. Ich esse ein Stück. Und das Monster hält sein blödes Maul.

Amelie liebt die Riegel ebenfalls und sie sind eine wunderbare Alternative zu den zuckerüberladenen Müsliriegeln aus dem Handel (die auf Dauer echt auf den Geldbeutel gehen!).

Rezept Bananen-Erdnuss-Riegel

Zutaten:

4 reife Bananen
160 g Haferflocken
6 EL Erdnussbutter (am besten Bio mit geringem bis gar keinem Zuckeranteil)
(optional: Schokostückchen, Chia-Samen)

Die Bananen pürieren, mit Haferflocken und Erdnussbutter vermengen. Der Teig sollte eine weiche Konsistenz haben. Ich habe noch etwas Zartbitterschokolade gehackt und zusammen mit einem Esslöffel Chia-Samen in den Teig gemixt). Eine rechteckige Auflauf-Form fetten. Den Teig hineingeben, gleichmäßig verteilen und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen. Auskühlen lassen und in kleine Rechtecke schneiden. Ab in den Kühlschrank damit!

Keine Ahnung, wie lange die Riegel haltbar sind. Das teste ich gerade noch aus 🙂

Eigentlich sollte ich jetzt noch ein nett arrangiertes Foto schießen und präsentieren. Aber dazu hab ich heute keinen Bock. Entschuldigt bitte….

7 Kommentare zu „Freitags-Futter

  1. Liebe Veronika,
    ich genieße deinen Blog vom ersten Mal an, seit du in Family schreibst. Herzerfrischend.:-)
    Heute tust du mir leid – Gute Besserung. Wenn ich darf, ein Tipp: Du machst ja schon so viel mit guter und leckerer Ernährung. Gegen diesen Süßigkeiten Heißhunger empfehle ich Rohrzuckermelasse. Schmeckt lecker in heißem Wasser, 1TL in der Tasse. Gönn ich mir wie einen Kaffee. Und wegen deines Rückens; gib deinem Körper Vitamin E mit frisch gequetschen Haferflocken, geschrotetem Roggen, oder gekeimten Getreide. Ich versuche es täglich zu essen, es lockt mich nicht immer, aber mein Verstand hilft mir (öfters), ich mag keine Verschleißschmerzen… oder woher sie auch immer kommen.
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

  2. Hallo Veronicka,
    Die riegel sind im Backofen. So einfach, das hatte ich alles da. Zum thema schmerzmittel ist meine Devise, lieber eine Tablette wie eine umausstehliche Mutter. Ausserdem bewegst du dich danach so viel besser und verspannst nicht noch mehr. Ich spreche von solchen Sachen die du rezeptfrei in der Apotheke kriegst, du ja bestimmt auch, oder was versteckst du ganz hinten im Schrank 🙂
    LG Angela

  3. Hab grad was gelesen zum Thema Ernährungsumstellung:
    „Ich habe meine Ernährung umgestellt. Die Kekse stehen jetzt links vom Laptop.“ 😀

    1. Hi liebe Steffi,
      hmmmm, Alternative zur Banane. Vielleicht Apfelmus? Weiß aber net, ob das schmeckt….
      Verspannungen sind fast weg. Herrlich, schmerzfrei zu leben!!
      Liebste Grüße

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