Internet-Junkie

Gestern habe ich geschockt festgestellt, dass mich das Internet unfassbar nervt. Und das, obwohl ich glühender Internet-Junkie bin. Meistens habe ich diese Seiten offen: Immo-Scout, Auto-Scout, WordPress, Facebook, Pinterest, ebay-Kleinanzeigen (versuche gerade verzweifelt Babykram loszuwerden), Outlook, meinen Blog-Reader, Buzzfeed, Chefkoch, Wetter und diverse Promi-Klatsch-Seiten (nur um die Mode der Golden Globes zu beurteilen…).

Es ist, als würde ich versuchen 12 Bücher gleichzeitig zu lesen, während meine Kinder oder mein Mann oder Muffin um meine Aufmerksamkeit buhlen. Mein Hirn läuft auf Höchst-Touren und jetzt fliegt ihm langsam die Sicherung raus. Wenn ihr demnächst eine um sich schlagende, schreiende Irre durch Waldbach rennen seht: yep, das bin ich.

Dieser Tage ist es besonders schwer, vom Internet wegzubleiben. Weil es so unfassbar grau und langweilig und düster ist. Da bringen die Hungerhaken vom roten Teppich und Blogbeiträge aus Florida und Pinterest-Inspirationen Farbe ins Leben. Und saugen mich gleichzeitig noch mehr aus (weil ICH wäre gern auch mal auf dem Roten Teppich, klick, klick, klick! Florida füttert nur meine Sehnsucht nach Licht. Und Pinterest? Ach, lassen wir es bleiben. Mein Haus wird nie den Charme einer New Yorker Stadtvilla besitzen).

Ich verstecke mein momentan grau-langweiliges Leben hinter der Glitzerfassade des Internets. Aber ich brauche mehr echtes Leben!

Ich brauche dies gegen den Januar-Blues und den Internet-Overkill:

  • Echtzeit mit Freunden
  • Stricken (das ist Yoga fürs Hirn – ehrlich!)
  • Bei jedem Wetter jeden Tag für ein paar Minuten raus!
  • Den Keller entrümpeln (ich bring jetzt die Babysachen zur Diakonie. Falls jemand Bedarf hat, bitte bis morgen melden, ansonsten ist der Kram weg, weg, weg!)
  • Hantel-Training
  • Brettspiele mit den Mädels spielen
  • DVD-Abende mit meinem Mann
  • Brot backen
  • Krimis lesen
  • Kannenweise Kräutertee trinken
  • Karten statt Emails schreiben
  • In meinen Kochbüchern schmökern und neue Ideen sammeln

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14 Kommentare zu „Internet-Junkie

  1. .. ich muss nur noch schnell was schauen…. Stunden später merkt man, dass man ja eigentlich nur „kurz“ was im Internet nachschauen wollte. Wir haben unser W-Lan im Haus tagsüber abgeschaltet und nur abends, wenn die Kinder im Bett sind, an. Tagsüber muss man in den Keller wenn man ins Internet will. Das hat sich für mich bewährt. Tagsüber „hänge“ ich nicht im Netz kann aber trotzdem die selten dringende Dinge im „Kellercomputer“ nachschauen.

    1. So ist es! Man muss sich einige Tricks einfallen lassen, um das Internet zu umgehen. Ich stell den Laptop oft so weit oben auf den Schrank, dass ich zu faul bin, ihn für unwichtige Sachen herunter zu hieven…

  2. Hallo!

    Da ich momentan mit unserem 1. Kind schwanger bin, bin auch ich auf der Suche nach Babysachen… wohne leider nicht direkt in der Nähe. Aber vielleicht findest du in mir ja trotzdem einen Abnehmer?

    Liebe Grüße,

    Maria

      1. Höchstwahrscheinlich ja 😉 Gerne würde ich eine Kiste nehmen- vielleicht eher mit kleineren Größen, weil wir ja noch ganz am Anfang sind. Was möchtest du denn dafür haben?

        LG,

        Maria

  3. Hi Vroni,
    wie finde ich Deine Anzeigen auf ebay Kleinanzeigen? Meine Tochter ist 2, 5 und ich würde ein paar Kröten springen lassen ;-).
    Falls du nicht weißt wer ich bin: geb. Baltes…
    Ganz liebe Grüße und danke für den schönen Eintrag mal wieder…
    LG Annika

      1. Hi Vroni,
        jetzt tragt sie 92. Also hast du online nichts mehr eingestellt?
        Habe versucht Kleinanzeigen nach Waldbach zu durchforsten… Fehlanzeige.
        LG Annika

      2. Auf eBay Kleinanzeigen hab ich einen Fahrradsitz, Stillkissen und Wickeltasche. Wenn du Interesse an Klamotten hast, dann schick mir eine PN auf FB. LG Vroni

  4. Hallo,
    Ich habe in den vergangenen Jahren, wahrscheinlich schon immer den Januar gehasst. Er ist dunkel, grau, saukalt und unfassbar lang. Man hat schon lange durchgehalten, gefühlte Jahre gelitten, schaut auf den Kalender und denkt , „schitt erst der 20.1. noch elf Tage!“. Und der Frühling ist noch ewig weit weg.

    Nun habe ich beschlossen, das zu aendern. Mein Jahr war recht stressig, zwei kleine Kinder, Haushalt, Garten, Arbeit, häufige Krankheiten, uebertriebene Ideale, Schwelle zur Erschöpfung…
    Nun hat mein kleiner Sohn am Montag seinen 2. Geburtstag gefeiert. Schon mal eine Aufwertung des Monats. Und dann habe ich den Januar halt umgewidmet in Faulenzermonat. Nun ist es nicht so wie ne Kur oder so. Ein Geburtstag muss vorbereitet werden, der Haushalt, Kindergarten und Beruf gehen weiter. Aber der Garten fällt weg, der Staub nicht so sichtbar, die Motivation zur Veränderung minimal, …
    Nun will ich die Lücke nicht mit Brotbacken oder Bastelgrossprojekten füllen. Nein bewusst ausruhen wo es geht. Zum Beispiel Mal ruhig atmen, früh ins Bett (ok. heute nicht 🙂 ), lesen, lustige Sachen im Fernsehen anschauen, jeden Sonnenstrahl dankbar geniessen. Das klappt. Das war der beste Januar seit langem. Am 20. Januar habe ich mich sogar gefreut über 11 weitere Faulenzertage.

    Liebe Grüße Mia

    1. Das sind gute Gedanken, liebe Mia. Danke, dass du sie mitgeteilt hast. Ich genieße es auch, im Januar öfters als sonst die Füße hochzulegen, ohne dass Gartenarbeit an einem zerrt. Ich glaube, ich werde auch den Januar (und den Februar gleich dazu!) zum Faulenzermonat erklären 🙂
      Liebe Grüße
      Veronika

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