DIY, Kreativer Freitag

Kreativer Freitag ⎨Pappmache-Schüsseln⎬

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich diese Woche über das „schlechte Wetter“ gefreut habe. Während alle weinend den goldenen Oktobertagen hinterher winkten, rieb ich mir vor Freude die Hände. Ich bin bekennender Schlechtwetter-Fan. Weil ich mich dann nicht dafür rechtfertigen muss, wenn ich krimilesend und punschtrinkend auf der Couch rumgammle. Was bleibt mir auch anderes übrig, ich Arme!, wenn draußen der Nebel ums Haus wabert und die Welt im Nieselregen versinkt.

Und es ist Bastelwetter! Diese Woche waren die Mädels ganz verrückt nach Bügelperlen. Bis das Glas mit den fitzelkleinen Dingern umfiel und der Inhalt sich über unseren flauschedicken Fransenteppich ergoss. Ruhet in Frieden, ihr Bügelperlen, ruhet in Frieden.

Eine neue Idee musste her!

Pappmache!

Vor einiger Zeit bekam ich zum Muttertag ein sehr rührendes Geschenk von meiner Tochter. Genauso rührend war das Geschenkpapier. Retro at its best! Ich brachte es nicht übers Herz, das Papier zu zerknüllen und in die Mülltonne zu schmeißen. So wurde also die Idee zu Pappmache-Schüsseln geboren. Das ist mal wieder eine Bastelarbeit nach meinem Herzen: für Grobmotoriker geeignet und ich habe immer alle Zutaten zu Hause.
IMG_2628Die Kleineren brauchen dabei noch Hilfestellung, aber sie lieben es mit Kleber und feuchtem Zeitungspapier zu matschen. Meine Große macht das mittlerweile alleine und ich muss nur noch in Notsituationen eingreifen.

Pappmache-Schüsseln

Du brauchst:

Zeitungspapier
Alufolie
Große Pinsel
Selbstgemachten Kleber (Wasser, Mehl, Salz)
Acryl-Farbe und/oder hübsches Papier
Ggf. Mod-Podge oder Serviettenkleber

1. Deck deinen Arbeitsbereich mit einer Plastiktischdecke ab. Wähle eine Schüssel als Form aus und bedecke sie außen mit Folie. Während die Kinder damit beschäftigt sind, Zeitungspapier in Streifen von ca. 10 cm Länge und 5 cm Breite zu zerreißen, kannst du den Kleber kochen.
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2. Kleber: Verrühre in einem Topf 600 ml Wasser mit 80g Mehl und einem Teelöffel Salz. Koche die Mischung auf und lasse sie unter Rühren weitere fünf Minuten köcheln. Vorsicht: brennt leicht an.

3. Jetzt kann der Spaß beginnen. Streiche jeweils einen Zeitungsstreifen mit Kleber ein und beklebe dann die Schüssel damit, bis sie ganz bedeckt ist. Bringe mehrere Schichten auf, damit die Pappmache-Schüssel am Ende auch stabil ist. Zwischendrin mit Pinsel oder Fingern glattstreichen. Meine Kinder lassen irgendwann gerne den Pinsel zur Seite und benutzen nur noch ihre Finger. Voll ok, denn der Kleber ist ja ungefährlich und ganz leicht auswaschbar.
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4. Lass die Schüssel auf der Heizung gut trocknen. Das kann mehrere Tage dauern.

5. Wenn die Schüssel trocken ist, dann kannst du sie von der Ursprungsschüssel lösen, ebenfalls die Folie entfernen.

6. Wir bemalen unsere Schüsseln entweder mit Acryl-Farben oder kleben eine Schicht hübsches Geschenkpapier auf (dazu benutze ich Mod-Podge, eine Art Serviettenkleber. Der ist gleichzeitig ein Lack, der der Schüssel ein glänzendes Finish gibt).

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TIPP: Wenn du noch was vom Kleber übrig habt, dann schau dich mal nach ablösenden Tapeten im Haus um. Das Zeug ist unschlagbar, um Tapetenecken wieder anzukleben!!

4 Gedanken zu „Kreativer Freitag ⎨Pappmache-Schüsseln⎬“

  1. Hallo Liebe Veronica, na da bist du ja schon dicht am Karten schöpfen… Pappmache ist ja schon „nahe Verwandschaft“!
    Und vielen herzlichen Dank für deine nette „Frau Kahlo Karte“- habe mich sehr gefreut!
    Ich liebe übrigens auch dieses gemütliche Wetter , bei dem ich nähen,stricken, basteln, schreiben, lesen …kann, weil alle „draußen Dinge“ nicht mehr so lange gemacht werden können.
    lg Ute

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  2. Hallo Veronika,
    über die Family bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden und lese nun mit Freude mit. Vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken. Ich kann oft nur zustimmend nicken oder schmunzeln weil es mir auch so geht.
    Vielen Dank auch für das Pappmache-Rezept. Ich wusste gar nicht mehr wieviel Spaß das macht :-).
    Ich wünsche euch gesegnete Weihnachten!

    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald,
    Claudia

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