Bilder, Ernährung, Familie, Garten, Haushalt

BALAGAN!!!!!

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Bin so glücklich: Dieses Kochbuch war so lange auf meiner Wunschliste und jetzt hab ich es mir einfach gegönnt. Ich wusste nichts über den Inhalt, aber der Titel, der TITEL!

Balagan. Das ist hebräisch für positives Durcheinander, Chaos. Seit meiner Zeit in Israel ist Balagan fest in meinem Wortschatz verankert. Auch – und vor allem – meine Kinder wissen, was Balagan bedeutet. Wenn ich mal wieder durchs Haus stampfe, mit diesem frustrierten Ausruf auf den Lippen: „Was habt ihr denn schon wieder für ein Balagan veranstaltet??“ Oder ganz verkürzt: „BALAGAAAAN!!!!“

Ich liebe Balagan. Also das Kochbuch. Es ist randvoll mit neu interpretierten orientalischen Rezepten. Meine Familie wird in den nächsten Wochen BOMBARDIERT mit Kreuzkümmel, Koriander, Salz-Zitronen, Datteln, Auberginen und dem unvermeidlichen Hummus.

Aber Balagan im wirklichen Leben? Uff. Kein Fan. Wenn ich die Fotos vom Wochenende durchschaue, dann entdecke ich auf vielen Bilder Spuren von Balagan. Das Leben einfach. Es entfaltet sich selten linear, geordnet. Und eigentlich ist es ja rührend, dass ich denke, ich könnte das Leben irgendwie kontrollieren.

Das einzige, was ich gerade wirklich kontrollieren kann, sind meine Essens-Portionen und mein Workout…

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Ein schnelles Phantasie-Rezept: Terryaki-Lachs, karamellisierte Cocktail-Tomaten, Mangold und Zuckerschoten. Fantastisch!

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Mein aktuelles Work-Out? 30-Day-Shred mit Jillian Michaels. Nichts für schreckhafte Gemüter. Ich leide….

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Auf meinem Schreibtisch  dulde ich keinen Balagan.
Deshalb hat mir Armin dieses Regal vom Trödelmarkt an die Wand geschraubt. Endlich ein wenig mehr Stauraum…

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Balagan in der Küche – vor allem, wenn meine Kinder mithelfen. Sie sind ganz verrückt danach, außer es geht ums lästige Tischabräumen….

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Und irgendwann schaffe ich es trotzdem, Ordnung zu schaffen und die quirlige Meute am Tisch zu versammeln. Der Zustand außerhalb dieses minimalistischen Bildes? Ein Schlachtfeld nach unserer Salzteig-Aktion….

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Ist klar, was das sein soll, oder? Ein Stürmer im Strafraum. Ball im Tor. Die WM hinterlässt bei uns Eindruck….

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Balagan in jedem Zimmer, wo die Kinder sich gerade dazu entschließen, Schule oder Restaurant oder Ritter zu spielen.

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Muffin bleibt unbeeindruckt.

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Balagan im Garten: Ein Durcheinander von Gemüse, Kräutern, Wildkräutern, Schnecken, Ameisen und Lehm. Und trotzdem funktioniert es irgendwie. Demnächst erleben wir eine Gurken- und Broccoli-Schwemme.
Die Kids schauen jeden Tag nach den Kürbissen – sie können es kaum erwarten, den ersten zu ernten.

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Dieses Jahr haben die Mädchen ihr eigenes Beet. Ist das nicht ein herrliches Balagan? Grünkohlpflänzchen neben Wilderbeeren neben Zuckerschoten….

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Beim Lichtensterner Jahresfest. Amelie hat nur Augen für die Pferde. Ich glaube, demnächst ist die erste richtige Reitstunde fällig!

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Und hinterher Zuckerwatte zur Stärkung…

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Meine Fundstücke vom Flohmarkt (damit ich daheim in den Schränken noch ein bisschen mehr Balagan ansammle…). Keine Ahnung, was ich mit diesem herrlichen Retro-Deckchen mache. Aber die Schürze? Die Stickereien würd ich supergern für ein neues Retro-Kleidchen für Josefine verwenden….

Auf in die neue Woche mit ihrem Balagan!

Ernährung

Wie konnte das passieren?

So, liebe Internetgemeinde. Ich oute mich (tief Luft holen!): Ich habe 11 Kilo zugenommen.

Puh, jetzt ist es raus. Ich werd rot und möchte mich sofort am liebsten unter dem Tisch verstecken. Sicher, das klingt dramatischer als es ist. Aber: ich habe vor zwei Jahren so wunderbare Fortschritte mit Lebe Leichter gemacht. Online-Coaching, ein bissl regelmäßigen Sport, die Pfunde purzelten und dann hab ich mich stolz neu eingekleidet. Meine persönliche Dramatik erlebe ich gerade jeden Morgen, wenn ich mich anziehe. Mir passt nichts mehr, außer meinen treuen Leggins und (nochmal tiiiiief Luft holen!!) alten Still-BHs.

Ich habe mir eine Zeitlang selbst in die Tasche gelogen. Denn Leggins, liebe Internetgemeinde, sind der beste und nachgiebigste Freund während einer Zunahme-Phase. Da merkt Frau nix! Und futtert abends weiter die Chips auf der Couch. Aber irgendwann fand ich es merkwürdig, dass mir aus dem Spiegel eine mondgesichtige Frau entgegen starrte (die automatische Rechtschreibkorrektur schlug mir gerade MONDGEWICHTIG vor!!!).

Es hat mich enorme Überwindung gekostet, mich wieder bei einem Lebe-Leichter Online Coaching anzumelden. So nach dem Motto: Hi mein Name ist Veronika, ihr kennt mich vielleicht noch. Ich hab total abgelost und alle Kilos wieder drauf gepackt. Ich weiß nicht, ob ihr mich noch wollt, aber vielleicht könntet ihr mir nochmal helfen?? Die Scham war übergroß. Aber wisst ihr was? Wenn ich meiner Scham nachgebe und mit meiner Not im Verborgenen bleibe, dann verwickle ich mich so sehr darin, dass ich keinen Ausgang mehr finde. Der Scham die Macht zu nehmen heißt: ich spreche das Schamvolle aus und suche mir Hilfe.

Die Hilfe kam in Form von einem ganz wunderbaren Coach, die mich jetzt die nächsten 12 Wochen begleiten wird. Das Gewicht zu verlieren ist a piece of cake, really. Aber was danach folgt ist die wahre harte Arbeit. Das Gewicht halten. Und das wird mein langfristiges Ziel sein. Dazu werde ich mir ebenfalls Hilfe holen.

Denn wie mein liebster Mann sagte: „Weißt du, du kämpfst schon so lange mit der Essens-Sache. Du glaubst doch nicht, dass du das in 12 Wochen überwindest. Vielleicht brauchst du drei oder vier oder fünf Coachings, bis du es verinnerlicht hast und dein Essverhalten dauerhaft verändert hast.“ Amen dazu, Armin.

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Essen nach Lebe Leichter heißt: 3 Mahlzeiten am Tag, einen Teller voll. 1 Drittel davon Obst oder Gemüse. Easy Peasy.

 

Familie

Krise am Sonntagmorgen

Sonntagmorgen. Klassischer Zeitpunkt für eine klassische Familienkrise, nicht wahr? Die Woche über geht jeder seinen Aufgaben, seinem Leben nach. Und am Wochenende will jeder von uns seine Bedürfnisse gestillt wissen, die er vielleicht schon tagelang hinten angestellt hat. Armins Bedürfnis: Ruhe, Zeitung, Kaffee, Schlaf. Mein Bedürfnis: Ruhe, Anerkennung, Lesen, Schreiben, Joggen, Gottesdienst. Amelies Bedürfnis: ganz viel mit Mama und Papa spielen. Josefines Bedürfnis: mit Mama Pfannkuchen backen und kuscheln. 

Zuerst brummelte Armin am Frühstückstisch (ich hatte ihn zu früh geweckt. Ach, was soll’s, ich HATTE ihn GEWECKT). Dann brummelte ich beim Blick auf die Uhr. Keine Zeit zum Joggen. Oder Lesen. Vergiss das Schreiben. Nach dem Frühstück bekam Amelie einen Emotions-Anfall und schluchzte: „Nie, nie, nie spielen Mama und Papa mit mir. Immer, immer, immer müsst ihr irgendwas arbeiten. Mama putzt und Papa muss arbeiten.“ Ich geriet sofort in Verteidigungs-Haltung (die Stimmung war bereits angespannt): „Amelie, stell dir mal vor, wenn ich keine Wäsche waschen, nicht mehr putzen, nicht mehr aufräumen würde – wie würde es dann hier aussehen?“ Amelies Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Mann Mama! Hier sieht es doch eh immer blitzeblank aus!!!“ 

Mein Gewissen lastete schwer auf mir. Und ich fragte mich wahrscheinlich zum tausendsten Mal während meiner Mutterlaufbahn, wie ich allem und jedem und dann auch noch meinen Bedürfnissen gerecht werden könnte. Dann schob ich Amelies Anfall weg mit dem festen Entschluss, ihr jeden Tag 10 Minuten oder eine ganze Stunde zu widmen. Ich atmete durch, schickte meinen Mann aufs Sofa, packte meine Kinder ins Auto und ließ sie ihre abgefuckten Crocs in den Gottesdienst anziehen. Ich war einfach zu erschöpft, ihnen ihre schicken blauen Sandalen anzuziehen. Die ich ehrlich gesagt immer dann anziehe, um der Welt zu zeigen: Hey, meine Kinder sind sowas von stilsicher!“. Aber an diesem Morgen waren wir drei alles andere als stilsicher. Ich fühle mich emotional ausgelaugt und nicht mehr in der Lage auf weitere Bedürfnisse einzugehen. „Mama, krieg ich nachher ein…“ „NEIN!“ „Mama, ich will aber doch nur..“ „Ich hab NEIN gesagt und das heißt nein oder sprech ich neuerdings Chinesisch?“ „Mama, was ist chineschis?“

Wir brauchen diese Sonntagmorgen-Explosionen, die uns ärgern und aufwühlen. Dann sind wir nämlich endlich gezwungen, Position zu beziehen und auszusprechen (oder zur schreien), welche Bedürfnisse wir verspüren. Die wir vielleicht schon viel zu lange vernachlässigt haben, um es allen um uns herum Recht zu machen. Aber wenn ich das Gefühl für mich selbst verliere, dann verliere ich. Ich verliere mich dann nämlich in Selbstmitleid und dann tue ich nur noch alles mit einer unausgesprochenen Märtyer-Haltung. Tödlich fürs Familienklima. 

Also, was sind meine Bedürfnisse diese Woche?

  • Bloggen (ha, Punkt erfüllt!)
  • meinen neuen Schmöker „Der Distelfink“ lesen
  • an meinem Buch weiter basteln
  • Rückzug und Ruhe
  • wertvolle Herz-zu-Herz-Zeit mit meinen Kindern verbringen (10 Minuten oder eine Stunde, total egal. Hauptsache es findet statt!)
  • Joggen

Ich weiß nicht, ob es letzten Endes wichtig ist, alle Bedürfnisse zu stillen. Vielleicht ist es einfach nur wichtig, mir wieder Folgendes klar zu machen: hinter den Rollen als Mutter, Ehefrau, Fotografin, Schwester, Tochter, Freundin, Trouble-Shooter stehe ich mit meiner ureigenen Persönlichkeit, unbeeindruckt von meinen Rollen. Aber wenn ich das vergesse, dann vernachlässige ich das Zentrum meines Herzens. Dann verliere ich mich und erwarte von anderen, meine Bedürfnisse zu erkennen und zu stillen.

Die Folge? Krise am Sonntagmorgen. 

So, ich muss weiter. Mich meinem blitzeblanken Haus widmen. 

 

Gedanken, Glaube

Aufstehen, Krone richten, weiter

„Kannst du dich selber eigentlich gerade leiden?“Image

Diese Frage stellte mir letzte Woche meine Schwester, nachdem wir uns zwei Tage mal mehr, mal weniger in den Haaren lagen. Die Frage erwischte mich kalt. Mir schossen Tränen in die Augen, denn die Wahrheit traf mich hart. „Nein. Nein, ich kann mich gerade selbst NICHT leiden.“

Mit dieser Frage öffnete sich in meiner Gefühls-Verstrickung ein Tor, durch das Erleichterung herein strömte. Endlich konnte ich den Finger auf den Punkt legen, der mich seit Monaten quält und den ich bisher nicht benennen konnte oder wollte: Ich mag mich gerade selbst nicht. Ich fühle mich als Versager, als schlechte Mutter, als schlechte Freundin. Das ist echt hart, das gerade aufzuschreiben und ich will damit jetzt nicht auf Mitleids-Tour gehen. Ich brauche die Wahrheit. Die Wahrheit, was gerade in mir los ist. Und auch die Wahrheit über mich.

Die Wahrheit in mir: Du bist eine Versagerin.

Die Wahrheit über mich: Du bist geliebt, wie du bist.

Zwischen diesen zwei Wahrheiten herrscht ein Kampf um die Vormacht-Stellung. Und ich lerne: es kann nur dann die zweite Wahrheit gewinnen, wenn ich mich aus meiner Höhle heraus wage. Wenn ich anfange, mich ehrlich anzusehen. Wenn ich mich Freunden und meinem Mann anvertraue. Wenn ich um Hilfe und Trost und Ermutigung bitte. Das fällt mir so schwer, denn ich bin ein Typ, der es alleine schaffen will. Ich bin so ungern auf andere angewiesen. Aber vielleicht hat Gott in uns das Versager-Gen eingebaut, gerade dass wir aufeinander angewiesen sind und ehrliche Gemeinschaft leben? Und dass ich auf IHN angewiesen bin, immer und immer wieder – der mich mit meiner Impulsivität, mit meiner Lautstärke und meinen Eigenheiten geschaffen hat.

Ich glaube, dass in unserem Schmerz gleichzeitig soviel Trost liegt. Das erfahre ich gerade in dieser Sekunde, während ich das hier schreibe. Trost fängt dann an, wenn ich mich öffne und Licht und Luft an mein Gefühls-Chaos lasse. Nach dem Trost folgt Heilung. Und Heilung ist nichts Einmaliges. Es darf und muss immer und immer wieder passieren.

Hinfallen, aufstehen, Krone richten (lassen), weiter.

 

 

Familie, Garten, Gedanken, Listen

Wenn Kinder Listen schreiben (lassen)…

Das letzte wache Kind weint gerade noch vor lauter Weltschmerz und Übermüdung. Sie hat den ganzen Tag in der Juni-Hitze getobt. Wir Eltern freuen uns auf eine kalte Dusche und ein noch kälteres Bier. Die Wäscheleine ist schwer von nassen Handtüchern und Badesachen. Der Broccoli lässt die Blätter hängen und unsere Katze Muffin hat sich den ganzen Tag noch nicht gerührt. Wenn nicht ab und zu ihre Schnurrhaare zittern würden, könnte man meinen, sie sei tot.

Ich hatte meine To-Do-Liste Ende der Woche vergraben, denn ich wollte ein Pfingst-Wochenende ohne jede Verpflichtung. Ohne das nagende Gefühl im Genick, ich müsste noch dringend was erledigen. Prompt erstellte Amelie ihre eigene Liste für die Ferien. Ich mag ihre Liste. „Mit dem Auto durch die Stadt fahren.“ „Eis machen.“ „Schöne Ferien ohne Schreien und Schimpfen.“

Spontan kamen dann noch „Zirkus-Spielen“ und „Baumhaus bauen“ dazu. Haben wir gestern abgehakt. Stilecht mit Popcorn und Erdbeereis im Haselnussbaum.

Nur der letzte Punkt ist für mich herausfordernd. „Schöne Ferien ohne Schreien und Schimpfen.“ Aber, ja, mein Kind: Ich will mich bemühen! Ich will wenig schimpfen. Noch weniger schreien. Aber bitte verzeih mir, wenn ich es nicht schaffe. Ich hoffe, dass alles Zirkusspielen und Eisessen und alle Malstunden und Muffinbacken und alle Schwimmbadbesuche in deiner Erinnerung später mehr wiegen werden als eine müde, manchmal gereizte Mutter.

Und wenn ich doch versage, dann nehme ich dich in den Arm, bitte um Verzeihung und geh mit dir durch den Garten um die letzten Erdbeeren für eine Ladung Eis zu pflücken. Wäre das ok?

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Ernährung, Garten, Rezepte

Spargel-Fritatta

Gestern sinnierte ich mit einer Freundin übers Essen. Sie sagte etwas, das in mir heute noch nach klingt: „Wenn wir nur das essen würden, was Gott ursprünglich für uns geschaffen hat, dann wären wir nicht dick. Adam und Eva wären im Paradies nie fett geworden.“

Schade, dass wir in der Post-Paradies-Zeit leben. Mit Chips, Fertigpizza und Chocolate Chip Cookies, die meine „Ich-esse-ab-heute-besser“-Pläne vereiteln.

Ich mache zurzeit immer gerne Streifzüge durch meinen Garten. Was ich dort sammle, landet im Tee-Pott, in der Bratpfanne, im Müsli, im Marmeladen-Topf. Vor ein paar Tagen habe ich eine Mahlzeit zusammen gestellt, die paradiesisch war. Regional, saisonal, bio. Haaaaach, ich war mal wieder im Hippie-Modus.

Eine Spargel-Frittata mit Rucola-Salat und einer Schüssel Erdbeeren zum Nachtisch. Dazu Minze-Melissen-Tee. Die Eier kamen vom Nachbarn, der Spargel aus Mutters Garten, Erdbeeren, Spinat und Kräuter aus meinem Garten. Zum Niederknien göttlich!

Spargel-Frittata

1 Bund grüner Spargel (ersatzweise auch geriebene Zucchini, Rucola, Tomaten etc)
1 Handvoll kleingehackten Spinat
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 EL Olivenöl
6 Eier
Salz, Pfeffer
Kräuter (je nach Gusto! Ich habe wild Petersilie, Basilikum, Oregano und Schnittlauch gemischt)

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und in 1cm große Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden. In einer größeren Pfanne das Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschwitzen. Dann Spargel rein. Weitere 5 Minuten braten, häufig rühren.

Die Eier in einer Schüssel mit einer Gabel vermischen, den Pfanneninhalt rein kippen. Mit Spinat, Salz, Pfeffer und feingehackten Kräutern mischen.

Pfanne wieder auf den Herd, Hitze auf kleinste Stufe stellen. Einen weiteren EL Öl darin erhitzen. Eiermasse rein. Jetzt braucht es Geduld. Ist die Hitze zu hoch, brennt die Frittata leicht an. Also Deckel drauf, Hitze runter, warten. Wenn fast kein Glibber mehr auf der Oberfläche zu sehen ist, Frittata aus der Pfanne auf einen entsprechend großen Teller gleiten lassen. Weiteren Teller obendrauf, einmal rumdrehen und mit der blassen Seiten nach unten zurück in die Pfanne. Drei Minuten weiter backen lassen.

Zum Servieren wie eine Torte in Stücke schneiden. Dazu gab es bei mir einen Rucola-Erdbeer-Parmesan-Salat. Und der Rest der Frittata ergab einen köstlichen Late-Night-Snack!

Guten Appetit!

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Familie, Freundschaften, Fun, Gedanken, Glaube, Reisen

Das war bärenstark.

Der Frühsommer fliegt in hohem Tempo an mir vorbei. Und deshalb mache ich langsam. Auch mit dem Bloggen. Ich jongliere Schreiben, letzte Foto-Aufträge, wucherndes Unkraut im Garten und unser Bedürfnis nach faulen, langsamen Sommertagen. Kein Wunder, wenn mir manches entgleitet. Oder besser: ich lasse los. Weniger Bloggen, weniger Punkte auf unserem Zeitplan, weniger Internet, weniger Fotos, weniger Nähen.

Die letzten Mai-Tage haben wir in Oberschwaben verbracht, auf einer Freizeit des Marburger Kreises. Warum hat mir nie jemand verraten, dass es dort so schön sein kann? Fast würde ich am liebsten unseren geplanten Herbst-Mittelmeer-Urlaub absagen und stattdessen in Oberschwaben Kühe streicheln. Oder…vielleicht doch nicht.

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Fünf Tage Freizeit mit knapp 200 Leuten. Fünf Facts:

1. Zweihundert Leute sind laut. In der Essens-Schlange. Beim kollektiven Wein-, Bier- und Chipsverzehr am Abend. Beim Bärenstark-Tanzen.

2. Wiedersehen. Einige der Teilnehmer waren mir vertraut oder vage bekannt. Ich bin ja schon fast ein Marburger Fossil, solange bin ich schon Teil dieser überkonfessionellen Arbeit. Da waren alte Bekannte, die ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte und mit denen ich sofort Anknüpfungspunkte fand (Weißt du noch, damals in Dänemark, als du zum Kloputzen verdonnert wurdest?). Oder Freunde, die ich nur sporadisch sehe und die trotzdem für mein Leben enorm wichtig sind. Freunde, mit denen ich unbekümmert dem skurrilen Blödsinn hingab. Leiter, die unbequeme Wahrheiten aussprachen und an denen ich mich stieß. Unbekannte, die mir ihre Lebensgeschichte erzählten. Und an deren Ende ich Tränen vor Glück in den Augen hatte, weil Jesus aus völlig kaputten Biographien etwas Neues schafft und Heilung bringt, wo Heilung unmöglich scheint.

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3. Mini-Revolution. Raus aus unseren bequemen Hauskreisen, wo wir uns seit zwanzig Jahren gegenseitig im Austausch die gleichen Geschichten erzählen und mit mitleidigen Minen erklären, dass wir füreinander beten werden (was wir dann oft doch nicht tun). Eine Frage lautete: „Was kommt nach dem geistlichen Wachstum.“ Könnte es sein, dass wir irgendwann im Glauben erwachsen sind und nicht mehr ständig an die Mutterbrust müssen? Könnte es sein, dass wir aufhören können, vor jedem Schritt ängstlich um Weisung zu beten und endlich Eigenverantwortung zeigen sollten? Könnte es sein, dass ich aufhören soll, für den Nachbarn zu beten und einfach mal an seiner Tür klingeln darf? Könnte es sein, dass wir anfangen müssen, auf unsere inneren Wünsche zu hören, die Gott in uns gelegt hat? Ich merke, dass wir am Evangelium haarscharf vorbei leben, wenn wir die Theorie mehr lieben als die Praxis. Die Theorie kennen wir in und auswendig. Und wir verstecken uns dahinter, um nicht in Aktion treten zu müssen. Ich möchte nach kreativen Wegen suchen, meinen Glauben echt zu leben. (Ihr lieben Christen, versteht mich nicht falsch: alle diese Fragen stelle ich in erster Linie mir selbst. Ich bin mir bewusst, dass wir irgendwo einen Ankerpunkt brauchen. Aber wenn wir anfangen, unsere Hauskreise oder Gemeinden als Götzen zu verehren und nicht bereit sind, diese auch mal zu hinterfragen, dann manövrieren wir uns in die Falle).

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4. Sorry, dass Punkt 3 so ausschweifend war.

5. Weidenkörbe.
Hä? Was soll des jetzt?
Meine Freundin, Monika Nickel, ist eine begnadete Korbflechterin. Und sie war in meinem Team. Moni hat einige Stücke aus ihrer Kollektion zur Deko mitgebracht. Ich dachte zunächst: „Ok, Körbe. Toll. Gähn.“ Aber als ich dann ihre Werke sah, war ich schwer begeistert. Ich hab mich in die Formen und die Vielfalt ihrer Flechtwaren verliebt. Ich werde ab jetzt Deko nur noch bei ihr einkaufen (geht auch online!). Da weiß ich, dass alles liebevolles Handwerk ist und nicht irgendein China-Scheiß, den ich sonst in gängigen Dekoläden kaufe.

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