Bilder, Dankbarkeit, Familie, Garten, Heute...

Heute….

IMG_7639Mein Sonntagmorgen-Ritual: Kaffee einschenken,
Radio an, aus dem Fenster starren, Pfannkuchen backen.

IMG_7654_edited-1Amelies Morgen-Ritual: Gullas Tisch liebevoll decken und ihr eine Geldsuppe kochen. Gulla stammt noch aus meinen Kindertagen und ist trotz ihres bemitleidenswerten Äußeren heiß geliebt. Da kann keine Baby Born mithalten.

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Wenn es um das Tischabräumen geht, befällt meine Töchter ein unerklärlicher Schwächeanfall.
Aber wenn ich sie bitte, Streusel für unseren Sonntagskuchen zu kneten sind sie topfit und überbieten sich gegenseitig in ihrem Ehrgeiz den größten Streusel zu kneten (und zu essen).

IMG_7657Das ist meine Näh-Ausbeute von letzter Nacht. Neue Ordnerhüllen für unsere Fotoalben.

IMG_7661Ein oller Leitzordner in neuer Couture. Tres chic!

IMG_7664Schneeglöckchen-Explosion in unserem Garten.
Als wir hier einzogen, ahnte ich nichts von den Hunderten Schneeglöckchen-Zwiebeln, die unter der Erde schlummerten. Jedes Frühjahr bin ich wieder neu überrascht von dieser Fülle!

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IMG_7673Heute war ein guter Tag! Einfach richtig richtig gut.

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Beim Kaffeetrinken versuchte sich Amelie in der hohenlohischen Mundart. Armin schaute erstaunt auf und ich zuckte nur mit den Achseln.“Tja, es bleibt nicht aus, dass sie Dialekt aufschnappt.“  Amelie fragte: „Was ist Dialekt?“ Ich: „Was meinst du denn, was es ist?“ Amelie: „Net normal reden!“ Ich prustete ein paar Streusel quer über den Tisch.

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An solche Tage will ich mich immer erinnern.

Tage, an denen nichts Besonderes passiert ist.

Tage, getränkt von milchigem Frühlingslicht.

Tage, angefüllt mit Umarmungen, Streuselkuchen und Kinderjauchzen.

Tage ohne Ungeduld und Müdigkeit.

Tage voll Gewissheit am richtigen Platz zu sein.

Tage, die mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern.

Es gibt sie, diese Tage.

Heute.

Dankbarkeit, Freundschaften, Rezepte

Roaring 20s!

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 „Wann feiern wir eigentlich noch ohne Grund?“ fragte ich vor Kurzem eine Freundin. In jüngeren Jahren haben wir viel gefeiert, ohne Anlass. Einfach so, weil das Arbeitsleben eintönig, stressig und grau war. Feiern: das waren die Farbkleckse im Leben. Aber dann wurde das Leben ernst. Kinder kamen dazu, die Ansprüche im Job stiegen, die Kraft ließ nach. Monat um Monat verstreicht und man fragt sich irgendwann: Wann habe ich zum letzten Mal ausgiebig gefeiert? War es vor einem oder vor fünf Jahren? Wann habe ich mir Zeit genommen für Freunde, für gemeinsames Essen? Wann habe ich mir das letzte Mal Zeit genommen, mich schön zu machen, mich schön zu fühlen?

Als die Kinder noch sehr klein waren, hätte mich der Gedanke an eine Party schier überwältigt. Die dort verbrachte Zeit hätte ich lieber in Schlaf investiert. Irgendwann fehlte mir aber die Gemeinschaft mit Freunden. Mir fehlte es, lange Abend- und Nachtstunden mit ihnen rund um den Tisch zu verbringen, Wein zu trinken, über Gott und die Welt zu sprechen.

Letzten Samstag füllte sich unser Esszimmer mit Freundinnen, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte bzw. die weiter weg wohnen und sich extra für unsere 20er-Jahre-Dinnerparty auf den Weg gemacht hatten. Jetzt, zwei Tage später (ich habe das Schlafdefizit wieder aufgeholt!), schaue ich dankbar zurück. Dankbar für Lachen, Diskutieren, Wiedersehen, Kennenlernen, Gespräche mit Rita auf dem Balkon, gute Cocktails, Nähe.

Der nächste Morgen? Nicht ganz so frisch. Aber dankbar, dass Josefine mir beim Backen des sonntäglichen Pfannkuchen-Frühstücks half. Und der liebe Ehemann beim Beseitigen des Chaos.

Hier die Menü-Folge unseres 20er-Jahre-Dinners: 

Entree: Waldorf-Salat, Lachsmousse auf Baguette

Hauptspeise: Boeuf Bourguignon (nach Julia Child)

Dessert: Warmer Schokokuchen mit flüssigem Kern

Familie, Hobbies

Wenn dir das Leben Zitronen gibt…

Heute war Amelies erste Schwimmkurs-Stunde (ist sie wirklich schon so groß?). Gewissenhaft packte ich Schwimmsachen, eine Haarspülung (sonst komme ich nicht durch ihr Haar) und eine Tupperbox voll Apfelschnitzen und Haferkeksen. Stolz, dass ich wie eine echte verantwortungsbewusste Mutter an alles gedacht hatte, starteten wir Richtung Schwimmbad. In Gedanken hatte ich schon zwei Stunden vorgespult und sah mich inmitten meiner Wäsche und beim Schnippeln für die Abendbrot-Salate. Noch in Gedanken vertieft, betraten wir den Umkleideraum und merkten erst da meinen Faux-Pas. Ich war eine Stunde zu früh – falscher Kurs! Ich mag vielleicht verantwortungsbewusst sein, aber mit dem Alter werde ich zerstreut. Ich musste prompt an das bescheuerte Zitat denken: „Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, dann mach Limonade daraus.“ Ich hasse Kitsch-Pseudoweisheiten. Und gerade die setzen sich immer in meinem Hirn fest („Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter.“ Aha. Dann müsste ich also jeden Tag Tonnen von Ben and Jerry’s Eis essen, literweise Rotwein trinken und mit Freunden feiern bis zum Umfallen).

Also machten wir halt Limonade. Wir gingen auf den Spielplatz. Ließen uns von einer fast frühlingshaften Sonne bescheinen. Genossen eine Stunde lang klettern, Steine sammeln und ein Apfel-Keks-Picknick. Und dann durfte Amelie endlich ihre Froschbewegungen im Wasser üben mit dem tiefen Wunsch, das Seepferdchen zu bekommen.

Meine ursprünglichen Pläne ertränkte ich in Limonade. Und trotzdem gab es Salate zum Abendessen: Möhren-Apfel-Salat für die Kids, den sie lieben. Und für mich eine Phantasie-Komposition aus Rucola, gegrilltem Fenchel und Paprika, Walnüssen und Parmesan. Aaaaah, perfekt!

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Irgendwie habe ich ein paar Nähstunden in meine vollen Tage gequetscht. Wenn ich etwas genäht habe, dann bin ich immer ein bisschen glücklicher als sonst. Also war ich diese Woche ziemlich oft, ziemlich sehr glücklich. Zwei Kleider für die Kids, ein Vorhang aus einem alten Stoff aus Kriegszeiten.

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Und wenn ich mir Zeit für Menschen nehme, die mir wichtig sind, dann macht mich das auch glücklich. Ein Besuch bei meiner Sis. Sie strahlt, obwohl sie gerade ganz schön herausgefordert ist. Echt ein Vorbild. Und sie hat meine Kindern mit Spaghetti, Milchreis und Muffins verwöhnt. Ganz klar, „die Doro ist die beste Tante!“

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Dankbarkeit, Familie

Dunkle Tage mit Lichtpunkten

Wenn es eine Eltern-Skala von eins bis zehn gäbe, die anzeigt, wie viel Kraft noch im Tank ist, dann stünde meine Skala heute auf 0,1. Gerade noch genügend Kraft diesen Blogeintrag zu schreiben und ein Glas Rotwein in der Hand zu halten.

Der Tag war unterirdisch. Jetzt sind die Kinder im Bett (diesen Zeitpunkt habe ich seit 12 Stunden herbei gesehnt) und ich hätte nun die Möglichkeit, mich in düsteren Gedanken zu suhlen.

Aber: ich entscheide mich dagegen. Keine dunklen Gedanken. Moment, ich schenk mir erst noch ein Glas guten Rotwein ein.

So, bin wieder da. Dieser Tag soll nicht als der schwarze Samstag in Erinnerung bleiben. Sondern als ein schwerer Tag mit Lichtpunkten. Denn egal wie mies ein Tag ist, es gibt kleine Nischen, aus denen ein immer IMMER ein Stück Gnade, Freude und Freundlichkeit hervorlugt.

Dafür bin ich heute dankbar:

1. Köttbullar mit Preiselbeeren und Kapü zum Mittagessen. Das war Hammer.

2. Ein Mittagsschlaf deluxe. Tief, fest, ungestört und mit bunten Träumen.

3. Dieses Kleid, das unbedingt in meinen Kleiderschrank will!

4. Eine Hyazinthe als Gute-Bessserung-Geste, die eine Freundin unverhofft vor meiner Haustür deponierte. DANKE!

5. Dieses Video von der Bloggerin Glennon Doyle Melton über Gnade.

6. Zwei missratene Kartoffelbrote, die trotz ihrer Unansehnlichkeit gut schmeckten.

7. Ein unterstützender Mann, der gerade mit dem zweiten Glas Rotwein ankommt.

Da mach ich jetzt lieber Schluss und widme mich mit den verbleibenden 0,1 Prozent Kraft den schönen Seiten des Lebens. Prost Gemeinde.

Familie

Die verflixten 10 Prozent

90% unserer Tage verlaufen meistens reibungslos. Abgesehen von ein paar bedeutungslosen Auas, rausgestreckten Zungen, verstreuten Puzzlespielen und Gemüseverweigerung. Das hak ich unter Bagatell-Ereignissen ab. Aber es gibt noch die anderen gefürchteten 10%. Da wird nicht nur ein bisschen gekleckert, sondern geklotzt, geschrien, geheult, gestritten und mit den Türen gedonnert. So ein Tag war heute. 

An diesem Morgen klinge ich wie eine 100jährige Kettenraucherin. Mein Husten ist nicht von schlechten Eltern. Mit halbgeschlossenen Augen richte ich Frühstück für die Kinder. Amelie ist, wie jeden Morgen neuerdings, teeniemäßig schlecht gelaunt und zeigt mir permanent ihre Unterlippe. Die kann sie soweit rausschieben, dass sie jedem Afrikaner mit Lippenteller Konkurrenz macht. Josefine ist, wie jeden Morgen neuerdings, ebenfalls nicht gut drauf. Ich atme erleichtert auf, als die Haustür ins Schloss fällt und Armin die Kinder zur Kinderaufbewahrungsstätte bringt. Endlich ein paar Minuten für mich, meinen Kaffee, meiner Morgenlektüre, meine… Es klingelt an der Tür. Grummel. Es ist Armin. Mit Josefine im Schlepptau. Sie hätte sich total geweigert, beim Kindi aus dem Auto auszusteigen. Grummel. Ade Kaffee und Morgenlektüre und Kamilleninhalation. Mein Kind hat eines von ihren High-Maintenance-Tagen. Erstmal eine Stunde Bespaßung auf dem Sofa. Es dauert eine Weile, bis ich herausgefunden habe, mit was ich sie beruhigen und von ihrem Kummer ablenken kann. Ich singe. Ich singe alles von „Er hält die ganze Welt“ über „Geh aus mein Herz“ (alle 15 Strophen!) bis hin zu „Schlaf Kindlein schlaf“. Meine Stimme rutscht dank meiner Heiserkeit eine Oktave in den Keller. Egal, ich lege mich ins Zeug und träume kurz von einer Karriere bei „The Voice“ mit meiner sexy Reibeisenstimme.

Der Tag schleppt sich genau wie ich voran. Ständig lote ich aus, wo die Grenzen verlaufen müssen, wo ich nachgeben und wo ich strikt sein muss. Es gelingt mir die ersten zwei Stunden des Tages. Danach entgleitet es mir irgendwie. Ich bin einfach zu krank, zu müde, zu ausgelaugt. Josefine braucht extrem viel Aufmerksamkeit, klammert, weint, schreit. Amelie sucht jeden Anlass zum Streit und fordert auf ihre Art Aufmerksamkeit. 

Hundertmal an diesem Tag renne ich in ein kinderloses Zimmer, balle die Fäuste, bete um Geduld und Kraft, bemitleide mich selbst. 

Ich sehe, dass meine Kinder mich mehr als sonst brauchen. Und ich brauche mehr Ruhe als sonst. Beides schließt sich leider gegenseitig aus und so schaukeln wir uns den ganzen Tag lang an dieser Diskrepanz hoch. 

Als Armin von Arbeit kommt, hält er die Schaukel prompt an. Mich schickt er auf die Couch und er bringt die müde, ausgepowerte Kinderschar ins Bett. In mir löst sich die Anspannung und endlich darf ich meinen Husten und mein Selbstmitleid pflegen. Meine Seele lässt mir aber nach diesem Tag keine Ruhe. Ich will sagen können, wie es mir gerade geht. Ich spreche es in diesen Raum hinein, den ich mit sovielen anderen Müttern und Alleinstehenden und Vätern teile. 

Ich ziehe meinen Hut vor euch allen!

Ich ziehe meinen Hut vor jeder Mutter mit Schlafmangel. Vor jeder Mutter, die ein krankes Kind pflegt. Die selbst krank ist. Die alleine ist.  Die mit Depressionen zu kämpfen hat. 

Ich ziehe meinen Hut vor jedem Vater, der seine Verantwortung ernst nimmt. Der nach einem anstrengenden Arbeitstag Pflichten daheim übernimmt. Der unter einem Burnout leidet. Der trotz großer Arbeitslast Duplohäuser für seine Kinder baut. 

Ich ziehe meinen Hut vor jedem Single, den die Einsamkeit quält. Vor jedem Single, der trotz Angst vor neuer Enttäuschung Wagnisse eingeht. Der die Hoffnung nicht verliert. Der aktiv sein Leben gestaltet und nicht auf Prince Charming wartet. 

Nach diesem Tag kommt mir folgender Vers in den Sinn…und den zitiere ich mit extraviel Trotz. Nicht nur für mich. Sondern für jede Mutter, jeden Vater, jeden Single:

„Gott, was du mir gibst, ist gut. Was du mir zuteilst, gefällt mir.“ Psalm 16, 6

 

Fun, Gedanken

Matsch-Birne

Ich hasse es, wenn mein Körper mich im Stich lässt. Wie zum Beispiel damals, als mir immer wieder mein rechtes Bein wegsackte, was recht ulkig beim Kaffeeservieren im Flugzeug aussah. Aber es wurde irgendwann so schlimm, dass ich keine Treppen mehr steigen konnte. Damals wurde ich auf Händen getragen, von starken, willigen Männerarmen. Erst als ich anfing im Fitness-Studio zu trainieren, verschwand dieses Leiden. Schade eigentlich. Heute trägt mich niemand mehr auf Händen die Treppen hoch und runter.

Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja. mein Körper. Seine Abwehrkräfte haben das Handtuch geschmissen. Seit zwei Woche rammten kleine Halsweh-Soldaten meine Leukozyten-Schutzmauer. Letzte Nacht hat sie angesichts der Übermacht kapituliert.

Also bin ich heute eine hustende Matsch-Birne. Und meine zwei Kinder auch. Amelie liegt seit fünf Tagen katatonisch auf der Couch. Und Josefine verweigerte heute das DVD-Gucken-Dürfen-Weil-Ich-Krank-Bin. Sie legte sich lieber auf den Boden, zog ihr Lieblingskissen an sich und schlief.

Gestern, als sich die ersten Anzeichen für einen Infekt bei mir häuften, geriet ich in Panik. Ich hatte doch soviel diese Woche vor! Vor meinem inneren Auge schüttelte ich all meinen Projekten zum Abschied die Hand. Tschüß Nähmaschine, ich hätte noch so gerne ein Kleid genäht. Und Adieu Prospekt, an dem ich gerade arbeite. Ciao Bachelorgucken mit Schwesterherz. Servus saubere Fenster. Adios Bloggen. Auf Wiedersehen neue Brotrezepte, die ich ausprobieren wollte.

Aber hey, meine Projekte verschwinden nur kurz ums Eck. Sie trinken zusammen einen Kaffee, rauchen eine, bevor sie wieder anklopfen und ich ihnen ausgeruht und gesund die Tür öffnen kann.

Diese Woche entscheide ich mich für einen oberflächlichen Haushalt. Für viele Schläfchen. Für Neinsagen. Für Gelassenheit. Für Um-Hilfe-Bitten. Für Gottvertrauen. Für ganz viel Zeit mit den Kindern. Für Dankbarkeit.

Diese Woche entscheide ich mich gegen innere Unruhe. Gegen Schuldgefühle, wenn ich mich auf die Couch lege. Gegen Getriebensein. Gegen schlechte Laune. Und gegen den Winter. So!

PS: Amelie ist auf dem Wege der Besserung. Sie liegt gerade im Bett und singt ein selbstgedichtetes Hunde-Kacka-Lied. 

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 Krankenlager Nr. 1

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 Krankenlager Nr. 2

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 Muffins Lager

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 Dieses Spielzeug liegt seit 8 Tagen an DERSELBEN Stelle. Mein persönlicher Rekord.

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 Bald…bald!

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 Aber ein Lichtblick naht…

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 Der Frühling kommt!