Bilder, Heute...

Heute…

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Ja, das war alles heute: Wäsche machen, Verkleiden spielen, Mirabellen-Muffins backen, Gartenreichtum, Hühner füttern,  Kreativ sein. Alles irgendwie schön. Aber auch anstrengend. Zwischen all diesen fotowürdigen Momenten verlor ich öfters die Geduld, war müde und grummelig. Aber ich spielte trotzdem das (Verkleidungs-)Spiel mit….

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Freundschaften, Gedanken

Jahreszeitenwechsel

Es ist Sonntagmorgen, ich habe den ersten Kaffee in Ruhe getrunken, alles schläft noch. Draußen fällt Dauerregen und ein Hauch von Herbst hat sich über unseren Garten gelegt. Über meinem Gemüt liegt ein Hauch von Traurigkeit. Ich bin nicht traurig, dass der Sommer sich langsam verabschiedet. Ich bin nicht traurig über den Wechsel der Jahreszeiten. Ich begrüße immer noch jede neue Jahreszeit mit Vorfreude und Erwartung. Aber ich hasse es vertraute, geliebte Dinge gehen zu sehen. Sie vielleicht nie wieder in genau der selben Form wieder zu bekommen.

Mir geht es gerade so mit Menschen. Geliebte Menschen, zu denen ich eine starke Bindung habe, gehen oder überlegen zu gehen. Nach außen hin, versuche ich das alles mit Würde zu tragen. Aber innerlich heule ich auf: „Bitte geh nicht! Ich brauch dich! Du bist mir zu wichtig! Was soll ich ohne dich tun?“ Und der nächste Gedanke: „Wie soll ich wieder jemanden wie dich finden? Sind Freunde ersetzbar?“ Ich war noch nie ein Mensch, der mit Leichtigkeit neue Freunde gefunden hat. Und das macht mir Angst. Ich will das Alte, Vertraute, Gute nicht gehen lassen. Ich habe Angst vor der Leere und Einsamkeit, die eine neue Lebensphase mit sich bringen könnte. Ich bin müde geworden, neue Freundschaften aufzubauen.

Gestern, bei dem Besuch einer lieben Freundin, lag ich heulend auf der Couch. Ich schluchzte wie eine liebesgeplagte Vierzehnjährige: „Und warum können wir nicht alle eine Kommune gründen? Warum muss alles so zerpflückt sein und jeder quält sich allein durchs Leben? Lass uns ein Dorf gründen!“ Meine Freundin: „Das wird’s erst im Himmel geben, dass wir für immer zusammen sind.“ Ich: „Grmpf. So lange will ich nicht warten.“

Der Herbst kommt mit Sicherheit. Ich freu mich auf ihn. Er macht mir mit seinen goldenen Tagen und seinem Duft den Abschied vom Sommer leichter. Dann wird sich der Winter über das Land breiten und uns aus dem Freien in die Häuser treiben. Dort warten wir dann sehnsüchtig auf die ersten Zeichen des Frühlings. Und der Frühling kommt. Mit Sicherheit.

Familie, Reisen

Campen mit Kindern. So isses.

Als Armin vorschlug, wir sollten als Familie  gemeinsam campen gehen, sagte ich spontan-begeistert zu. Ohne an die Konsequenzen solch einer Zusage zu denken. Was mir in dem Moment meiner Zusage vorschwebte? Backpacker-Australien-Lagerfeuer-Romantik! Entschleunigung! Den Hauch der Wildnis atmen!

Ähäm. Ich vergaß nur einen entscheidenden Faktor. Beziehungsweise drei Faktoren: Mann, Kind, Kind. Mit Ende 20 und Single war das Leben mit Zelt und Rucksack ein Statement gegen die gestresste Leistungsgesellschaft. (Ok, ich hatte nicht ganz so hohe Ideale, sondern ein sehr schmales Bank-Konto, als ich mich in Australien immer kurz vor der Pleite von einem zum nächsten Job hangelte.) Und es war ein großer Spaß.

Australien ist halt Australien. Und die Fränkische Schweiz ist ….. auch nicht schlecht. Nein, ich liebe die Fränkische Schweiz. Sie ist eins meiner wenigen deutschen Sehnsuchtsziele. Vielleicht, weil ich dort einige prägende Erlebnisse hatte.

Diesmal also Zelten mit Kindern und Mann. Ich packte einen kompletten Tag lang.  Am Ende sah es bei uns aus wie in einem Flüchtlingslager. Armin war nicht erfreut. Er meinte: „Du hast viel zu viel gepackt! Das Zeichenset? Dein wuchtiger Kosmetikkoffer? Bio-Eier?“ Ich: „Du hast doch keine Ahnung vom Campen.“ Armin schnaubte verächtlich und machte sich daran unser Auto zu stopfen. Welches am Ende leichte Schräglage aufwies.

Mit unserem Flüchtlingsmobil eierten wir also erstmal zu meinen Eltern. Die drei Tage bei ihnen waren wie ein tiefer Atemzug vor einer schweren Aufgabe.

Der Montagmorgen grüßte uns mit feinem Nieselregen. Wir brachen in die Fränkische Schweiz auf. Ich suchte den Horizont verzweifelt nach einem hoffnungsbringenden blauen Band ab. Fehlanzeige. Also dinierten wir zunächst in einer traditionell fränkischen Wirtschaft, mit traditionell 70er Jahre-Interieur, Salat aus dem Eimer und viel Kümmel. Mich schüttelte es immer noch, als wir eine Stunde später auf unserem Campingplatz „Bärenschlucht“ unser Lager aufschlugen. Das Wetter war ein echter Fiesling. Die Regenpause wähnte uns in Sicherheit. Als wir endlich alles aufgebaut und verstaut hatten, schmiss Armin unseren Gaskocher an und wir machten uns Kaffee. Aaaaah, genauso hatte ich mir die familiäre Camping-Romantik ausgemalt!!! Mit einem Emaille-Becher voll dampfendem Kaffee in der Wildnis, Gedanken nachhängen, entspannen. Die Wirklichkeit: Wir nahmen zwei Schluck Instantplörre und flüchteten ins Zelt vor einem Weltuntergangs-Gewitter. Fine bekam Panik, Amelie blätterte lustlos in einem Buch und ich dachte zum ersten Mal daran, dass Urlaub in den eigenen vier Wänden viel zu sehr unterschätzt wird. Gefangen in einem Zwei-Mann-Zelt harrten wir lange aus. Sehr lange. Das war der Lackmus-Test für unseren Familienzusammenhalt. Wir haben ihn irgendwie bestanden. Wenn auch mit ein bisschen Gemecker von meiner Seite.

Die folgenden Tage war uns das Wetter  wohlgesonnen. Trotzdem konnte ich meinen Mecker-Modus nicht immer abstellen. Ich fand wenig von Zeltlager-Romantik wieder. Im Gegenteil, ich fand Campen mit Kindern ein klein wenig anstrengend. Immer wieder sagte ich mir: „Hauptsache, sie haben eine gute Zeit!“ Aber ganz tief drinnen meldeten sich meine Bedürfnisse. Nach Ruhe, Einsamkeit, Familien-Harmonie, kreativem Schaffen, Natur-Erleben. Ich habe diese Bedürfnisse nicht in vollem Maße befriedigen können. Aber ich durfte kleine Bruchteile davon stillen. Immer mehr erkenne ich in letzter Zeit, dass ich ungestillte Bedürfnisse aushalten darf und kann. Dass sie mich nicht zerstören. Sie zerstören mich dann, wenn ich immer sofort versuche, ihnen brachial zu begegnen.

Was ich gerne im Camping-Urlaub gemacht hätte?: Kajak fahren, in Höhlen klettern, Museen besuchen, Mountainbike fahren, wandern.

Was habe ich im Camping-Urlaub gemacht?: Lesen, meine Kinder beim Spielen im Bach beobachten, mit einer historischen Dampfeisenbahn fahren, Armin und Amelie beim Sommerrodeln zusehen, mit den Kindern am Abend malen, Bootfahren, dem Mond zuschauen, den Grillen zuhören, Erinnerungen nachhängen, saugut schlafen.

Heute ist der erste Tag daheim. Ich habe ihn ganz ohne Meckern verbracht. Und mit viel, sehr viel stinkender Wäsche. Nein, ich meckere nicht. Nach vier Tagen Zelten gewinnen die alltäglichen Dinge einen neuen Glanz: die eigene Dusche, die Couch, das Bett, der Laptop, der Kühlschrank. Ich LIEBE mein Zuhause. Wenn ich könnte, müsste es jetzt eine Dauerumarmung ertragen!!!

00000023Ich vor zehn Jahren bei  einer Höhlentour in der Fränkischen Schweiz. Das übliche Drama.

IMG_4231_edited-110 Jahre später. Immer noch Drama.

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In solchen Momenten legte ich eine Drama-Pause ein.

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Und in solchen…..

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….. auch.

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Amelie wird groß, selbstbewusst, unabhängig. Und dabei immer voller Fürsorge für ihre kleine Schwester.

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Beim Frühstück grüßten die Wespen…

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…aber sie konnten uns  unseren Nutellabrötchen-Genuss nicht vermiesen!!

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Oh Mann. Fränkische Idylle.

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Wo gibt es noch solche Zugabteile? Mit echten Rosen, Porzellan und Vorhängen an den Fenstern….

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….und der freundlichsten Kaffee- und Kuchenfrau aller Zeiten…

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…die für uns gestresste Eltern extra eine Flasche Sekt öffnete. Prost auf einen halbwegs gelungenen Urlaub!

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Gedanken, Listen

Blog vs. Real Life?

Eigentlich wollte ich mir gerade einen Film mit Armin gönnen. Aber das verschieb ich um eine halbe Stunde. Mir brennt dieser Eintrag unter den Nägeln. Schon den ganzen Tag wälze ich Gedanken hin und her. Ausgelöst durch den bemerkenswerten Kommentar einer Leserin.

Ich merke, dass mich diese Welt in den Blogs unglücklich macht, immer sieht es bei der anderen schön, geleckt, ordentlich, cool, geschmückt aus. Und bei mir? Wäschekörbe überall, genervt von den Kindern und nicht gerade modischst angezogen und gestylt, das Chaos breitet sich aus, um mich und in mir. Fühle mich oft unsicher und bin fragend, ob meiner Lebensgestaltung. Und dann diese Blog-Frauen: Hochglanzlebensentwürfe, einer nach dem anderen. Ist das echt? Leben diese Frauen wirklich so ein Leben? Und wenn ja: Wie schaffen die das? Wie machen die das? Leider krieg ich nicht immer diesen Abstand hin, der gesund ist sondern lasse mich stressen, werde unzufrieden und unglücklich, weil mein Leben so blöd normal und strubbelig ist.

Ich frage mich, ob ich auch manchmal solche Gefühle in Lesern wachrufe. Angefangen habe ich diesen Blog als reinen Reisebericht, dann konzentrierte er sich hauptsächlich auf das Überleben mit Kleinkindern. Und seit letztem Jahr grabe ich tiefer. Ja, und zwischendrin viele Fotos, Berichte von Projekten, unserem Alltag und von besonderen Anlässen. Anfangs wusste ich genau, wer meinen Blog alles liest. Das war beruhigend. Heute kenne ich wahrscheinlich zwei Drittel meiner Leser nicht persönlich. Und das macht mir manchmal Angst. Denn sie kennen nur die Ausschnitte aus meinem Leben, die ich hier präsentiere. Ich versuche ehrlich zu sein. Aber ich gebe zu: mit meiner Ehrlichkeit bin ich selektiv. Nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Und so kann bei den Lesern, die mich nicht persönlich kennen, ein verzerrtes Bild entstehen.

Ja, ich bin auch öfters genervt von meinen Kindern und erhebe von Zeit zu Zeit leicht mein zartes Stimmchen. Ja, meine Bügelwäsche hat ein Dauer-Aufenthaltsrecht im Keller (da gibt es Teile, von denen ich gar nicht mehr weiß, dass sie sich in meinem Besitz befinden). Ja, ich kämpfe jeden Tag gegen das Chaos um mich herum und in mir. Ja, ich fühle mich oft unsicher und bin gut darin, Mauern zu bauen. Auch ich bin manchmal von anderen Mum-Bloggern verunsichert und vergleiche mein Leben mit ihrem. Da stinke ich gewaltig gegen ab…

Blogs sind immer nur ein kleines Fenster in das Leben anderer Menschen. Ein Ausschnitt. Mehr nicht. Sie können Mut machen, inspirieren, verunsichern, mich zum Lachen und Heulen bringen, mich langweilen, mich erwürgen.

Aus gegebenem Anlass hier die Top 10 meiner Lieblings-Blogs. Lesen auf eigene Gefahr.: Sie können süchtig machen, einschüchtern und inspirieren.

  1. Enjoying The Small Things
    Ich liebe Kelle’s Blog. Auch wenn ich angesichts ihres Erfolgs, ihres untrüglichen Modegespürs und Styles manchmal vor Neid den Laptop am liebsten an die Wand pfeffern würde. Andererseits bin ich inspiriert von ihrer Fotografie und ihrer Gabe, die Dinge in einem positiven Licht zu sehen.
  2. Soulemama
    Oh, Soulemama. Ich bin ein Hardcore-Fan. Sie ist ein atheistischer Hippie, die mit Partner und fünf Kindern auf dem Lande in Maine lebt. Sie sind Selbstversorger, klar. Sie unterrrichtet ihre Kinder daheim. Auch klar. Und nebenbei schreibt sie einen megabeliebten Blog, strickt, näht, gärtnert, spinnt Wolle, hat ständig neue DIY-Ideen, hat drei Bücher geschrieben (die ich natürlich alle besitze *hüstel*) und ist Herausgeberin einer Zeitschrift. Aha. Entweder hat sie sehr viel Hilfe im Hintergrund oder sie ist Superwoman. Ich glaube, das Lesen ihres Blogs hat mich in einer bestimmten Weise geformt. So dass ich neuerdings Joghurt selbst mache und ich mich kritischer mit Konsum auseinandersetze. Und unser Landleben erscheint mir plötzlich über-hip!
  3. Embracing This Life
    Ich lese diesen Blog noch nicht lange. Aber ich mag den lebensnahen, ehrlichen Ton einer Soldaten-Ehefrau, die mit alten Bekannten ringt: Einsamkeit, Essen, Ehe. Dieser Beitrag hat mich in letzter Zeit besonders beschäftigt.
  4. Lisa-Jo Baker
    Ja, ich gebe zu: ich lese gerne englischsprachige Blogs. Liegt wohl daran, dass ich der Sprache verfallen bin. Lisa-Jo ist eine Mum-Bloggerin. Sie ist warmherzig, mutmachend, ehrlich. Ihre Einträge zu lesen fühlt sich wie ein Kaffeedate mit einer lieben Freundin an.
  5. Sober Boots
    Der Blog einer Ex-Alkoholikerin, Autorin und Christin. Ja, sie war auch Christ und Autorin während ihrer heimlichen Alkohol-Exzesse. Ihre Beiträge haben eine greifbare Tiefe, die ans Herz gehen. Kein oberflächlich-frommes Geplänkel.
  6. Lebe Leichter in Bamberg
    Der niegelnagelneue Blog meiner älteren Schwester. Sie ist schreibt leidenschaftlich gerne und ich rühre hier mal ein bissl die Werbetrommel für diese sportliche, künstlerisch begabte Vierfach-Mama.
  7. Re-Fashionista
    Aus alt mach neu. Niemand beherrscht das hipper und besser als Re-Fashionista. Sie zaubert aus alten Lumpen geile Klamotten. Und sie sieht jedes Mal darin zum Niederknien stylish aus. Dank ihr kann ich keine Klamotten mehr ausmisten. Denn ich könnte ja daraus noch ein zauberhaftes Ensemble nähen.
  8. Elizsabeth Esther
    Sie stammt aus einer fundamentalistischen Gemeinde, in der sie seit ihrer Kindheit unter geistlichem Missbrauch litt und als Erwachsende ausbrach. In ihrem Blog berichtet Elizabeth, wie sie ihren Glauben an Gott neu definiert und immer wieder um Heilung kämpfen muss.
  9. Momastery
    Superpopulär. Superehrlich. Superamerikanisch.
  10. Lebe Leichter-Blog
    Der Blog von Beate Nordstrand begleitet mich jetzt schon seit einem Jahr. Die Beiträge machen mir immer wieder Mut zu einem gesunden Ess- und Bewegungsverhalten. Danke Beate!

Und jetzt – eine Stunde später – finde ich wieder zurück zum wahren Leben: ein von Kissen, Fernbedienungen, Laptops und Büchern überquellendes Sofa. Ein genervter Ehemann (der geduldig wartete, bis ich mit meinem Blogeintrag fertig bin). Sandspuren auf dem Boden. Graue Haare, die ich bereits seit drei Wochen färben will, aber nie dazu komme.

So, aber jetzt endlich der Film!!

 

 

 

 

Ernährung, Haushalt

Was Essen mit Ordnung zu tun hat

Jedes mal, wenn ich meiner Ernährungsgewohnheiten umstelle, folgt im Kielwasser eine Aufräum- und Ausmistaktion. Anscheinend hat meine Art der Ernährung nicht nur eine reinigende Wirkung auf den Körper, sondern auch auf meinen Haushalt.

Letztes Jahr habe ich prima mit Lebe Leichter abgenommen. Eine lange Zeit lang mein Gewicht gehalten. Aber in letzter Zeit war ich Profi darin, mich selbst zu sabotieren. „Ach, nur eine kleine Handvoll Nüsse. Die sind ja supergesund.“ 10 Minuten später klapperte die leere Erdnuss-Dose im Abfall. Und ich lag gemästet auf der Couch. Neuerdings trage ich mit Vorliebe wieder Leggins. Die verschleiern die Wahrheit besser als meine gnadenlos ehrliche Jeans.

Ich bin ein Ganz-Oder-Gar-Nicht-Typ. Wenn ich schon schwach werde, dann so richtig und ausgiebig und lange. Und wenn ich mich dann wieder am Riemen reiße, dann so richtig und ausgiebig und nicht ganz so lange.

Wenn ich Ordnung in meine Essgewohnheiten bringe, fühle ich mich, als würde ein Dunstschleier weggezogen. Ich bin wieder wach. Lasse Gefühle zu. Auch die der Langeweile, Einsamkeit und des Frusts.

Gestern und heute habe ich  – etwas hungrig, aber bei klarem Verstand – Spielzeug ausgemistet, meinen Schreibtisch aufgeräumt, Kochbücher entsorgt, meine Homepage auf Vordermann gebracht, den Kühlschrank ausgeputzt.

Puh, fühlt sich gut an. Richtig richtig gut.

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Familie, Garten, Hobbies, Listen

Tempo raus – Spaß rein…

Ist der letzte Sommer tatsächlich schon ein Jahr her? August 2012 war für mich eine Zeit der Neuanfänge und des Genießens.

Und dieser Sommer war bisher hektisch und voll. Zeit, drei Gänge zurückzuschalten. Amelie hat jetzt Ferien und ich möchte diese Zeit – wie schon im letzten Jahr – bewusst gestalten und mich am Sommer und meinen Kindern freuen. Weniger To-Do-Listen abhaken, mehr in den Tag reinleben. Weniger Getriebensein, mehr Familienzeit. Weniger Job-Haushalt-Kinder-Balance, mehr Rumgammeln. Weniger Routine, mehr Neues ausprobieren.

Was war bisher diesen August?

  • Besuch im Wildpark Tripsdrill
  • Faule Nachmittage im Garten mit Planschbecken- und Sprinklerspaß
  • Besuch im Biergarten
  • Neue Nähprojekte (siehe letzter Beitrag)
  • ….und dabei hat auch Amelie ihre ersten Näherfahrungen gesammelt. Ich hab sie ein Lavendelkissen nähen lassen. Jetzt öffnet sie jeden Tag ihren lavendellastigen Kleiderschrank und schnüffelt entzückt.
  • Wir haben unseren Garten mit einer Bank verschönert, die ich auf dem Sperrmüll gefunden habe. Armin war hocherfreut und hat sie neu gestrichen

Und wie wollen wir uns die nächsten drei Wochen die Zeit vertreiben?

  • Zelten gehen in der Fränkischen Schweiz
  • Besuch im Playmobilland
  • Besuch bei meiner Schwester mit Abstecher in die Panzerkaserne zum echt amerikanischen Shoppingerlebnis (Yankee Candles – wir kommen!!!)
  • Besuch bei meinen Eltern
  • Ein Fotoshooting mit Freundin in meinem geliebten Bamberg
  • Beat the heat: Jeden Tag Eis am Stiel essen (ich mixe einfach Erdbeeren, Himbeeren, Bananen und Kokosmilch und fülle das in meinen Eis-am-Stiel-Bereiter)
  • Zucchini-Cupcakes backen
  • Steine und Stöcke bemalen, die wir im Wald gefunden haben
  • In die Bücherei gehen
  • Picknick machen
  • Fahrradtouren in die Umgebung unternehmen
  • Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows
  • Im Garten werkeln, Käfer entdecken, Federn sammeln, Blumen pressen

September wird für mich ein prall gefüllter, arbeitsreicher Monat und mir graut schon ein wenig davor. Deshalb will ich diesen Sommer genießen und nur das tun, worauf wir Bock haben. Und der Rest fällt hinten runter. So.

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Familie

Neue Klamotten als Frustpflaster

Streichen wir bitte den heutigen Tag aus dem Kalender. Ich weiß nicht ob meine Kinder gerade eine „Phase“ durchmachen oder ob sie der Hitzefritz gebissen hat. Es vergingen keine fünf Minuten ohne Drama und ohne Mama-MAAAMAAA-Schreie. Ich hatte deswegen heute kleinere Ausfälle und ein langes Freundinnen-Telefonat, das mir gut getan hat. Nun ist mein Mann eingesprungen, denn ich habe vor ca. 5 Minuten angedroht, dass ich mir gleich ins Knie schießen werde. Oder mit der Tür so lange knalle, dass sie aus den Angeln fliegt.

Statt eines weiteren Wutanfalles meinerseits habe ich die Nähmaschine traktiert. An solchen Tagen habe ich wenig vorzuweisen außer zusammengebissene Zähne. Und deshalb tut es gut, meinen Frust an der Nähmaschine auszulassen. Ich Grobmotorikerin war nie wirklich gut im Nähen. Zumindest hat man mir die Lust daran in der Grundschule systematisch wegtrainiert. Aber seit ein paar Jahren wage ich mich Stück für Stück vor. Hier ein Kurs, da eine Nähsession mit meiner Mutter (gelernte Schneiderin), dort ein Tutorial. Und endlich ist es mir dank eines genial-einfachen Schnittmusters gelungen, ein Kleidungsstück herzustellen. Hab nur drei Abende dafür gebraucht!

Auch wenn ich meinen Kindern heute keine gute Lektion lehren konnte, so konnte ich ihnen wenigstens das beibringen: Neue Klamotten machen glücklich.

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