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Einmal Schwarzwald-Urlaub und zurück

Der erste Tag aus dem Schwarzwald-Urlaub zurück und ich habe mich – trotz Sonntag – in einen Hausarbeitsmarathon gestürzt. Nicht aus Notwendigkeit, sondern weil ich eine Woche lang faul auf meiner alternden Hausfrauenhaut rumlag und nun endlich wieder meiner Koch-Back-Einmach-Gartenleidenschaft frönen wollte.

Also schnippelte ich mit Feuereifer Birnen und Äpfel für den Dörrapparat (ich habe ca. 1000 Kilo Äpfel zum Verarbeiten….)
Ich buk Vollkornbrot (klingt angeberisch….aber ich muss nur 6 Zutaten in den Backautomaten katapultieren – voila!)
Zum Mittagessen zauberte ich eine selbst gemachte Pizza auf den Tisch
Ich habe drei Ladungen frisch gewaschener Wäsche draußen aufgehängt (…und ein Ende ist nicht in Sicht)

Ach ja, und unser Urlaub?

Wir hatten uns ein Holzhaus direkt an der Nagold-Talsperre zusammen mit meiner Freundin und deren Tochter gemietet. Jeden Morgen (sehr früh morgens!) wachte ich mit direktem See- und Waldblick auf. Die Enten grüßten mit aufgeregtem Geschnatter. Meine Kinder grüßten mit dem Schrei nach Milch. Bitte lauwarm. Und mit Hooooonick!!! Und zwar sofort, Mamaaaa!!!! Hey, Kids, ich dachte, ich habe Urlaub! Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis mir meine Mädels Frühstück ans Bett bringen…komplett mit Schnabeltasse und Doppelherz.

Der traumhafte Blick auf das nebelumwölkte Wasser, den dunklen Tannenwald und die ersten orangefarbenen Sonnenstrahlen entschädigten für das zu frühe Aufstehen. Armin machte Feuer im Kamin, ich kochte Kaffee in der kleinsten Kaffeemaschine er Welt und meine Freundin hob meine Laune mit ihrem Gemüt aus Sonnenschein und Freundlichkeit. Die Tage flossen in einem behaglichen Rhythmus aus Lesen, Walken, Ausflügen, Weintrinken, gemeinsamen Kochen, Lachen und Ausruhen dahin. Es sei denn, ich hatte mal wieder meinen Fünf-Minuten-Hektik-Anfall. Wie der aussieht? Fragt am besten meinen Mann (der dann wahrscheinlich die Augen genervt verdreht, bis nur noch das Weiße zu sehen ist) oder meine Schwester oder sonst irgendjemanden, der mich in angespannten Situationen erlebt hat. Aber diese Situationen blitzten immer nur kurz auf, als würde mein angespanntes Alltags-Ich versuchen, wieder die Herrschaft über mein Urlaubs-Ich zu gewinnen.

Es war eindeutig ein Lese-Urlaub. Ich liebe auch actiongeladene Urlaube, in denen ich tauche, wandere, mich in Wasserfälle stürze und Extreme-Shopping betreibe. Aber das war ein herrlicher Leseurlaub. Egal ob mein dicker Roman, die Zeit, ein Andachtsbuch zum Thema Dankbarkeit, Hermann-Hesse-Kurzgeschichten oder die Gebrauchsanweisung einer Play-Doh-Ice-Cream-Station – ich verschlang alles.

Wir hatten kein Internet. Kein Telefon. Also Mittelalter. Und es war gut so. Ich konnte mich ungestört meinen Kindern widmen, stundenlang mit meiner Freundin quatschen und gemeinsam abends den Känguru-Chroniken lauschen. Nichts lenkte mich von den wesentlichen Dingen des Lebens ab.

Nun bin ich wieder an. Und mein Zuhause fühlt sich gut an. Es duftet nach Äpfeln und Birnen und Vollkornbrot. Der Herbst, mein heiß geliebter Herbst kann kommen.

Wir feierten das Leben, die Liebe, die Vergangenheit und die Zukunft
Postkartenshoppen für die Lieben daheim

 

Amelie verwandelte sich jeden Tag in ein anderes Tier
Josefine feierte ihre eigene Face-Painting-Party…

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