Bilder, Familie, Fotografie

Erstes Familien-Shooting…

…Ja, es wird langsam ernst. Schritt für Schritt erfülle ich mir einen Traum, von dem ich lange dachte, er sei für mich unerreichbar und…ja, eben nichts mehr als dumme Tagträumerei. Ich will, seit ich denken kann (also seit 12 Jahren) Fotografin werden. Zuerst wollte ich unbedingt Kriegsfotografin werden. Aber nachdem mich CNN und Newsweek abgelehnt hatten, dachte ich: Na gut, werde ich halt Tippse. Und nebenbei fotografierte ich fleißig weiter.

In diesem Jahr fasse ich endlich den Mut, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Diese Woche hatte ich mein erstes Familien-Shooting (eins zu eins übersetzt: Familienschießen…haha) mit lieben Freunden. Ich bin noch sehr weit vom Profi-Status entfernt….aber ich mache Fortschritte. Jedes gelungene Bild lässt mein Herz höher schlagen und spornt mich an. Ich liebe es, so nahe am Leben dran zu sein. Deshalb der Name: lebensnah Fotografie. Demnächst mehr auf meiner Homepage, die noch in Arbeit ist (Maaaann, ich dachte, ich mache ein paar kreative Mausklicks und fertig ist der Laden. Aber man muss ja semiprofessioneller Programmierer sein, um eine Homepage zum Laufen zu bringen!!). Genug gelabert. Hier die Bilder:

 

Bilder, Familie, Fotografie, Freundschaften

Ein Sommerwochenende

Das Schönste am Sommer – neben Grillen, Baden und dem Duft nach frisch gemähtem Gras – ist das Unterwegssein. Besuch bei Freunden. Verreisen. Neue Eindrücke sammeln. Alte Freundschaften pflegen. Natur genießen. Heimkommen.

Wir waren am Wochenende unterwegs. Kindergartenwanderung (oder besser gesagt: die Eltern wanderten, die fußkranken Kinder wurden geschoben). Und ein Besuch in Veitshöchheim bei meiner Schul-Leidensgenossin und langjährigen Freundin Annette und ihrer Tochter.

Familie, Gedanken, Haushalt, Listen

Ich bin nur Hausfrau und Mutter…WHAT?

„Ich bin….naja…Hausfrau…und Mutter“. Egal ob auf dem Amt oder auf Parties: Wenn es um meine berufliche Tätigkeit geht, dann quetsche ich mühsam diese Antwort heraus. Und hoffe, dass meine Gesichtszüge nichts von meiner peinlichen Berührtheit verraten. Dann lenke ich das Gespräch ganz schnell auf den Beruf meines Gegenübers, von dem ich hoffe, dass er mehr zu bieten hat. Architekt oder Journalist oder Nachrichtensprecher oder Dirigent oder Minenentschärfer.

Hinterher frage ich mich ernsthaft, warum ich mich für meinen Beruf…meine Berufung…schäme. Oder sogar schon fast entschuldige! Ich haue mir mit der flachen Hand an die Stirn und murmele vor mich hin:“Was ich tue ist wertvoll. Was ich tue ist wertvoll. Wo wäre die Gesellschaft, wenn es keine Mütter gäbe? Am A….!“

Und dann merke ich, dass es nicht nur um den gesellschaftspolitischen Aspekt geht. Sondern um meinen Selbstwert. Um das was ich bin, was ich liebe, was ich gut kann. Wenn ich mich und mein Muttersein abwerte, mir Schuldgefühle einreden lasse, weil ich ja „nur“ daheim bin, dann gerät mein Selbstwert in gefährliche Schieflage. Dann nämlich erkenne ich immer weniger, dass ich Wertvolles leiste (und nur weil ich kein messbares Ergebnis am Ende des Tages vorweisen kann, heißt das noch lange nicht, dass mein Tun nutzlos ist!). Was tue ich HEUTE Wertvolles als Mutter und Hausfrau?:

  • Ich spiele mit Josefine Puzzle und imitiere nebenbei lebensecht Tierlaute. Wenn ich so weiter mache, wird meine Tochter Zoologin…
  • Ich kümmere mich um meinen Garten. So dass neben Pommes und Pizza auch mal Biogemüse seinen Weg auf unseren Tisch findet!
  • Ich fahre Amelie zum Turnen.
  • Ich lege die Beine hoch und versuche was Ermutigendes für andere Mütter zu schreiben. Ganz nebenbei surfe ich auch bei Facebook, Pinterest und Google Reader vorbei. Natürlich nur zu Recherchezwecken.
  • Ich putze das Bad. Und das Klo. Würg.
  • Ich bete für meine Kids. Und meinen Mann. Das ist soo cool!
  • Ich schüttele die Sofakissen auf. Das brauche ich für mein inneres Gleichgewicht…

Das was ich tue ist lebensspendend. Vielleicht nicht immer auf den ersten Blick. Aber das, was ich finde, wenn ich mein Tun näher betrachte, übertrumpft alle vordergründigen Nichtigkeiten wie Kloputzen und Chauffeur-Tätigkeiten. Ich wende mich dem Leben zu, ich pflege es, ich stutze es zurecht, ich mache Fehler, ich stehe wieder auf, ich kämpfe wie eine Löwin und bin gerädert wie ein Marathonläufer.

Was ich aus meinem Hausfrauen- und Mütterdasein gelernt habe, ist das:

Wenn ich all meine fürsorglichen Dinge tue ohne Erwartung einer Gegenleistung, dann habe ich den wahren Kern der Liebe getroffen.

And it’s always about love, right?

Familie

Heute bin ich keine Hamma-Mamma

Heute bin ich eine Ekel-Mama.

Übermüdet. Genervt. Gereizt.

Und das lasse ich gerade mit voller Wucht an meiner Tochter aus, die genau das will, was ich momentan nicht im Stande bin zu geben. Nähe, Erklären (noch ein Warum-Frage und ich wandere mal wieder nach Mexico aus) und 157 Marmeladenbrote. Außerdem wurde ich unsanft aus dem Mittagsschlaf gerissen mit der quengelnden Bitte, I-Pad spielen zu dürfen. Die Quengelei setzte sich fort bis in die Küche, wo ich den ultimativen Mütterfehler beging. Ich drohte ihr damit, ihre Spielküche auf den Speicher (für Schwaben: Bühne) zu verfrachten. Als ob ich das jemals in die Wirklichkeit umsetzen würde! Ich bin doch heute selbst zum Müllrausbringen zu schlapp und lasse den Windeleimer lieber fröhlich vor sich hin stinken.

Heute bin ich die Mama, die ich nie sein will. Die Art von Mama, über die ich pikiert den Kopf schüttele. „Nein, wie DIE mit ihren Kindern umspringt!“

Heute bin ich die Mama, der alles so unendlich schwer fällt.

Heute bin ich die Mama, deren Kinder ihr nichts recht machen können.

Heute bin ich die Mama, die nicht perfekt sein muss, die sich bei ihren Kinder entschuldigen darf, die aus der Vergebung lebt und die TROTZ ALLEM von ihren Kindern geliebt wird.

Denn gerade, während ich dieses tippe, singt meine von mir gequälte Tochter: „Mama ist lieb, Mama ist lieb, Maaamaaaa ist sooo lieb!“

 

 

Familie

Schockierende Geständnisse meines Kleiderschranks

„Liebe Veronika,

wir beide kennen uns jetzt schon einige Jahre. Wir haben viel miteinander erlebt, einiges gemeinsam durchgemacht. Als du zum Beispiel deine Katze aus Versehen kurz vor einem Businesstrip in mich eingesperrt hast. Drei Tage lang hat sie mich vollgehaart. Ich habe mich danach nicht beschwert, sondern diese Tortur stillschweigend geduldet. Oder als du diese Phase hattest, in der du mich mit billigem Polyacryl-Fummel bestückt hast. Und mit Oversized-Baggy-Jeans. Und mit Batik-Shirts. Und mit nuttigen Oberteilen. Alles das habe ich ertragen.

Aber nun reicht es mir. Seit du diese zwei kleinen Schreihälse hast – und das ist nun schon eine ganze Weile! – bekomme ich nur noch deinen ganzen alten, abgetragenen, jahrealten Fummel zu sehen. In ÜBERGRÖSSE! Ich kann die Leggins, ausgeleierten Jeans und Tuniken nicht mehr sehen oder riechen. Ich verstehe ja, dass Leggins die bequemsten Hosen für die Zeit nach der Entbindung sind. Sie erinnern einen nicht, wie zum Beispiel kneifende Hosenbünde, daran, dass man früher mal eine schlanke Taille hatte. Aber: deine letzte Entbindung war vor 1 1/2 Jahren! Und seit Monaten versprichst du mir, dass du shoppen gehen möchtest, wenn du endlich die letzten acht Kilo abgenommen hast. Nur kommt dir dummerweise immer was dazwischen.

Wenn ich innerhalb der nächsten drei Monate nicht endlich den chemischen Duft neu gekaufter Kleidung rieche, dann kündige ich!

Bitte nimm es nicht persönlich, aber die Situation ist für mich untragbar geworden.

Dein Kleiderschrank“

 

 

Bilder, Familie, Fotografie, Freundschaften, Reisen

Der Mai macht’s möglich

Dieses Jahr war der Mai ein Monat der unter dem Motto „Beziehungen“ stand. Vielleicht ist er deshalb an mir vorbei gerast wie ein Eichhörnchen auf Speed.

Zuerst war da meine Dinnerparty mit Freundinnen. Mein Schwiegervater kam für einige Tage zu Besuch. Mehrere Kaffeeklätsche (Plural??) mit anderen Müttern. Ich fuhr zu meinen Eltern auf ihren Hof und traf mich bei der Gelegenheit mit Geschwistern und meiner lieben Freundin Rita. Zum Monatsende noch eine Familienfreizeit in Österreich.

Ich versuche gerade Resumee zu ziehen und erkenne, wie Gott mein Leben mit dem anderer Menschen verbindet. Gestern sind wir aus Österreich zurückgekehrt. Und ich vermisse die Gespräche, die gewachsenen Freundschaften und das Nicht-Putzen-Kochen-Aufräumen-Müssen ganz schrecklich. Wir waren eine Woche mit einigen anderen Familien gemeinsam unterwegs. Mit manchen Menschen wurde ich nicht warm. Was ok für mich ist. Ich bin halt nicht Everybody’s Darling. Mit anderen saß ich bis tief in die Nacht, sprach über Bücher, Haushaltsführung, Kreativität, Kochen, Erziehung, Glaube (und wie ich ihn in meiner kleinen Welt lebe) und Beziehungen. In diesen Nächten, in diesen Gesprächen geschah etwas Magisches: ich fühlte tiefe Verbundenheit. Mir wurde bewusst, dass ich das nur geschenkt bekomme, wenn ich anfange mich zu öffnen, mich zu offenbaren und dem anderen mit Wertschätzung, Ehrlichkeit und Interesse begegne. Und wenn ich frei bin von der Angst, wie ich bewertet werde. Ich möchte das mehr in mein Leben integrieren und ab und zu diese magischen Beziehungsfunken auch hier  in meinem schnöden Alltag erleben. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir in solchen Momenten einen kleinen Blick in den Himmel werfen.

Ein paar Mai-Impressionen

Nichte und Neffe beim Trabbi-Fotoshooting…
Mit Familie Mai in den Bergen 🙂