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Ein Post-It an der Windel

Ich liebe Post-Its. Denn auf ihnen kann ich der ganzen Welt oder einfach nur einer einzelnen Person mutmachende Nachrichten hinterlassen. Meine neueste Leidenschaft! Es geht mir darum, wie ich anderen Menschen meine Liebe zeigen kann: der Mutter, die gerade mehrere schlaflose Nächte mit einem kranken Säugling hinter sich hat…dem Bauarbeiter, der gerade um seinen Job bangen muss….dem Mädchen, dessen Freund gerade mit ihr Schluss gemacht hat….dem Manager, der gestresst ist.

Ich schreibe ermutigende Botschaften auf Post-Its. Oder Bibelverse. Und die hinterlasse ich dann auf Einkaufswägen, am Geldautomaten, an Bushaltestellen, im Supermarkt, in der Bücherei. Ich liebe es, mir vorzustellen, wem diese Zettelbotschaften in die Hände fallen. Manche mögen vielleicht denken: Was für ein Freak klebt mir ein Post-It auf die Handtasche? Für einen anderen mag es genau das richtige Wort zum rechten Zeitpunkt sein. Oder ein Lichtstrahl an einem dieser ganz miesen dunklen Tage.

Dieser Tage musste ich einen kleinen Artikel für eine christliche Jugendhomepage schreiben (www.crossover.info).Recht kurzfristig setzte ich mich daran, quetschte mein Gehirn aus, obwohl doch noch soviel anderes zu tun war! Kinder wickeln, Sommerklamotten aussortieren, Böden putzen, kochen, Kübelpflanzen vor dem ersten Frost retten. Dazu war ich heftigst  erkältet und mir war nach literarischen Ergüssen überhaupt nicht zumute. Ich schrieb einfach über das, was mir gerade besonders am Herzen liegt (Post Its!) und lieferte erleichtert ab. Der hauptamtliche Mitarbeiter mailte mir zurück:

„Ich hefte dir einen Post It an die nächste Babywindel: Guter Platz, an den Gott dich gerade gestellt hat. Und: es wird auch wieder was anderes geben.“

Als ich heute Mittag bereits die achte Windel mit olfaktorisch fragwürdigem Inhalt gewechselt hatte, kam mir dieser Zuspruch wieder in den Sinn und ich musste lächeln. Denn nun sehe ich bei jedem Windelwechsel diesen imaginären Post-It vor mir….als himmlische Erinnerung daran, dass ich genau am richtigen Platz bin.

Auch wenn es mir manchmal stinkt.

Bilder, Familie, Reisen

8 Points for Mallorca

Acht Dinge haben mich unser All-Inclusive -Urlaub auf Mallorca gelehrt:

1. Reduziere die Insel niemals auf ihren Ballermann-Ruf. Damit tust du ihr und ihrer Schönheit Unrecht.

2. Den Jeep Wrangler habe ich von meiner Traumauto-Liste gestrichen. Ihn zu fahren kommt einer Simulation im Windkanal gleich. Dazu ohrenbetäubendes Kindergeheul vom Rücksitz und ein Hörsturz wird zur reellen Gefahr!

3. Esse niemals Sushi vom Buffett! Wenn sich Spanier an Sushi versuchen, kommt das in etwa einem Schwein gleich, das versucht Schwanensee zu tanzen.

4. Trinke niemals Cocktails im All-Inclusive-Hotel. Ich lach mich jetzt noch tot über den Erdbeer-Daiquiri. Was soll das gewesen sein? Überzuckerter Kindersaft mit Rum? Dann doch lieber einen billigen Rioja, von dem mir am nächsten Tag der Kopf schmerzt.

5. Es gibt Berge auf Malle! Die, die ihr die Insel kennt, lacht ruhig über mich. Ich wusste das nicht. In diese Berge habe ich mich verliebt. Und in ihre Bergdörfer.

6. Ich habe in meinem Leben schon zahllose Postkarten gesehen. Aber die mallorquinischen sind mit Abstand die kitschigsten! So kitschig, dass ich fast in Versuchung war, allen meinen Freunden eine davon zu schicken. Aber dann bin ich halt doch immer zu faul zum Schreiben. Im Urlaub will ich eine faule Sau sein. Faul am Pool rumliegen. Mir faul den Kaffee servieren lassen (Holla die Waldfee, der spanische Kaffee hat Herzinfarkt-Potenzial!!). Faul an gar nichts denken, außer an die nächste Mahlzeit. Faul die Kamera im Safe liegen lassen. Faul überhaupt nicht an meine Freunde und Familie daheim denken.

7. Habe ich schon erwähnt, dass der spanische Kaffee stark ist? Ich dachte, diese Erkenntnis verdient einen Extra-Punkt in dieser Aufzählung.

8. All-Inclusive ist einfach ein Must für gestresste Eltern. Ich musste mich um nichts kümmern – außer um meine Kinder. Und die waren einfach nur glücklich auf der Hüpfburg oder am Pool.