Bilder

Eine Geburt fotografieren!?

Ich hege meine Leidenschaft für Fotografie. Mal mehr, mal weniger. Ich weiß, dass ich über ein gewisses Talent verfüge. Aber meistens bin ich zu müde, zu faul, es zu nutzen. Dann ziehe ich lieber meine einfache, kleine Kompaktkamera aus der Tasche, knipse ein Bild anstatt meine Canon auszupacken, das passende Objektiv anzuschrauben, die richtige Einstellung zu finden und dann ein Bild zu komponieren. Ich möchte mich aber nun am Riemen reißen und ernsthafter fotografieren. Und irgendwann in naher Zukunft meine Leidenschaft zum Beruf machen!

In mein Portfolio möchte ich Hochzeiten, Babys, Familien, Gruppen, Portraits aufnehmen.

Habe meine erste Hochzeit fotografiert. Kein schlechtes Ergebnis!

Und Geburten! Geburten?? YES!

Ich bin auf eine faszinierende Geburtsfotografin aus den USA gestoßen. Ihre Bilder haben etwas in mir angestoßen.

patiencesalgado.com

Sie haben mir bewiesen, welche Stärke und Liebe eine gebärende Frau besitzt! Das würde ich gerne mit der Kamera einfangen, um ihr hinterher zeigen zu können, was sie geleistet hat! In Deutschland ist diese Sparte noch völlig unbekannt (zumindest hat mir Google nichts verraten). Ich kann mir vorstellen, dass es für viele Paare ein Eindringen in ihre Privatsphäre bedeutet, eine Fotografin mit im Kreißsaal zu haben. Aber vielleicht – wenn man sich ganz klein macht, sozusagen wie eine Fliege an der Wand – fällt man irgendwann nicht mehr auf als das vor sich hin brummende CTG-Gerät.

Ich würde am liebsten sofort meine Ausrüstung packen, mir einen extrastarken Kaffee in meinen Thermobecher gießen, in den nächsten Kreißsaal eilen und eine Geburt dokumentieren. Leider ist keine meiner Freundinnen gerade schwanger. Also werde ich hufescharrend auf die nächstbeste Gelegenheit warten. Und bis dahin weiter an meiner Fotografie feilen.

Familie

Strategien für ein windelfreies Leben

Der Anfang war vielversprechend. Vor drei Monaten saß ich im Wohnzimmer und telefonierte mit einer Freundin. Amelie verkrümelte sich heimlich-leise in den Wintergarten, wo ich sie rumoren hörte. Dann der überraschte Ausruf: „Mama, ich hab Pipi gemacht!“ Unfassbar. Sie hatte sich das Töpfchen genommen und ganz selbständig den ersten großen Schritt in Richtung Toiletten-Autonomie getan. „Endlich muss ich nicht mehr endlos Windelpakete nach Hause schleppen. Endlich wird das Fassungsvermögen unserer Mülltonne nicht mehr auf die Probe gestellt werden müssen. Endlich habe ich nur noch ein Wickelkind!“ Erleichterung bahnte sich ihren Weg in diesen schönen Mai-Nachmittag.

Schnitt.

Ein heißer August-Nachmittag. Unser Mülltonne steht nach wie vor kurz vor der olfaktorischen Detonation. Mittlerweile bestelle ich Windeln im Internet, um die Schlepperei zu reduzieren. Und ich habe immer noch zwei Wickelkinder. Ich bin ernüchtert und auch ehrlich gesagt ratlos.

Ich habe einiges probiert:

– Positive Verstärkung („Super Kackwurst, mein Schatz!“)

– Mütterlich-subtile Manipulationsversuche („Alle großen Kinder gehen aufs Klo. Du bist doch auch schon groß!“)

– Windel weglassen. Super Idee. Musste heute zweimal das Kinderzimmer aufwischen. Und habe nun ein verstörtes Kind.

– Kind alle Stunde aufs Klo setzen, auch wenn es gar nicht muss.

Habe jetzt dieses Teil von meiner lieben Nachbarin Steffi bekommen.

Damit kann ich Amelie schon ab und zu aufs Örtchen locken. Trotzdem ist sie noch nicht völlig von der Idee eines windelfreien Lebens überzeugt.

Ich werde ihr einfach mal diesen japanischen Motivations-Clip zeigen. Dann klappt es bestimmt, Pants-Girl!!

Freundschaften, Listen

Heute breche ich eine Lanze für meine Freunde

Meine allerliebste Freundin Sina und ich teilen Freude, Leid und Laster....

Seit der Ankunft meiner zwei Mäuse bedeutet Zeit für Freunde ein äußerst rares Gut. Und das will ich in erster Linie an die Leute verteilen, die mir nahe stehen. Davon gibt es nicht viele. Deshalb hatte es mich interessiert, wieviele Freunde so ein Durchschnittsbürger wohl hat. Früher dachte ich nämlich, dass ich der einzige Loser bin, der tatsächlich nur ein bis zwei wirklich gute Freunde hat (und es gab auch Zeiten, da hatte ich niemanden). Der Rest waren gute Bekannte, die aber außer meinem Modegeschmack und meiner Vorliebe für gutes Essen nichts weiter über mich wussten. Und die in emotionalen Sinnkrisen für mich nicht die erste Anlaufstelle waren.

Heute ist es ähnlich. Ich habe eine Handvoll enger Freunde. Und dafür bin ich verdammt dankbar. Denn das ist tatsächlich eine ganze Menge! Wer hat heute noch Zeit und auch das nötige Vertrauen, sich wirklich für eine andere Person zu interessieren? Und damit meine ich nicht, ihr ab und zu mal was auf die Facebook-Pinnwand zu posten! Es geht doch darum, sich zu öffnen, sich verletzbar zu machen, sich Zeit zu nehmen, sich in den anderen hineinzufühlen und dem anderen zu erlauben, ganz er selbst zu sein. Gerade der letzte Punkt ist der springende Punkt für mich. Erst wenn ich das Gefühl bekomme, dass ich gerade dann geliebt bin, wenn ich ich selbst bin, dann bin ich in einer Freundschaft angekommen.

Als ich Mutter wurde, hatte ich Angst, dass meine Freundschaften erlahmen könnten. Erstens hatte ich plötzlich viel weniger Zeit als früher. Zweitens erzählte ich viel über meine Kinder („Stell dir vor, Amelie hat gestern seit 14 Tagen das erste Mal wieder Stuhlgang gehabt!“) – was vor allem eine Herausforderung für meine Single-Freunde bedeutete. Und drittens war ich anders als früher: Weniger lustig (da müde), weniger zuhörend (da müde), weniger neugierig (da müde). Ich ziehe meinen Hut vor meinen allerliebsten Freundinnen, die trotz all dieser Veränderungen zu mir stehen!!! Danke Euch!!! Ich habe sehr sehr viel Liebe für Euch – auch wenn ich meistens zu müde (und gefühlsverklemmt) bin, um diese adäquat ausdrücken zu können.

Und ja: Freunde sind für mich überlebenswichtig. Warum?

1. Meine Freunde kennen mich. Auch die ganz ganz ganz schlechten Dinge. Und sie mögen mich irgendwie trotzdem.

2. Weil sie einem in den unmöglichsten Situationen zur Seite stehen (Danke Sina, als du Armin im Schwarzwald gerettet hast, nachdem er seinen Subaru abgefackelt hatte!)

3. Weil sie einen bekochen.

4. Weil sie wissen, worüber ich mich an Weihnachten oder an meinem Geburtstag freue (und nein: es ist nicht der obligatorische Facebook-Geburtstags-Gruß).

5. Weil ich mit ihnen ganze Nächte lang über Gott und die Welt klönen kann.

6. Weil sie mich schon in den peinlichsten Augenblicken erlebt haben. Und sich nicht abschrecken ließen (Danke Jule, dass du meine Vagina-Monologe überwunden hast).

7. Weil sie meine Vergangenheit kennen.

8. Weil sie immer ein offenes Ohr für mich haben. Auch wenn sie vielleicht einige meiner babybezogenen Gesprächsthemen nicht ganz nachvollziehen können.

9. Weil sie mich zum Lachen bringen.

10. Und weil sie mir unbewusst Mut für die Zukunft machen.

Freundschaften

Umfrage: Freundschaften

Mich interessiert das Thema „Freundschaft“ sehr. Und aus diesem Grund werfe ich einfach mal ne Umfrage in die Mitte. Wie erlebt ihr Freundschaft?

 

 

Und zum Schluss:

  • Was bedeutet für dich eine gute Freundschaft?
  • Wie haben sich Freundschaften entwickelt, seit Kinder da sind?
  • Bin ich heute mehr angewiesen auf Freunde als früher?
Familie

Kinder, Kinder!

Ich erlebe nun fast täglich Entwicklungs-Meilensteine meiner Kinder. Und da dies ein Familienblog ist,  möchte ich ausführlich darüber berichten. Sorry, an all die kinderlosen Leser. Aber seht es einfach als Infotainment.

Josefine hat heute zum zweiten Mal durchgeschlafen. DURCHGESCHLAFEN!!!! Das Zauberwort aller Eltern dieses Planeten!!!! Der Sehnsuchtspunkt meiner letzten 8 Monate. Nun ist es so, dass sie nicht im klassischen Sinne durchschläft. Aber sie verlangt nur noch ein Fläschchen um 23:30 Uhr, das ihr Armin verabreicht. Dann herrscht selige Ruhe bis 7 Uhr früh. Meine Freude darüber kann ich momentan nicht in Worten ausdrücken. Auch nicht mit einem dämlichen Smiley. Glaubt mir einfach: es ist das beste Erlebnis nach einem Hauptgewinn im Lotto. Aber jede Sonnenseite wirft auch Schatten. Josefine kann mittags nicht durchschlafen. Nach spätestens einer Dreiviertel Stunde meckert sie. Bin ich nicht schnell genug, hat sie sich richtig wach gemeckert. Selten schaffe ich es, sie sofort wieder zum Weiterschlafen zu animieren. Mich nervt das gewaltig. Denn die Mittagspause ist die Zeit, in der ich gemütlich eine Tasse Kaffee trinken will, aufgeschobene Hausarbeit erledige, sinnlos im Internet herumvagabundiere, lese, schlafe oder blogge…. Aber ich hoffe, dass auch dies nur eine Phase ist, die bald vorübergeht (ich meine das verfrühte Aufwachen, nicht meine mittäglichen Aktivitäten…).

Wir hätten Josefine den Zweitnamen „Rakete“ geben sollen. Bezogen auf ihre Geburt und auf die Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten. Im Urlaub lernte sie von heute auf morgen das Robben. Und plötzlich muss man seine Augen und Sinne überall haben! Schmutzige Schuhe rumstehen lassen? Bitteschön, wenn es uns nicht stört, dass das Kind die Ruhr kriegen kann. Ungesicherte Steckdosen, offenstehende Terassentüren, herumliegende Murmeln…alles alles passe!! Ja, und kaum zwei Tage später machte sie die ersten tapsigen Krabbelversuche. Mittlerweile krabbelt sie im ICE-Tempo durchs Haus. Und zieht sich an der Couch hoch. Und macht die ersten Schritte. Ich bin schwer beeindruckt.

So, und was macht unsere Erstgeborene? Die hat meine Verkleidungskiste entdeckt:

Zum Schluss noch eine Begebenheit, die ich nie nie nie vergessen will. Gestern, vor unserem Einkaufstrip zum DM verkündete Amelie: „Im DM will ich tanzen!“ Nachdem wir den Großeinkauf geschafft hatten und uns wieder auf die Heimfahrt begaben, ertönte ein entsetzter Schreckensschrei von der Rückbank: „Ich hab vergessen im DM zu tanzen!!“ Ich: „Ohje, und du hattest dich so darauf gefreut.“ Amelie“: Ja. Und das nächste Mal tanz ich im DM!“.