Familie, Gedanken, Listen

Ohne gute Vorsätze ins neue Jahr!

Ende 2010: ich war miserabelst gelaunt. Ich mochte mich selbst nicht mehr leiden…das war doch nicht mehr ich! Alles an mir fand ich fürchterlich und hätte man mir angeboten, mit dem erbärmlichsten Menschen der Welt zu tauschen…ich hätte keine Sekunde gezögert. Von außen schaute ich mir manchmal kopfschüttelnd zu, wenn ich gerade mal wieder

a) meinen Mann grundlos beschimpfte

b) mir mordsmäßigen Druck machte, dass der Haushalt piccobello sein müsse

c) vor dem Spiegel stand und diesen am liebsten zertrümmert hätte

d) Amelie anschrie.

Dann kam Silvester. Und dieses Mal nahm ich mir gar nichts vor. Ich hatte einfach nicht die Kraft, mich voller Tatendrang fürs neue Jahr mit guten Vorsätzen zu wappnen, die dann eh am 2. Januar wieder gebrochen werden würden. Und so verschlief ich völlig gleichgültig die Mitternachtsknallerei vor lauter Baby-Erschöpfung. Wir waren bei meinen Eltern. Diese Pause habe ich dringenst benötigt. Wie dankbar bin ich für Menschen in meinem Leben, die mich umsorgen und mich lieb haben, auch wenn ich mich alles andere als liebenswert fühle. Klingt das jetzt alles zu sehr nach Selbstmitleid? Wahrscheinlich. Und Gott sei Dank habe ich eine Schwester, die manchmal schmerzhaft direkt sein kann. Die hat mir dann auch zum Jahresanfang den Kopf gewaschen, meine Perspektive wieder gerade gerückt und mich ermahnt, liebevoller zu meinem Mann zu sein.

Ich hatte diesen verbalen Arschtritt gebraucht. Manchmal müssen uns andere Menschen die Augen öffnen – wenn wir sie denn lassen.

Zähneknirschend gab ich mir einen großen Ruck und reiße mich nun täglich zusammen. Wie?

1. Auch wenn ich vor lauter Schlafmangel kaum noch geradeaus sehen kann: Ich bleibe freundlich

2. Ich zähle jeden Abend fünf Dinge auf, für die ich dankbar bin. Meistens werden es mehr.

3. Ich lächle

4. Wenn die Ungeduld und Gereiztheit in mir aufsteigen, atme ich tief durch.

5. Ich bete, bete, bete

6. Ich versuche nicht mehr soviel Wert auf einen perfekten Haushalt zu legen.

7. Ich stelle eine Haushaltshilfe ein (um den perfekten Haushalt wieder herzustellen)

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