Gedanken

Warten….

Wieviel Zeit im Leben verbringt man eigentlich mit Warten? Ich glaube, möchte man diesen Zeitraum errechnen, muss man sich darauf gefasst machen, dass das Ergebnis in JAHREN gemessen wird. Warten beim Arzt (macht bei mir 2,7 Jahre aus), Warten aufs Christkind, Warten auf Mr. Right (die „Fehltritte“ nicht mitgerechnet), Warten aufs Flugzeug, die Bahn und den Bus, darauf warten, dass irgendwas Spektakuläres passiert, Warten auf den langersehnten Urlaub, Warten auf unpünktliche Freunde (hab euch trotzdem lieb) und Warten aufs Baby…..

Macht summa summarum: 12 Jahre, 2 Monate, 18 Tage, 6 Stunden, 1 Minute und 54 Sekunden.

Familie

Let the countdown begin

Die letzten Tage in Freiheit!! Das bedeutet für mich: abends auf der Couch fläzen, zwei Stunden am Stück lesen können, auslaufsichere Brüste, ungestörte Nächte, essen gehen, ins Kino gehen….usw.

Demnächst: alles passe. Alles zurück auf Null. Klingt jetzt depremierender, als es sein wird. Aber ich habe festgestellt, dass ich eine viel bessere Kleinkindmama statt Babymama bin. Klar, auch ein Kleinkind kann einem den letzten Nerv rauben, z.B. wenn man zum Klogang immer seinen kleinen neugierigen Bodyguard dabei hat oder man zum tausendsten Mal mit gespielter Begeisterung „Der kleine Spatz“ vorlesen muss. Aber die Nächte gehören mir, sowie auch die Abende. Und der Tag folgt einem festen Rhythmus, auf den ich mich immer verlassen kann. Mit Neugeborenem ist es so: Man stelle sich mein Leben als Schneekugel vor…da kommt auf einmal so ein kleiner Wurm und schüttelt mal kräftig an dieser Kugel. Alles gerät in Aufruhr und Unordnung (ein Zustand, den ich ja überhaupt nicht ertragen kann). Aber das Tröstliche daran ist: der Schnee legt sich nach einiger Zeit wieder! Ein neuer Rhythmus wird festgelegt, nach dem wir uns als Familie richten können.

Aber noch hickst und chillt unser kleiner Wurm in meinem Bauch vor sich hin. Ich werde mit jedem Tag neugieriger auf unser neues Familienmitglied. Und ich bin extrem gespannt auf die Geburt! Wird sie dieses Mal mit Wehen eingeläutet? Oder mit einem Blasensprung wie beim letzten Mal? Haha, ich sehe mich schon, wie ich gerade auf einer Tupperparty hocke und es plötzlich „Platsch“ macht. („Tschuldigung, dürfte ich gerade mal ihren Wunder-Schüsselsatz zweckentfremden?“)

Es sind laut Kalender noch drei Wochen bis zum Stichtag, aber ich hoffe sehr, dass der Startschuss schon eher abgefeuert wird. Ich bin jetzt einfach UNGEDULDIG! Steht irgendwie im Widerspruch zu dem, was ich eingangs schrieb. Egal, ich bin es von mir gewohnt, dass ich mir ständig selbst widerspreche.

Bilder, Familie

Ein Foto, das mich glücklich macht

Einfach so.

Weil es zeigt, wie leicht das Leben manchmal sein kann.

Weil Sommer war.

Weil es Erinnerungen an schöne, unbeschwerte Tage heraufbeschwört, in denen wir viel gelacht und genossen haben.

Weil mein Babybäuchlein da noch süß war.

Und weil ich auf diesem Bild mit den zwei Menschen zusammen bin, die mir einfach am allerwichtigsten sind!